Bulgarien und der Westen

Im Literaturhaus Bonn ist morgen der Autor Alek Popov zu Gast

Morgen ist der bulgarische Autor Alek Popov mit seinem auf Deutsch erschienen Roman Schneeweißchen und Partisanenrot aus dem Jahr 2014 zu Gast im Literaturhaus Bonn. In seinen Werken verfolgt der ehemalige bulgarische Kulturattaché der Botschaft in Großbritannien die Geschichte seines Heimatslands bis in die Gegenwart. Angesichts der aktuellen Diskussionen um Europa ist er ein Gesprächspartner genau zur richtigen Zeit.

Der Autor Alek Popov wurde 1966 in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens, geboren. Er schrieb zahlreiche Kurzgeschichten und 2006 erschien sein erster Roman Mission London, in dem es um den bulgarischen Botschafter Varadin Dimitrov in London geht. Popov selbst war einige Jahre selbst als Kulturattaché in Großbritannien tätig. In seinem Roman macht er mit viel Sprachwitz auf die kulturellen Unterschiede zwischen Bulgarien und der westlichen Welt aufmerksam, und versucht so das Image Bulgariens zu verbessern.

Popov ist in Deutschland kein Unbekannter. Seine Romane werden auch immer wieder in die deutsche Sprache übersetzt. Im 2008 erschienen Roman Die Hunde fliegen tief dreht sich alles um die beiden bulgarischen Brüder Ned und Ango, die mittlerweile ihr eigenes Leben in New York führen. Dort ist auch ihr Vater, als mathematischer Gastprofessor, unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen. In Amerika begegnen sich die beiden Brüder wieder und der Geist des Vaters scheint plötzlich wieder lebendig zu sein.

Vertrauen in Europa

Immer wieder geht es in Popovs Werken um die Geschichte und Kultur Bulgariens vom Zweiten Weltkrieg, über den Sozialismus bis heute So auch im zuletzt erschienen Roman Schneeweißchen und Partisanenrot aus dem Jahr 2014, der im historischen Bulgarien spielt und ausgehend vom Jahr 1943, als Bulgarien sich im Kampf gegen den Faschismus befand, die Geschichte zweier Gymnasiastinnen aus Sofia erzählt. Die beiden jungen Frauen schließen sich der Partisaneneinheit an, um das Land vom Faschismus zu befreien.

Bulgarien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union und möchte bis Ende des Jahres auch Mitglied des Schengen-Raumes werden. Es ist das ärmste EU-Land und würde gerne den Euro als Währung einführen, erfüllt allerdings nicht die nötigen Bedingungen. Laut Eurobarometer sagen 57 Prozent der Bulgaren, dass sie der EU vertrauen – nach Litauen der höchste Wert unter den noch 28 Mitgliedsstaaten. Angesichts der aktuellen Diskussionen rundum Europa wird es interessant sein mit Popov im Rahmen der Reihe »Literatour d’Europe. Neue Texte aus Europa« im Literaturhaus Bonn ins Gespräch zu kommen.

Die Kritische Ausgabe begleitet die Lesereihe »Literatour d’Europe. Neue Texte aus Europa« des Literaturhauses Bonn und der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn als Medienpartner und knüpft damit an ihr langjähriges Engagement bei der Lesereihe »Reading Europe. Neue Autoren aus Europa« an, die von 2006 bis 2013 in Bonn ebenfalls regelmäßig europäische Autoren präsentierte.

 

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