Dokumentation der Vielfalt

Dass nicht nur ihre Museen, sondern auch die Stadt selbst mit bemerkenswerten Künstlern aufwarten kann, beweist das neue Bonner Künstlerverzeichnis

Als Bundeshauptstadt hatte Bonn lange Zeit auch in Sachen Kultur eine Vorrangstellung gegenüber anderen deutschen Städten. Viele der damaligen kulturellen Angebote konnten für die heutige Bundesstadt bewahrt werden. So lockt Bonn seit Jahren Kunstinteressierte nicht nur mit einer reichhaltigen Museen- und Atelierlandschaft, sondern auch mit gut organisierten und medial präsenten Kunst-Events, Künstlergruppen und -foren sowie Einzel- und Sammelausstellungen. Kunstmuseum Bonn © Presseamt der Stadt BonnWer sich einen ersten Eindruck von der zeitgenössischen lokalen Kunstszene verschaffen möchte, kann dafür seit Ende vergangenen Jahres ein neues Künstlerverzeichnis zu Rate ziehen, welches mit 150 Kurzportraits von Kunstschaffenden des Bonner Raums einen informativen und überschaubaren Ausschnitt der hiesigen Szene bietet. Das Verzeichnis, dessen Layout auf angenehme Weise homogen gehalten ist, präsentiert jeden Künstler auf jeweils einer Seite mit Kurzvita, persönlichen Daten, Portraitfoto und einer (leider nur) Schwarz-weiß-Aufnahme eines exemplarischen Werks aus seinem Œuvre. Die Künstler, die sich zumeist bereits durch Ausstellungen oder Kursangebote im Bonner Raum einen Namen gemacht haben, mussten sich für die verschiedenen Sparten, etwa Malerei, Plastik, Fotografie, Installation oder Grafik, bewerben. Auf den letzten Seiten gibt ein Register Aufschluss über „Künstlergruppen“ und macht damit Vernetzungen und Kooperationen zwischen den zuvor einzeln Portraitierten sichtbar. Insgesamt vermittelt das Verzeichnis einen interessanten Eindruck davon, wie Lebensläufe von überwiegend professionell im künstlerischen Metier Arbeitenden aussehen können. So etwa studierten über zehn Prozent der vorgestellten Künstler an der staatlich anerkannten Kunsthochschule Alanus in Alfter bei Bonn. Viele absolvierten jedoch auch ein Kunst-Studium an der Fachhochschule Köln oder an der Düsseldorfer Kunstakademie. Doch nicht nur Kunstinteressierte, auch die Künstler selbst können aus dem Verzeichnis einen praktischen Nutzen ziehen. So ermöglicht der Katalog etwa eine bessere Kommunikation untereinander, die zum Beispiel für die Organisation von Gruppenausstellungen dienlich sein kann. Vergleicht man die vorliegende Neuausgabe mit ihrem Vorgänger von 1997, lässt sich der Katalog nicht nur als Dokumentation der bemerkenswerten künstlerischen Vielfalt, die diese Stadt bietet, lesen, sondern macht auch die konstante Fluktuation von Künstlern im Bonner Raum ersichtlich. Finanziert wurde er übrigens sowohl von der Stadt Bonn als auch von den beteiligten Künstlern selbst. Mitinitiator und Herausgeber ist der Trägerverein für das Künstlerforum Bonn. Das Künstlerverzeichnis kann in den Bonner Museen, einigen kulturellen Institutionen, bei größeren Ausstellungen und natürlich in Buchhandlungen zum Preis von 10,- Euro direkt erworben oder unter der ISBN 3-923154-32-1 bestellt werden. Mehr Informationen sowie über 90 ausgewählte Künstlerportraits finden sich im Internet unter www.kuenstlerverzeichnis-bonn.de.

 

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