Die Revolution befreit ihre Kinder

K.A. plus-Serie zum 20. Jubiläum des Mauerfalls

Damit die Hoffnung am spätesten stirbt lautete der Titel eines Dokumentarfilms, den das DDR Fernsehen am 16.11.1989 um 22:55 Uhr zeigte. Das war eine Woche nach dem Tag, an dem die Mauer fiel, heute vor 20 Jahren. In dem Film erinnerte der Regisseur Carlos Faria an den 17.11.1939, als die Nationalsozialisten in Prag tausende tschechische Studenten verhafteten und in Konzentrationslager deportierten. Die Zuschauer konnten sich an jenem Abend, eine Woche nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze, ins Gedächtnis rufen, wie es zur deutschen Zweistaatlichkeit kommen konnte: Die über vierzig Jahre andauernde Teilung war Ergebnis eines von Nazi-Deutschland ausgehenden Weltkrieges – und des sich daran anschließenden Kalten Krieges.

Symbol der friedlichen Revolution von 1989: Reste der Berliner Mauer (Foto: © Benedikt Viertelhaus)
Heute das Symbol der friedlichen Revolution von 1989: Reste der Berliner Mauer (Foto: Benedikt Viertelhaus)

Der Fall der Mauer, dem sich die Kritische Ausgabe in einer kleinen Artikelserie widmen wird, ist eine Errungenschaft jener Menschen, die 1989 auf die Straße gingen und gegen die DDR-Regierung demonstrierten. Die friedliche Revolution hat etwas geschafft, was ihren blutigen Vorgängerinnen von z.B. 1789 nicht gelungen ist: Die Revolution hat ihre Kinder befreit, ohne sie zu fressen. Dass der Herbst 1989 ganz ohne Guillotine auskam, hat zu Kontroversen über die Einordnung als Revolution geführt. In dem Auftaktbeitrag unserer Serie greift Alexander Klaehr diese viel diskutierte Frage auf (17.11.2009). An die Betrachtung zentraler Ereignisse der Zeitgeschichte schließt sich auch eine Suche nach ihren Ursachen an. Einem neuen Ansatz zur Erklärung der Ursachen des Zusammenbruchs der DDR widmet sich Angela Gencarelli in ihrem Beitrag »Von der Aufsteiger- zur Aussteigergeneration« (19.11.2009).

Neben diesen Beiträgen zur Zeitgeschichte steht die Literatur im Mittelpunkt der Betrachtungen: In einem Interview berichtet der 1966 in Chemnitz geborene Schriftsteller Jan Kuhlbrodt über seine Jugend in einer stagnierenden DDR und über seine Erlebnisse als Student in Leipzig während der Revolution von 1989 (25.11.2009). Angela Gencarelli ergänzt dieses Interview mit einer Rezension seines autobiografisch geprägten Romans Schneckenparadies. Um eine »östliche« Perspektive erweitert Fabian Thomas die Serie zuvor mit einer Rezension des Romans Geheimnis des ukrainischen Schriftstellers Yuri Andruchowytsch (23.11.2009).

Jeder hat die DDR auf seine

Jeder hat die DDR auf seine Art und Weise erlebt.
Wer sich unbedingt mit dieser damaligen Staatsmacht ohne Überlegung und Hirn politisch
aber auch aus kriminellen Gründen anlegen wollte oder sein Leben und das seiner Kinder, einfach auf Spiel setzen wollte, hatte nichts zu lachen. Der größte Teil der Bevölkerung lebte sein eigenes Leben ähnlich wie die Westdeutschen, fern von der Politik. Heute wird vieles übertrieben und alles in den politischen Teil geschoben auch das privat erlebte erschaffene mit Mühe und primitiven Mitteln aufgebaute wird negativ dargestellt. Auch das was aus meiner sozialer Sicht übernehmenswert gewesen wäre. Die DDR war kein Rechtsstaat aber auch kein Unrechtsstaat wenn man sich im „normalen“ Rahmen der Gesetzgebung ala DDR bewegte. Der Versuch einiger Politiker und Leute die DDR mit dem dritten Reich zu vergleichen, ist schon, um es vorsichtig auszudrücken, mehr als abenteuerlich. Man muss aber unterscheiden vom politischen der DDR und vom privaten und sozialen menschlichen Bereich untereinander in der DDR, abseits der DDR Politik und dieses untereinander mit einander war um einiges besser und ausgeprägter! Was nützt mir heute die Reisefreiheit wenn ich sie mir nicht leisten kann oder das neuste Gesundheitssystem wo das Geld vielleicht nur oder der Rentner/Witwe der oder die, ein leben lang eingezahlt hat… nicht mal bei allen Abzügen für ein Gebiss ala Cart DDR reicht! Und vieles andere mehr. Auch die These einiger Parteien “das unerträgliche Leben in der DDR, gelte es weiterhin zu erinnern und nicht zu verharmlosen”, verdreht den Sinn und Hergang der Ereignisse!
Der DDR Bürger wollte nur in der Entstehung der Bewegung die DDR verändern, Reisefreiheit, Meinungsfreiheiten (welche schon in einem gewissen Rahmen oder Formalisierung möglich war) konvertierbare Währung bessere Versorgung.Obwohl die DDR für manche Drittländer ein Wohlstandsland und Vorbild war.
Erst der Aufruf kommt, wer arbeiten will kommt hier zu was, ins blühende Land mit Begrüßungsgeld löste erst eine gewaltige Welle der Euphorie und Hoffnungen aus und lies den Verwandten Bekannten und Arbeitskreis in der DDR immer kleiner werden. Politisch ausgenutzt wurde der Ruf “wir sind ein Volk”. Betriebe Arbeitsstätten sollten zu 80% bleiben. Worte der Montagsdemo -Auf die Straße, -wir bleiben hier, -wir sind das Volk!
Ein Volk was mit primitiven Mitteln Höchstleistungen brachte und ihre Verträge immer recht oder schlecht erfüllten und alles selber herstellte. Ohne wahnsinnige viele Überstunden aber auch mit genügend Freizeiten für die Familien mit sozialen Absicherungen. Mit der Grenzöffnung und Währungsumstellung brach die DDR Wirtschaft und ihre Abnehmer über Nacht zusammen. Den Rest gab die Treuhand mit deren unter Wert verkauf und deren übereilten auch nicht immer sauberen Privatisierung. Ereignisse die keiner so wollte!
Was sich heute die Politik wieder erlaubt ist wieder weit weg vom deutschen Volk, voller Widersprüche Mauscheleien, Überwachung, Bevormundung, Lügen, in einen sinnlosen Krieg verwickelt, für was lassen wir uns auf so einen Dreck ein, wo junge Leute sinnlos sterben, wo keiner fragt was sonst immer üblich ist, wer soll das bezahlen !
Der 50 Milliarden kostet und die Meinung und Mehrheit des deutschen Volkes verachtet ..
Wo man uns heute schon wieder sagt was Gut und Böse ist, und unsere kritische Bemerkung oder Behauptungen als Verklärung Verharmlosung und Undank hinstellt, man hat uns ja aus der Gosse geholt… Solche Äußerung werden vermehrt auf Widerstand und Feindschaft stoßen.So wie Politik und Verhältnisse heute wieder wirklich sind, sind einige Grenzen wieder überschritten. Manche wollen das ungern einsehen. Und manche finden diesen Mut etwas dagegen zu sagen, sogar beängstigend. Lieber würden sie wieder in der Unwahrheit leben…. aber lassen wir das für mich war es mit die beste Zeit auch vom Alter her, ob mit Stasi oder ohne es bleibt immer die benutzte Hure Politik, das Spiel mit dem Menschen das schon immer geschichtlich Generationen, Familien Freunde total zerrüttet und gegen einander aufgebracht hat.Es hat sich nichts geändert wir sind genau an dem Punkt wieder wo andere Generationen schon scheiterten.

 

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