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Crauss.

Dreimal schreiben und gewinnen

PROSANOVA sucht junge Lyriker, sciencegarden animiert den akademischen Nachwuchs, und das Genderblog will ganz was Eigenes

Marcel Diel

Schreiben ist doch was Schönes! – Oder nicht? Höre ich da etwa jemanden fluchen, weil er oder sie gerade über der ersten von drei Hausarbeiten brütet, die alle noch in den laufenden Semesterferien geschrieben werden wollen? Nun gut, ich revidiere freiwillig: Schreiben ist vielleicht nicht für jede/n, nicht prinzipiell und nicht zu jeder Zeit etwas Schönes. Aber es soll ja Leute geben, die es dennoch gerne bis zwanghaft tun, ja, es sogar professionalisieren möchten und eine journalistische, wissenschaftliche oder auch eine literarische Karriere anstreben. Und für genau diese Leute sind die folgenden Hinweise auf drei höchst unterschiedliche, aber sehr interessante Wettbewerbe gedacht. Also: Aufgemerkt und mitgeschrieben!

 

PROSANOVA-Literaturwettbewerb

PROSANOVAVom 22. bis 25. Mai 2008 findet in Hildesheim wieder das PROSANOVA-Festival für junge deutschsprachige Gegenwartsliteratur statt, mit Sicherheit eine der spannenderen literarischen Veranstaltungen dieses Jahres.

Aus diesem Anlass lobt das Kuratorium, allen voran die Herausgeber/innen der Zeitschrift BELLA triste, einen Literaturwettbewerb aus, der sich – auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich für ein Festival dieses Titels – ausschließlich an junge Lyrikerinnen und Lyriker richtet. Zur Teilnahme aufgerufen sind Autorinnen und Autoren, die nicht älter als 35 Jahre sind und bislang höchstens einen eigenständigen Lyrikband publiziert haben.

Eingereicht werden können bis zu zwölf unveröffentlichte Texte, die eine Gesamtvorlesezeit von 15 Minuten nicht überschreiten sollten. Die Texte müssen anonymisiert und mit einem Kennwort versehen in zweifacher Ausfertigung vorliegen. Beizufügen ist außerdem ein verschlossenes Kuvert, auf dem das Kennwort steht und in dem sich die Anschrift und kurze Angaben zur Person und Bibliographie des Autors befinden.

Einsendungen sind ausschließlich per Post zu richten an:

PROSANOVA – Festival für junge Literatur
Stichwort: Wettbewerb
Moltkestraße 64
D–31135 Hildesheim

Einsendeschluss ist der 1. März 2008.

Eine unabhängige Jury – bestehend aus den Schriftstellern Michael Lentz (derzeit Professor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig), Joachim Sartorius (Intendant der Berliner Festspiele) und Anja Utler (unter anderem Leonce-und-Lena-Preisträgerin 2003) – wählt sechs Lyriker/innen aus, die zur Endrunde in Form einer öffentlichen Lesung im Rahmen des PROSANOVA-Festivals am 25. Mai 2008 eingeladen werden. Dabei werden die Texte live von der Jury diskutiert und anschließend prämiert.

Sowohl die Jury als auch das Publikum vergeben jeweils einen Preis in Höhe von 1.500 bzw. 500 Euro. Die Beiträge der sechs Finalist/innen werden außerdem in der Festival-Sonderausgabe der BELLA triste veröffentlicht.

Die Ausschreibung zum Literaturwettbewerb gibt es hier auch als PDF. Weitere Informationen zum Festival finden sich unter www.prosanova.net.

 

Zugegeben: Lyrik ist nicht jedermanns Sache. Aber neue Talente werden ja nicht nur im Literaturbetrieb, sondern zum Beispiel auch in der Wissenschaft gesucht – und an solche richtet sich die folgende Ausschreibung:

 

sciencegarden-Schreibwettbewerb

sciencegardensciencegarden ist ein Wissenschaftsmagazin, das seit 2001 online erscheint und es sich zur Aufgabe gemacht hat, die wissenschaftsjournalistische Kompetenz von Nachwuchsakademikern zu fördern. Nicht ganz unähnlich unserem schönen Projekt hier möchte es »wissenschaftliche Themen über akademische Fächergrenzen hinweg« vermitteln und »gesellschaftlich relevante Wissenschaft mit jungen Nachwuchsdenkern und anerkannten Experten« diskutieren. In erster Linie richtet es sich damit an ein allgemein wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch interessiertes Publikum (und ist bei Weitem nicht so staubtrocken, wie es hier klingt).

Nun ruft die Redaktion junge Nachwuchsforscher und -journalisten aller Sparten zu einem Schreibwettbewerb auf. Das Thema lautet: »Die Stadt in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft«.

Städte sind Mittelpunkte menschlichen Zusammenlebens: Von den Jahrtausende alten Hochkulturen, über die antike Polis bis hin zur Metropole des 21. Jahrhunderts. Die jeweiligen sozialen und politischen Verhältnisse, Kriege, aber auch technologische Entwicklungen, haben dabei tiefe Spuren im Gesicht der Städte hinterlassen, auf dem flachen Land wie in den Ballungsräumen. Heute stellt der gewachsene Bedarf an Mobilität und Energie genauso wie massive Umweltzerstörung und zunehmender Landschaftsverbrauch die Kommunen vor neue Herausforderungen. Ebenso der demographische Wandel, soziale und kulturelle Spannungen, teilweise sogar ethnische Spaltungen der Stadtbewohner in Parallelgesellschaften. Städteplanung und -entwicklung ist nicht bloß Sache der Architekten und Baufirmen, sondern immer schon eine höchst politische Angelegenheit. Daraus ergibt sich die Frage: Wie wollen – oder sollten – wir in Zukunft leben?

[Was das mit Literaturwissenschaft zu tun hat? Hier ein kleiner Tipp.]

Eingereicht werden können »spannende, gut recherchierte, sprachlich klare, eingängige und überraschende journalistische Texte« (Reportagen, Interviews, Berichte) aus allen Fachrichtungen. Es darf, so die Redaktion weiter, »über alles geschrieben werden, nur nicht über die eigene Forschung und nicht im Stil wissenschaftlicher Abhandlungen oder Laborberichte. Trockene Wissenschaftssprache, Schachtelsätze und Fußnoten sind Tabu!«

Die Beiträge sollten 10.000 Zeichen nicht überschreiten und müssen nach einer Vorlage gestaltet sein, die hier als RTF zum Download bereitsteht. Einsendungen sind ausschließlich per E-Mail erwünscht an: schreibtalent@sciencegarden.de.

Einsendeschluss ist der 30. April 2008.

Aus den eingereichten Texten wählt eine Jury, bestehend aus Redaktionsmitgliedern, die besten aus, die dann sowohl bei sciencegarden veröffentlicht als auch mit Buchpreisen prämiert werden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb inklusive ein paar gut gemeinter Ratschläge finden sich unter www.sciencegarden.de.

 

›Literatur und Wissenschaft schön und gut, aber eigentlich möchte ich doch viel lieber was aus meiner persönlichen Erfahrung schöpfen. Gibt's dafür vielleicht auch ein Angebot?‹ – Ja, das gibt es in der Tat, wenn auch zu einem bestimmten Thema:

 

Genderblog-Essaywettbewerb

GenderblogAnlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2008 ruft das Genderblog unseres verehrten Kollegen und K.A.-Mitgründers Rochus Wolff auf zu einem Kurzessay-Wettbewerb zu der Frage:

»Was bedeutet für mich Feminismus heute?«

(Und nein, diese Frage richtet sich ausdrücklich nicht nur an Frauen! Wäre ja auch langweilig.)

Die interessantesten, aufregendsten, eigensten Texte dazu, in denen Erfahrungen und Erinnerungen thematisiert werden und die die eigene, womöglich auch ambivalente Haltung des/der Schreibenden widerspiegeln, werden rund um den 8. März im Genderblog veröffentlicht. Zu gewinnen gibt es für die Autor/innen der besten drei Beiträge jeweils ein Exemplar des brandneuen Buches Wir Alphamädchen von Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl, besser bekannt als die Mädchenmannschaft.

Die Wettbewerbsbeiträge sollten zwischen 1000 und 4000 Zeichen lang sein und zusammen mit persönlichen Angaben in einem der gängigen Datenformate (Word, RTF, PDF oder Nur-Text) per E-Mail eingesendet werden an: frauentag@genderblog.de.

Einsendeschluss ist der 4. März 2008.

Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.genderblog.de.

 

Und, war was für euch dabei? Dann nichts wie ran an die Tasten!
Wir wünschen euch viel Erfolg!

P.S.: Achja, und den hier gibt es natürlich auch noch:

Wikipedia-Schreibwettbewerb 2008

 

(20. Februar 2008)

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1 Kommentar »

am 28. Februar 2008 um 11:55 Uhr

[...] Kritische Ausgabe » Dreimal schreiben und gewinnen / PROSANOVA sucht junge Lyriker, sciencegarden animiert den akademischen Nachwuchs, und das Genderblog will ganz was Eigenes [...]

 
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