Namasté!

Biennale Bonn: Indien 13.-21. MärzEs war einmal vor langer Zeit, da schillerte das Theater Bonn in sattem Gelb. Regiert wurde das Haus von einem gewissen Herrn B., der vieles vorhatte damit. Groß sollte es sein. Erhaben sollte es sein. Weltstädtisch sollte es sein. Doch es kam alles anders als Herr B. dachte. Eines schönen Tages – Herr B. hatte unlängst die aktuelle Spielzeit von einem schier endlos in den Himmel ragenden Obelisken aus eröffnet – entschied der böse Bund, dass die Bonner Bühnen zwar ehrenwert und wahrhaftig seien, jedoch zu viel Geld bekämen. Der Monarch tobte. Er schäumte vor Wut, und noch bevor sein Vertrag wirklich auslief, verließ er sein Volk und zog samt eines von ihm gegründeten Festivals gen Süden. Und ward nie mehr gesehen.

Allein, die Idee eines Bonner Kulturmarathons blieb erhalten. Zwar nahm B. sein Konzept »Biennale Bonn: Neue Stücke aus Europa« mit sich, doch sein wackerer Nachfolger Klaus Weise ließ sich nicht lange lumpen. Europa? Pah! Warum Europa, wenn einem doch die ganze Welt offen steht und nur darauf wartet, nach Bonn eingeladen zu werden! Die Biennale also blieb der Bundesstadt erhalten, allein ihr Anspruch und Ansatz wandelte sich unmerklich. Fortan hieß sie »Biennale Bonn: [Gastland]« – und die Welt war zu Gast bei Freunden.

Nach der erfolgreichen Erstauflage 2004 geht man nun in die zweite Runde und richtet seinen Blick in die Ferne. Hieß es damals noch recht bescheiden »Biennale Bonn: New York«, widmet sich das Festival nun vom 13. bis zum 21. Mai gleich einem ganzen Subkontinent: Indien.

Nichts weniger als eine »konzentrierte spartenübergreifende Präsentation der zeitgenössischen Kultur Indiens« soll geboten werden – und es ist wahrlich viel, was man sich damit vorgenommen hat. 12 Theatergruppen, 5 Tanzproduktionen, 1 Oper, 4 Lesungen, 5 Konzerte und 3 DJ-Sets wurden ins südliche Rheinland eingeladen. Ergänzt wird das ohnehin schon beeindruckende Programm durch 2 Podiumsdiskussionen und ein zweitägiges Symposium in Kooperation mit der Universität Bonn. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich mit etlichen Dokumentar- und Spielfilmen eine abschließende Überdosis geben.

Die Kritische Ausgabe wird hier in den kommenden Tagen natürlich ausführlich über die Biennale berichten. Außerdem bietet das Internetportal theinder.net, »Deutschlands führendes Webangebot zum Thema Indien«, ein »Festival-Blog« an, in dem alle Veranstaltungen besprochen werden sollen: http://biennale.indian-network.de.

Termine und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich unter www.biennale-bonn.de.

Bonn sagt „namasté“: Herzlich willkommen, Indien!

 

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