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Crauss.

Archive for Mai, 2007

Den ganzen Tag Literatur

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Das Arbeitsgebiet von Christoph Wenzel ist uns bei der Kritischen Ausgabe sehr vertraut: Denn unser heutiger »Germanist, der es geschafft hat« ist Mitherausgeber der Literaturzeitschrift [SIC] und also in der gleichen Branche tätig, in der sich auch die K.A. umtut: Dem höchst unrentablen, aber nichtsdestoweniger hin und wieder reiche Früchte tragenden Markt für Druckwerke rund um das gedruckte Wort.

Moderne in Tibet

Dienstag, Mai 29th, 2007

Elf Jahre lang hat Christoph Ransmayr geschwiegen. Er lebte in Irland, reiste viel, veröffentlichte aber nur selten einige kleinere Arbeiten, keine Romane. Ransmayr schreibt langsam, wohlüberlegt. Da mag es nicht Wunder nehmen, mit welcher Spannung sein neuer Roman »Der fliegende Berg« erwartet wurde. Doch wird, was lange währt, am Ende auch wirklich endlich gut?

Entdecken, fördern, widerhallen!

Samstag, Mai 26th, 2007

»Beim Treffen junger Magazine wird es um wechselseitige Befeuerung und Austausch gehen – aber auch darum, neben den Eigenheiten der einzelnen Zeitschriften und ihrer Ansätze das Gemeinsame der Sache zu benennen. Im Rahmen von Gesprächen, Präsentationen, Lesungen und Diskussionen. Denn in all ihrer Vielfalt können die Zeitschriften nur wirken und glänzen, wenn sie miteinander und durcheinander fordern, fördern, entdecken und widerhallen.«

Politik auf Reisen

Freitag, Mai 25th, 2007

Auch der Auslandskorrespondent muss manchmal sein Büro verlassen, um eine Pressekonferenz zu besuchen, einen Aperitiv zu trinken oder einzukaufen. Dabei trifft er auf Vertreter der einheimischen Bevölkerung, zu deren informellem Sprachrohr schließlich der Taxifahrer wurde, gefolgt vom Zeitungsverkäufer und der Gemüsefrau.

Just left the building: Hans Wollschläger

Montag, Mai 21st, 2007

Der Schriftsteller und Übersetzer Hans Wollschläger ist am vergangenen Samstag im Alter von 72 Jahren in Bamberg gestorben …

Veritalienischen und verenglischen

Freitag, Mai 18th, 2007

Es könnte ja sein, dass eine Leserin oder ein Leser dieser Zeilen irgendwann einmal Geld mit Übersetzen verdient. Ich bin ganz zufällig dazu gekommen. Wie war das? Ich war ganz frisch in Rom, im Heiligen Jahr 2000, und Martin (Baltes) von Orange-Press aus Freiburg hatte einen Roman nach einem Drehbuch (o Graus) vorliegen zum Film »Gladiator« von Ridley Scott. Martin wusste, dass ich einmal ein paar Semester Englisch studiert hatte, und obwohl ich noch nie ein ganzes Buch übersetzt hatte, vertraute er mir.

»This Bird Has Flown«

Dienstag, Mai 15th, 2007

Zu sagen, die vor zehn Jahren gegründete Band Fink sei immer nur eine Durchgangsstation gewesen, wäre falsch. Schaut man sich die Listen der mitwirkenden Musiker auf den sechs zwischen 1997 und 2005 erschienen Alben genauer an, so herrschte trotz einiger Wechsel bis zu ihrer Auflösung im letzten Jahr Kontinuität.

Zahlen

Freitag, Mai 11th, 2007

»Aber wie erstaunt, wie erfreut ist Eduard, als er das wunderbarste Zusammentreffen bemerkt. Der Tag, das Jahr jener Baumpflanzung ist zugleich der Tag, das Jahr von Ottiliens Geburt.« Eduard, verehelicht mit Charlotte, liebt Ottilie. (Sie stirbt dann an Eduards Geburtstag.) Wir sind nun bei den Zahlen. Goethe hat seine »Wahlverwandtschaften« streng komponiert.

Aufbruch in den Toten Winkel

Dienstag, Mai 8th, 2007

160 Seiten, groß bedruckt. Bei einem konstanten Lesetempo von etwa zwei Seiten pro Minute hat man »Kali. Eine Vorwintergeschichte« in gut zweieinhalb Stunden durch. Was bietet der neue Handke in diesem knapp bemessenen Zeitraum dem Leser?

Ein Verleger der Kategorie eins

Samstag, Mai 5th, 2007

»Man verlegt entweder Bücher, von denen man meint, die Leute sollen sie lesen, oder Bücher, von denen man meint, sie Leute wollen sie lesen. Verleger der zweiten Kategorie, das heißt, Verleger, die dem Publikumsgeschmack dienerisch nachlaufen, zählen für uns nicht – nicht wahr?« (Kurt Wolff) — Das August-Macke-Haus widmet dem Verleger nun eine Ausstellung.

Zeichen

Freitag, Mai 4th, 2007

Walter Benjamin gelesen. Großartig ist sein Aufsatz »Über die Sprache überhaupt und über die Sprache des Menschen«. Wir teilen uns in der Sprache mit, sagt er, und nicht bloß durch sie. In der Sprache sind unsere Gedanken und die Repräsentationen der Objekte. Sie selber, sind sie stumm? Vielleicht nicht. »Wem teilt die Lampe sich mit? Das Gebirge? Der Fuchs?« fragt Walter Benjamin. Antwort: »Dem Menschen.«

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Aktuell

In der K.A. plus

Ein Sommer mit Kikujiro
Japan-Liebhaber Manfred Poser hat ein Buch von und über Takeshi Kitano entdeckt
»Heute ist sein Werk Gegenstand globaler Diskussion«
Oder: Strategie der Exkulpierung und Apologie in biografischem Gewand – Zu Reinhard Mehrings Carl-Schmitt-Biographie
Objektwelt und Traumwelt
Manfred Poser versucht, zwischen unserer gegenständlichen Welt und der fünften Dimension zu vermitteln. Ob das gutgeht?
David, Jan und Elvis
Manfred Poser war lange auf Radtour – und hat als radelnder Mönch viel Bedenkenswertes erlebt
Das neue Denken
Manfred Poser wütet und trauert über Hoffnungen, die es nicht mehr gibt
Aus der Redaktion

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