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Crauss.

Aus dem Roman »Fernlicht«

Marko Milovanovic

„Hat dieses Arschloch denn keine Augen im Kopf?! Wie kann man nur so fahren, verdammte Scheiße!“

„Fluch doch nicht so vor dem Kind!“

Ich bin zwei Jahre alt und stecke fest angeschnallt in einem orangefarbenen Kindersitz auf der Rückbank des dunkelblauen S 280 meines Vaters, meine Mutter sitzt neben ihm auf der Beifahrerseite. Ich bin zwei Jahre alt, aber ich weiß genau, was er gesagt hat und warum meine Mutter will, dass er den Mund hält. Ich bin zwei Jahre alt, aber ich weiß genau, dass ich nicht vergessen werde, was er gesagt hat, dass ich es immer im Hinterkopf behalten werde. Weil ich mir alles merken werde, was jemals gesagt worden ist.

 

Den ganzen Beitrag finden Sie in: Kritische Ausgabe Nr. 18 (2010), »Familie«

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(15. Februar 2010)

Marko Milovanovic, geboren 1982 im Münsterland, wohnte, studierte und schrieb in Köln sowie in Genf. Er lebt seit 2006 in Berlin und verfasst bislang unveröffentlichte Erzäh­lun­­gen und Kurz­geschichten sowie Songtexte für die Band The Charcoal Sunset, deren Gitarrist er ist. Fernlicht ist sein erster Roman.

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