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Crauss.

Just left the building: Carola Stern

Marcel Diel, 20. Januar 2006, 13:37 Uhr

Die Publizistin und Journalistin Carola Stern ist gestern im Alter von 80 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Berlin gestorben.

Stern war Mitbegründerin der Deutschen Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und ehemalige Vizepräsidentin des PEN.

Die FAZ berichtet:

Ins Leben der als Erika Assmus 1925 in Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom geborenen Carola Stern kerben die geschichtlichen Umbrüche, „Drittes Reich” und Teilung Deutschlands, tief ihre Spuren ein. Der Führerglaube der Jungmädel-Gruppenleiterin mauserte sich in Berlin zum Parteigehorsam in der SED-Parteikaderschule, aber als Informantin des amerikanischen Geheimdienstes mußte sie Hals über Kopf die DDR verlassen. Sie studierte Soziologie und Politische Wissenschaften an der FU Berlin, gab eine wissenschaftliche Laufbahn preis und ging 1960 als Verlagslektorin nach Köln, wechselte dann zum WDR. Hier arbeitete die Redakteurin und die Kommentatorin des Rundfunks und – als erste Frau – des Fernsehens zwischen 1970 und 1985. Als Journalistin begann sie, wie sie gern erzählte, mehr aus Verlegenheit und Zufall unter dem Pseudonym Carola Stern zu schreiben.

Es gibt wohl keine deutsche Publizistin von vergleichbarer Breitenwirkung im Spannungsfeld von Literatur und Politik.

Mehr dazu unter anderem hier.

(20. Januar 2006)

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1 Kommentar »

Kommentar von Rochus Wolff Subscribed to comments via email
am 21. Januar 2006 um 17:37 Uhr

Sehr lesenswert ist auch Tilman Krauses Würdigung in der Welt.

 
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