Just left the building: Ephraim Kishon
Marcel Diel, 30. Januar 2005, 18:31 Uhr
Der bei Lesern auf der ganzen Welt beliebte israelische Bestseller-Autor Ephraim Kishon ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Er galt als erfolgreichster Satiriker der Gegenwart. [...]
Kishon erlag am Samstag in seiner Schweizer Wahlheimat Appenzell einem Herzanfall, wie die dortige Polizei bestätigte. Kishon schrieb mehr als 50 Bücher, die in 37 Sprachen übersetzt wurden und weltweit eine Auflage von 43 Millionen erreichten, davon allein 32 Millionen in deutscher Sprache. Sein Tod löste in Israel und Deutschland Betroffenheit aus.
[...] Israels Ministerpräsident Ariel Scharon nannte Kishon «einen der Giganten unserer Generation». Der 80-Jährige habe der israelischen Gesellschaft mit Charme und Scharfsinnigkeit einen Spiegel vorgehalten. Staatspräsident Mosche Katzav sagte, Kishon habe die israelische Kultur entscheidend mitgeprägt.
Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) würdigte den Humoristen und Philosophen Kishon: «Er war ein Entwicklungshelfer im besten Sinne, der vielen Deutschen half, ihre antisemitischen Verblendungen zu überwinden. Die Deutschen lernten durch ihn, wieder gemeinsam mit den Juden zu lachen», so Weiss. «Er wird uns fehlen.»
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sagte der im Internet publizierten «Netzeitung», Kishon habe mit seinen Büchern Außerordentliches für das Verständnis der israelischen Kultur und Politik geleistet. «Er war ein Repräsentant des jüdischen Humors.»
(Quelle: tagesspiegel.de)
Ein kurzes Portrait sowie weitere Reaktionen auf den Tod dieses "Genies des Humors" finden sich z.B. auf Spiegel-Online. Mehr zu Leben und Werk Kishons bieten vor allem die beiden ausgezeichneten Internetseiten www.ephraimkishon.de und www.kishon.info.
(30. Januar 2005)




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