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Crauss.

Archive for Juli, 2007

Familia rollada

Dienstag, Juli 31st, 2007

Was war das vor einigen Jahren für ein Spaß, als »Volkswagen« ein neues Superluxusautomobil namens »Phaeton« der Öffentlichkeit vorstellte und jemand, der seine klassische Bildung nicht hinters Licht stellen wollte, verkündete, jener Namensträger sei der Sohn des Helios gewesen, der den Sonnenwagen seines Vaters entwendete und während einer sternenfunkelnden Spritztour von der Himmelsbahn abkam. Trotzdem haben die Zöglinge der Vernunft gelernt, das Licht zu begehren.

Just left the building: George Tabori

Dienstag, Juli 24th, 2007

Der Theatermacher und Autor George Tabori ist gestern im Alter von 93 Jahren in Berlin gestorben …

Im Loop gefangen

Freitag, Juli 20th, 2007

Klaus Küster hatte zu einer Vernissage in seine Galerie »DreiArt« in Radolfzell am See geladen: Holzskulpturen. Mehr als diese interessierte mich dabei Andi Müller, der seine Gitarrensaiten mit dem Hammer liebkoste und später ein Gerät einsetzte, das aus seine eigenen Tönen »Loops« aufbaute, die weiterlaufen, wozu er improvisiert. Das klingt, um einen Eindruck zu vermitteln, wie eine Mischung aus Ry Cooder, Neil Young und Sonic Youth.

Regeln der Kunst

Dienstag, Juli 17th, 2007

Die Regeln der Kunst, Pflicht und Neigung in Studium und Beruf zu vereinen, beherrscht Christian Eichner eindrucksvoll: Neben Germanistik hat er auch die Juristerei durchaus studiert, und keineswegs nur mit heißem Bemühen. Während der promovierte Jurist und Master of Laws Eichner bei einer international operierenden Rechtsanwaltssozietät in Düsseldorf im Bereich »Mergers & Acquisitions« börsennotierte Wirtschaftsunternehmen berät, wendet der Magister Artium Eichner etwa Pierre Bourdieus Funktionsweisen des Literarischen Feldes auf die Literatur der Frühromantik an.

Die Luftschiffer

Freitag, Juli 13th, 2007

Zwei Tage habe ich der Luftfahrt gewidmet. Vor einer Woche war ich im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen, am Tag darauf bei einem Ballonfahrer-Treffen in Appenzell. Der erste bemannte Ballon flog am 1. Dezember 1783 bei Paris. »Flog« ist natürlich falsch: Ballone fahren nämlich, genauso wie die Zeppeline (ab 1900), deren logische Weiterentwicklung.

»Das Problem ist der Konsens«

Dienstag, Juli 10th, 2007

Drollig, wie sich Thomas Meinecke und Thomas Palzer über die Platten von Amanda Lear unterhalten, einer Disco-Ikone aus den achtziger Jahren. Der Text »Was war eigentlich an Amanda Lear gut? Historische Gender Debatte, 8.2.1995« ist eine originalgetreue Wiedergabe des Gesprächs zwischen den beiden Schriftstellern, die bis hin zu Versprechern und Nebensächlichkeiten wie »kannst schon mal den Kaffee einfüllen« beibehalten wird. Die »Methode Pop« ist hier: aufschreiben, mitschreiben, was passiert, einen Ausschnitt aus der wahren Welt geben, ungeschliffen, echt.

Cow & Dragon Remix

Freitag, Juli 6th, 2007

Sorry wegen des englischen Titels. In einem Vorgarten in der Gemeinde Sax südlich des Alpsteins stand sie, die Tonnenkuh: das Schweizer Totemtier im Stile Picassos. Jemand hat beobachtet, dass die Tonne dem Körper der Kuh ähnelt und sie mit einer zweiten Tonne komplettiert. Witzig. Ein Objekt wird reduziert auf das Essentielle. Das erinnert an afrikanische Kunst, an deren Fetische und Kultobjekte.

Nein, aber?

Dienstag, Juli 3rd, 2007

Kann man von einem Roman Originalität erwarten? Ist Originalität überhaupt wünschenswert? Erstens: nicht unbedingt, nicht von jedem zumindest. Zweitens: aber ja doch, unbedingt – oder zumindest ein bisschen davon. Kann oder darf man von Manuel Hartungs »Uni-Roman« Originalität erwarten? Diese Frage könnte schnell beantwortet und diese Rezension mit nur noch einem weiteren Wort beendet sein. Doch gönnen wir dem »Nein« ein »Aber«.

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Manfred Poser wütet und trauert über Hoffnungen, die es nicht mehr gibt
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Manfred Poser sitzt wie viele täglich vor schwarzen Buchstaben auf weißem Papier. Aber da ist mehr ...
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Manfred Poser wird wieder einmal vom Sortierengel heimgesucht, der Theorie einfordert – und Ordnung
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