Lieder
Mittwoch, Januar 30th, 2002dein bruder // wieder dieser dienstag, an dem ich deinen bruder treffe, und er sagt, du seiest enttäuscht. da stehen wir, dein bruder und ich, vier gezuckte schultern und beinahe schon so viele jahre ist es her …
dein bruder // wieder dieser dienstag, an dem ich deinen bruder treffe, und er sagt, du seiest enttäuscht. da stehen wir, dein bruder und ich, vier gezuckte schultern und beinahe schon so viele jahre ist es her …
südköln / dem jugendstilhaus / ecke palanter straße / weyertal / blättert der putz / grau-weiß / davor beblühte äste / weinrot + grün / leicht beweht / der rock der bedienung …
Unter / -wegs unter teeblättrigem Licht / staubte das Vieh um die Markt- die / schützenden Stoffdächer von Darau …
Dabei vergeht eine ganze Zeit: Gesehenes zu erinnern und Gehörtes, Worte zu finden für den schwer erlernten Gebrauch von Sätzen, von Beziehungen unter Wörtern und Sätzen. Dabei vergeht eine ganze Weile, die ganze Dauer von Augenblicken …
Arthur Breinlinger ist Maler, Dichter und Lehrer. 1943 wurde er in Minden geboren. Der Vater war Offizier. Breinlinger wuchs in Ulm auf. Lebenslang Fan des SSV Ulm, reist er zu den meisten Spielen und, als Ästhet des Kampfsports und der Massenkommmunikation, in die Stadien zu vielen herausragenden Bundesligaspielen …
Es nimmt kaum Wunder, dass Autoren vergessen werden. Es wird heute mehr publiziert und wohl auch an Büchern mehr wieder eingestampft als je zuvor. Eine Menge von Autoren wurde über die Jahrhunderte vergessen, eine Menge erst gar nicht berühmt. Und eine Art natürliche Auslese setzt mit der Zeit ihren Hobel an und lässt die Namen von einst erfolgreichen Schriftstellern verschwinden …
In tschechischen Verlagen erscheinen jährlich etwas über 1000 Titel, die aus dem Deutschen übersetzt worden sind. Den größten Teil davon stellen Frauen-, Koch-, Jugend- und Kinderbücher, Science-fiction- und Abenteuerbücher dar. Nur etwa 5% gehören der ›schönen Literatur‹ an. Wie sind diese Zahlen genauer zu verstehen?
Mutmaßliche Geschichte einer in ihrer Einfachheit doch erstaunlichen Idee: Ein Computer, ein Tintenstrahldrucker, ein paar alte Briefumschläge (braun bis graubraun), wahlweise Packpapier, eine Schere, ein Hefter, etwas Geduld und vielleicht ein Glas Bier – was das geben soll? Einen Gedichtband, natürlich! Dumme Frage! »Darauf hätte ja jeder kommen können«, sagen Sie? Hätte, eben! Aber die beiden sind es. Und sie haben Erfolg damit …
K.A.: Frau Löffler, am 07.09.2000 berichtete die Süddeutsche Zeitung anlässlich der ersten Ankündigung Ihrer Zeitschrift, Sie würden sich »wie das kleine Mädchen mit dem Schürzchen fühlen und die Sterne fielen herab«. Stehen Sie, ein Jahr weiter, noch hinter diesem Sterntaler-Bild?
Sie kam, um uns das Dunkel von den Augen zu nehmen, und wir wussten: »LITERATUREN weitet den Blick auf Bücher – über die herkömmliche Kritik hinaus.« Wir, die wir Jahr um Jahr, von einem Schleier umwoben, die Wahrheit in der literarischen Welt nur schemenhaft erahnen konnten, sind endlich sehend …
Dass der Titel dieser Gedichtsammlung – StadtLandFluss – einem Populärroman der späten 90er Jahre gleicht, mag Zufall sein. Bestimmt kein Zufall ist die Aufmachung als Schachtel. In einem A5 grossen Karton werden die Gedichte der Autoren auf losen, unterschiedlich farbigen Bögen präsentiert …
In 39 Sekunden ist alles vorbei. 39 Sekunden, in denen ein ganzes Leben noch einmal überblickt wird – dann ist Schluss …
Er habe einige Bedenken gehabt, etwas so provozierendes zu behaupten wie Hitler verstehen zu wollen. Nun, das glaubt man ihm gerne – aber Ärger scheint sein zweiter Vorname zu sein. Erst im vergangenen Jahr stach Harry Mulisch mit seiner Novelle Das Theater, der Brief und die Wahrheit gekonnt in eine seit Jahren schwärende Wunde der niederländischen Intellektuellen: die Affäre Croiset …
Seit Sommer 1996 gibts in Würzburg ~Fisch, bisher mit sieben Nummern und in mindestens fünf Formaten, wobei eines virtuell, ein weiteres oral einzunehmen ist, per Internet und Poetry Slam Veranstaltung …
»Doch wo soll man den Zipfel zu fassen kriegen, wo sich das alles löst, wo?« – Ja, wenn man das nur wüsste! Hätte Ricarda Bethke diesen Satz an den Anfang ihres autobiographischen Romans Die anders rote Fahne gestellt – lustig wär’s gewesen, hätte sich doch des Lesers Ratlosigkeit stets an diese paar Wörtchen klammern können …
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