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Crauss.

Archive for September, 2007

»Gesuchte Nähe zum Fernen«

Sonntag, September 30th, 2007

Andreas Wilink hat in seinem Berufsleben schon eine ganze Reihe der Arbeitsfelder beackert, die für einen Germanisten gangbare Wege darzustellen scheinen. Lange nicht gewusst zu haben, was er werden wollte, räumt er in seinen Antworten zu unserem Germanisten-Fragebogen ein. So war er unter anderem als Sprachlehrer tätig, hatte als Tutor den akademischen Betrieb beschnuppert und nebenher auch an der Kunstakademie Vorlesungen gehört. Dabei hat er sich allerlei Kompetenzen erworben und ist schließlich – vier Jahre nach Ende seines Studiums – geworden, was er heute ist: Feuilleton-Journalist.

Mit Novalis durchs Jahr

Freitag, September 28th, 2007

Seit zehn Jahren steht das Novalis-Projekt von Frank Fischer aus Leipzig im Netz, und wenn man das am Lebensalter des Internet misst und dann noch an der Lebensdauer des Heroen Friedrich von Hardenberg alias Novalis, der nur 29 Jahre alt wurde, ist das schon beachtlich. Glückwunsch, Frank! Novalis hat vielen großen Literaten Wahlsprüche geliefert, er ist einer der beliebtesten Mottolieferanten. Er hatte die Gabe, Gedanken sinnreich zu verdichten (Dichtung!) und ihnen noch einen paradoxen Dreh zu geben, was zu mysteriösem und magischem Beiklang führt …

Heimat als Utopie

Dienstag, September 25th, 2007

Innig schlingt er die Arme um die beiden Söhne, selig kniet sie neben ihm. Die Familienidylle könnte süßer nicht sein. Und doch trügt der schöne Schein. Wenig später wird sie diese ihre Kinder morden. Ihn lässt sie am Leben – denn welch ein Tod könnte schmerzhafter sein als lebenslanges Leid?

Verlorene und gewonnene Heimat

Freitag, September 21st, 2007

Wenn man versucht, die Entwicklung einer Band nachzuvollziehen, stellt man mitunter fest, dass sich Veränderungen des musikalischen Stils oft schleichend vollziehen und Brüche daher kaum wahrnehmbar sind. Erst der direkte Vergleich eines frühen mit einem späten Werk verdeutlicht, wie lang der Weg gewesen sein muss, der dazwischen liegt. – Einen langen Weg scheinen so gesehen auch die Bretonen Matmatah gegangen zu sein …

Germanisten tagen in Marburg

Donnerstag, September 20th, 2007

Vom 23. bis 26. September findet im Hörsaalgebäude der Philipps-Universität in Marburg der Deutsche Germanistentag 2007 statt. Der Themenschwerpunkt lautet: »Natur – Kultur. Universalität und Vielfalt in Sprache, Literatur und Bildung« …

Reise nach Thüringen

Freitag, September 14th, 2007

Meine Mutter hat am Tag nach Goethe Geburtstag. Machen wir doch eine Reise, schlug ich ihr vor. Also sind wir im güldenen Volvo sechs Tage nach Thüringen gefahren. Seit Jahrzehnten begleiten einen die Klassiker Goethe und Schiller, die Philosophen Hegel und Fichte, die Romantiker Jean Paul und Novalis, und einmal im Leben sollte man deren Wirkungsstätten sehen. Das ist wie eine Reise nach Mekka für den Moslem. Jetzt fühlen wir uns besser …

Kein Land in Sicht

Dienstag, September 11th, 2007

Um es gleich vorwegzunehmen: Jean Améry alias Hans Mayer war ein brillanter Essayist mit messerscharfem Verstand. Seine fünf Essays »An den Grenzen des Geistes«, »Die Tortur«, »Wieviel Heimat braucht der Mensch«, »Ressentiments« und »Über Zwang und Unmöglichkeit Jude zu sein«, zusammengefasst in dem Buch »Jenseits von Schuld und Sühne« von 1966, zählen neben den Werken von Primo Levi zum besten, was bis heute über den Themenkomplex Auschwitz geschrieben wurde, aber ein ebenso brillanter Erzähler war Améry leider nicht.

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Ein Sommer mit Kikujiro
Japan-Liebhaber Manfred Poser hat ein Buch von und über Takeshi Kitano entdeckt
»Heute ist sein Werk Gegenstand globaler Diskussion«
Oder: Strategie der Exkulpierung und Apologie in biografischem Gewand – Zu Reinhard Mehrings Carl-Schmitt-Biographie
Objektwelt und Traumwelt
Manfred Poser versucht, zwischen unserer gegenständlichen Welt und der fünften Dimension zu vermitteln. Ob das gutgeht?
David, Jan und Elvis
Manfred Poser war lange auf Radtour – und hat als radelnder Mönch viel Bedenkenswertes erlebt
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Manfred Poser wütet und trauert über Hoffnungen, die es nicht mehr gibt
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