In der Welt der Wunder und Vokabeln Abel Nemas
Terézia Mora inszeniert in Alle Tage eine polyphone Erzählung um Fremdheit, Migration, Adoleszenz, Identität und Urbanität
Der Übersetzer Abel Nema wurde zum Opfer eines Gewaltverbrechens. In der willkürlichsten Straßenflucht einer beliebigen Großstadt finden Arbeiterinnen am frühen Morgen seinen vielfach misshandelten Körper. Eine Tat, die trotz oder gerade aufgrund ihrer Brutalität in den gegenwärtigen Diskursen einer sich vermeintlich in sozialen Konflikten zuspitzenden Urbanität kaum mehr zu einer nachhaltigen Aufmerksamkeit gereichen würde, schon eher zur Bestätigung medialer Sensations- und Hysteriemechanismen.
