Germanistikstudierende wagen die Praxis
Die K.A. plus präsentiert Rezensionen aus einem Seminar des Instituts für Germanistik
Redaktion, 8. Dezember 2009, 9:00 Uhr
Es ist die alte Frage, die allen Geisteswissenschaftlern immer wieder gestellt wird: »Und was macht man hinterher damit?«. Zu wenig Praxisbezug, lautet ein gängiger Vorwurf auch in Richtung Germanistik. Doch die Beschäftigungsmöglichkeiten, die einem Geisteswissenschaftler nach dem Studium offen stehen, sind vielfältig, wie zum Beispiel die Vortragsreihe »Zu Ihnen spricht die Praxis«, die im vergangenen Semester an der Bonner Universität angeboten wurde, gezeigt hat.
Heute sind Veranstaltungen mit Praxisbezug zu einem wichtigen Teil der Ausbildung geworden. Schon im Studium werden hier Studierenden Ideen an die Hand zu geben, was Teil ihres Berufslebens sein kann. In ihrem Seminar »Learning by writing. Literaturkritik, praktisch« bot Frau Dr. Ursula Geitner am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur und Kulturwissenschaften die Möglichkeit, sich konkret an literaturkritischen Texten zu versuchen. Die Ergebnisse wurden gemeinsam diskutiert und nach den Vorschlägen der anderen Kursteilnehmer überarbeitet. Neben einer Einführung in die Verfahren der Literaturkritik, galt es in dem Seminar, mit Kurzformen wie Rezensionen oder Kurzporträts Wissen zu vertiefen und zu erweitern.
Vier der so entstandenen Texte veröffentlicht die Kritische Ausgabe in den kommenden Wochen. Sie zeigen bereits, in welcher Breite sich Germanisten an verschiedene Themen der Zeit heranwagen und sind so auch ein Beweis gegen das gängige Urteil mangelnden Praxisbezugs im Studium.
(8. Dezember 2009)




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