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Crauss.

Archive for Juli, 2006

Zurück aus dem Sommerloch!

Sonntag, Juli 30th, 2006

Nach einer dreiwöchigen Verschnaufpause meldet sich der Terminkalender heute zurück, mit einem bis Anfang Oktober etwas veränderten Turnus: Alle 14 Tage lesen Sie nun, was Bonn und die Region in dieser Zeit an kulturellen Angeboten bereit halten. – Die Auswahl für die erste Augusthälfte traf die Kollegin Katrin Uelpenich

Sagbares und Unsagbares

Freitag, Juli 28th, 2006

Vergangenen Freitag, am Tag des wöchentlichen Ausreißversuchs, bekam ich zwei Mails aus Leipzig. Um 13.37 Uhr bedankte sich der Mathematiker Ralf für ein Buch, das ich ihm geschickt hatte; um exakt 14.00 Uhr kam der Dank des Germanisten Frank. Seltsam daran ist, dass ich den beiden am selben Tag (2. Juni) je ein Exemplar meines Buches „Außer sich“ in dieselbe Stadt, Leipzig, geschickt und seither nichts von ihnen gehört hatte. Und dann antworten sie sieben Wochen nach der Sendung am selben Tag im Abstand von 23 Minuten! Vielleicht habe ich durch meine Sendungen ein System erzeugt, das Ralf und Frank ohne ihr Wissen aneinanderband …

Von der Kunst zu leben

Dienstag, Juli 25th, 2006

Kunstwerke – man kann sie in Museen bewundern, darf sie meist nicht anfassen und ihnen aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall zu nahe kommen. Sie sind starr und verändern sich nicht. Für die Journalistin und Schriftstellerin Asta Scheib gibt es hingegen noch ganz andere Kunstwerke. Diese sind beweglich, wandelbar und lassen einen Blick in ihr Inneres zu. Es sind menschliche Kunstwerke, die sie in ihrem neuen Buch »Jeder Mensch ist ein Kunstwerk« portraitiert …

»Der Stand der Dinge ist, dass ich bis zuletzt hier singe«

Samstag, Juli 22nd, 2006

Nicht erst in den vergangenen Jahren mit Bands wie Wir sind Helden, auch Mitte der 90er gab es eine Welle deutschsprachiger Musik. Angespornt durch den Erfolg von Tocotronic, Die Sterne und Blumfeld wurden auch die Münsteraner Samba ins Rennen geschickt, um für Sony das große Geld einzufahren. Mit ihren nicht immer eindeutig sinnhaltigen Songs tat sich die Band um Sänger und Texter Knut Stenert in der deutschen Poplandschaft, in der es vielen anderen nur darum zu gehen schien, anspruchsvoll zu klingen oder möglichst albern um Schlagerfloskeln, die im Englischsprachigen gang und gäbe sind, herumzusingen, angenehm hervor …

Die Vergessenen

Freitag, Juli 21st, 2006

Jan Ullrich sei schon fast vergessen, musste ich vergangenen Dienstag am Ende eines Radsport-Berichts der FAZ lesen. Das erzeugte in mir ein innerliches Aufbäumen, da ich Ulle-Fan bin, doch ich hätte geschwiegen, wäre mir nicht ein anderer Satz aus der Presse eingefallen, der sich mir wunderlicherweise eingeprägt hatte. Vor einem Jahr, als der neue Papst frisch im Amt war, schrieb da – wiederum am Ende eines Artikels – ein Journalist leichtfertig, Johannes Paul II. scheine schon fast vergessen. Wie kommt man zu einer solchen Einschätzung?

Theater-Kritiken und Essays schreiben

Dienstag, Juli 18th, 2006

Die folgenden Ausschreibungen dürften insbesondere für Studierende der Geistes- und Kulturwissenschaften von größerem Interesse sein: ein Theaterkritik-Seminar des Deutschen Literaturfonds und eine Essay-Preisaufgabe des Bernstein-Verlags Bonn …

Ein gelungener Abschluss

Dienstag, Juli 18th, 2006

Schon vor vielen Jahren erschienen die Bücher »Solal« (1930), »Eisenbeißer« (1938) und »Die Schöne des Herrn« (1968) des französischsprachigen Schriftstellers Albert Cohen (1895-1981) in deutscher Übersetzung. In ihnen wird von einer abenteuerlichen Reise fünf skurriler Cousins nach Genf erzählt. Sie besuchen ihren dort lebenden Neffen, der sich unglücklich verliebt hat. Eine Trilogie also, könnte man denken – doch handelt es sich in Wirklichkeit um eine Tetralogie. »Die Tapferen«, der vierte Teil, ist erst in diesem Jahr in deutscher Übersetzung im Bonner Weidle-Verlag erschienen …

Nach den Spielen

Freitag, Juli 14th, 2006

Nach dem grande spettacolo ist es an der Zeit, wieder ins Privatleben zurückzukehren. Der große Jubel in Rom über die Weltmeisterschaft nach vierundzwanzig Jahren war schon, und als ich nun einen Tag lang durch die sonnendurchglühte Hauptstadt des Sieger-Landes wanderte, sah ich die schönen Häuser, von der Anstrengung verzerrte Touristengesichter, viele gut geformte, schlanke, gebräunte Mädchenbeine, wartende Chauffeure neben eleganten Staatslimousinen – aber niemand fiel mir um den Hals und rief: Abbiamo vinto! Niemand sank zu Boden und sprach kniend ein pater noster. Ein paar italienische Flaggen, träge sich blähend im Sommerwind, Fotos von Fußballern auf Zeitungsseiten – mehr nicht. So ein Sieg greift wenig in den Alltag der Menschen ein: so wenig wie es ein Schlachtensieg vor hundert oder dreihundert Jahren tat …

Jürgen Fohrmann zum Dekan gewählt

Donnerstag, Juli 13th, 2006

Jürgen Fohrmann, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, ist zum neuen Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn gewählt worden …

Das neue Babylon, oder: Thank dir beaucoup, Genf/Geneva/Genève!

Mittwoch, Juli 12th, 2006

Eine etwas kryptisch anmutende Überschrift ist das vielleicht, aber darin ist bereits enthalten, was ich in meinem letzten Bericht aus Genf noch sagen wollte. Als ich vor etwa einem Jahr Bescheid bekommen habe, dass mich mein Erasmus-Jahr in diese kleine Großstadt an der südwestlichen Spitze der Schweiz verschlagen würde, hatte ich keine Ahnung davon, was mich erwarten würde. Ich blätterte Touristeninformationen durch und stieß immer wieder auf die Aussage, wie international doch diese Stadt sei. Naja, dachte ich. Gut, da sind die UNO und viele internationale Organisationen – aber was kann man schon von einer Stadt erwarten, die knapp so groß ist wie Bonn? …

Just left the building: Fred Wander

Mittwoch, Juli 12th, 2006

Der österreichische Schriftsteller Fred Wander ist gestern im Alter von 89 Jahren in Wien gestorben …

Heines Gespenster

Montag, Juli 10th, 2006

Am kommenden Donnerstag, den 13. Juli 2006 lädt das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Uni Bonn ein zu einem Heinrich-Heine-Kolloquium. Anschließend findet in der Institutsbibliothek die Eröffnung einer von Studierenden konzipierten Ausstellung statt …

»Die Heteronormativität aufbrechen. Anderes denkbar machen.«

Montag, Juli 10th, 2006

Ziel der Queer Theory in den 90er Jahren war die Dekonstruktion der Binarität von Sexualität und die Verwischung von normativen Identitätskonzepten. Heute ist sie dabei, sich an den Universitäten zu etablieren.

K.A.-Redakteur Ansgar Skoda sprach mit Professor Dr. Andreas Kraß (Uni Frankfurt) über Grundlagen und Inhalte der Queer Studies, die Bedeutung von Queer-Perspektiven für die Literatur- und Medienwissenschaften, das Modethema »Metrosexualität« und das Problem, die »Zwangsheterosexualität« aufzubrechen …

Der tägliche Canetti

Montag, Juli 10th, 2006

Aus, aus, aus – die WM ist aus! König Fußball ist abgetreten. Es wird keine Verlängerung geben und auch kein Elfmeterschießen. Der Schlusspfiff ist verklungen. – Ein letztes Zitat und ein Abgesang …

Der bedeutungsvolle Andere

Freitag, Juli 7th, 2006

Die Tour de France ist unterwegs. Was mir plötzlich völlig wurscht ist. Ich kann es noch gar nicht fassen: Ulle ist nicht dabei. Er war so gut in Form, es war seine letzte Chance, und sollte er auch ein Schurke sein – ich mag ihn. Wer immer diesen Witz de France gewinnt, wird mit dem Makel leben müssen, es ohne die Besten geschafft zu haben – ohne Ullrich, Basso, Mancebo und Winokurow. Sie sind erstmal nur verdächtig, aber dass sie die Besten sind, steht außer Frage …

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Das neue Denken
Manfred Poser wütet und trauert über Hoffnungen, die es nicht mehr gibt
Schwarz und Weiß
Manfred Poser sitzt wie viele täglich vor schwarzen Buchstaben auf weißem Papier. Aber da ist mehr ...
Ordnung und Sprache
Manfred Poser wird wieder einmal vom Sortierengel heimgesucht, der Theorie einfordert – und Ordnung
Der Schein trügt
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Lookism oder die hässliche Seite der Schönheit
Einige Gedanken zur Rolle der Schönheit in Gesellschaft, Globalisierung und Arbeitswelt
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