09.12. - Ein Experiment

2007: Woher kommt die Idee für einen Roman?

Das Jahr 2007 ist für die Kritische Ausgabe ein besonderes Jahr. Zum 10-jährigen Jubiläum erscheint das mittlerweile 15. Heft, diesmal auch mit einem speziellen Thema und gewissermaßen auch ein Experiment: »Werkstatt«. Erneut steht die Veranstaltungsreihe »Kritik der Gegenwart« dabei im Mittelpunkt. Die Ausgabe wirft erneut einen Blick auf die stattgefundenen Gespräche und konzentriert sich dabei vor allem auf sechs Autor*innen. So gibt es jeweils vier Beiträge über John von Düffel, Wolfgang Kaes, Helmut Krausser, Kathrin Röggla und Margit Schreiner. Doch es sind nicht nur Interviews und Portraits, sondern auch Texte der jeweiligen Autor*innen über ihr eigenes Schreiben, die dieses Heft auszeichnen. So veröffentlicht Helmut Krausser beispielsweise zwei autobiographische Texte. Außerdem gibt es noch ein Interview mit dem mittlerweile verstorbenen Roger Willemsen über seine Erfahrungen als Autor, Leser und Literaturvermittler, das wir nur empfehlen können. 

Zehn Jahre sind vergangen

Im Zentrum des Heftes stehen ausgehend von dieser intensiven Beschäftigung mit der Gegenwartsliteratur Fragen wie diese: »Woher kommen die Ideen für einen Roman?« oder »Wie ist es für Sie, morgens an den Schreibtisch zu gehen?«. Fragen, die Germanisten normalerweise nicht unbedingt stellen würden. Und trotzdem »traut« sich die Redaktion daran. Das Heft schlägt so einen weiten Bogen, denn mit John von Düffel handelt es nicht nur vom Wasser (ein Thema, das die Redaktion zehn Jahre später erst so richtig aufgreifen wird.), sondern mit Wolfgang Kaes von der Kriminalliteratur und mit Margit Schreiner rückt auch Österreich in den Fokus.

»Am dritten Tag erschuf Gott einen begnadeten Autor, die Literaturszene zu erleuchten, die Autorenschar zu überstrahlen in seinem Glanze. Und Gott betrachtete seine Schöpfung und siehe, es war sehr gut…«

Welcher Autor mit einem solch selbstverliebten Größenwahn beschrieben wird, kann übrigens auch in unserem Online-Shop nachgelesen werden, denn das Heft »Werkstatt« ist dort immer noch erhältlich. 

Und die Redaktion? Zehn Jahre nach Gründung der Kritischen Ausgabe haben die Redakteure allen Grund zu feiern. Zehn Jahre erfolgreiche Arbeit liegen hinter ihr. Die Bonner Universitätsgesellschaft verleiht deshalb den Alumni-Preis für die beste studentische Initiative. Das Institut der Bonner Germanistik macht Platz für eine Ausstellung zur relativ jungen Geschichte der Kritischen Ausgabe. Und sonst? Marcel Diel verlässt die Chefredaktion, bleibt der Redaktion aber noch als Layouter erhalten. Er macht Platz für Benedikt Viertelhaus.

 

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