Anzeige

Crauss.

Archive for Januar, 2009

Die Zauberer

Freitag, Januar 30th, 2009

So vieles geschieht. So vieles ist geschehen. »Und alles geschah«, sagte weltweise, fasziniert und entsetzt zugleich Anfang Januar die SZ-Reporterin, »im Zeichen des neoliberalen Glaubens an die problemlösende Macht des Marktes …« Und Peter Sloterdijk packte seinen Zauberstab aus: »In Wahrheit im Namen eines magischen Weltbilds. Der eigentliche Held des Neoliberalismus ist Harry Potter.« Die Interviewerin mimte Verblüffung: »Wie bitte das?« Sloterdijk: »Weil die Potter-Romane die Fibel einer Welt ohne Realitätsgrenze darstellen. Sie überredeten eine ganze Generation, den Zauberer in sich zu entdecken.«

Lieben und leben mit der Kunst

Donnerstag, Januar 29th, 2009

In einer weltweiten Premiere gewährt das Wallraf- Richartz- Museum Einblicke in das Leben, die Liebe und das Werk von 13 berühmten Künstlerpaaren. Die Ausstellung zeigt die persönlichen Lebensumstände der einzelnen Paare auf und veranschaulicht die gemeinsamen und unterschiedlichen Vorstellungen von Leben und Kunst sowie den gegenseitigen Einfluss der Partner auf ihr künstlerisches Schaffen.

Quer einsteigen statt Karriere

Montag, Januar 26th, 2009

Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen …

Drei, Zwei, Eins – Statt einem robusten Mandat

Montag, Januar 26th, 2009

Das Gedenkjahr an das Ende des hierzulande Erster Weltkrieg genannte Großereignis ist mittlerweile fast vorüber. Doch bevor es fast vergessen werden könnte, bietet das Schauspiel Bonn etwas, was es zwar nicht wieder in die Erinnerung rückt, aber sich doch daran anlehnen möchte. Seit nun zwei Jahren entsprießt einer fast ungewöhnlich anmutenden Beziehung (jetzt aber bitte nichts Falsches denken) zwischen dem vielgespielten Dramatiker Neil LaBute und der hiesigen Darstellerin Birte Schrein ein mitunter wirkungsvoller Kraftakt Bonner Uraufführungsbemühungen. Galt es in der letzten Spielzeit »Helter Skelter« als Weltpremiere zu feiern, so gelangte nun mit »Der große Krieg« die Fortsetzung dieses Schnellschreib-Fitneß-Unterfangens zu ebensolcher Geltung. Fast überflüssig ist dabei zu erwähnen, daß jene Stücke Frau Schrein wahrlich auf den Leib geschrieben wurden.

Alea iacta est oder Mal schauen, was passiert

Freitag, Januar 16th, 2009

Vergangenen November brachte ich Fritz Schütte in Berlin zum Geburtstag das Buch »Blow up« von Tom Kummer mit. Dieser Berner Journalist wurde im Jahr 2000 bekannt, berühmt und berüchtigt, weil herauskam, dass er Interviews mit US-Stars getürkt und damit das »SZ-Magazin« an der Nase herumgeführt hatte. Tom erzählt in seinem Buch, wenn er nicht gewusst habe, was seine (fiktiven, wenngleich lebenden) Interviewpartner (etwa Bruce Willis und Donatella Trump) ihm sagen wollten, habe er aufs Geratewohl ein Buch aus dem Regal gezogen, es an die Wand geknallt und sich dann Material aus den Seiten geholt, die sich beim Niederfallen geöffnet hätten …

Ohne Worte

Montag, Januar 12th, 2009

Leidenschaftlich kreuzen sich ihre Blicke, sanft umschlingen seine Arme ihre Hüfte, entschlossen hebt er ihren Körper in die Luft, sie springt empor, er fasst sie. Diese Szene ist Ausdruck einer Liebe, einer Liebe auf den ersten Blick. Sie beginnt an Heilig Abend unter dem übergroßen und bunten Weihnachtsbaum des ebenso großen Wohnzimmers, welches die Bühne schmückt, als Marie (Viktorija Jansone) für sich und ihre Geschwister einen Nussknacker (Zigmars Kirilko) als Geschenk bekommt – für sie ist er jedoch mehr. Sie tanzt um die Holzfigur herum, umarmt sie liebevoll, legt sie schützend in ihre Arme. Im Gerangel mit ihrem Bruder Franz (Intars Kleinhofs) wird dem Nussknacker jedoch sein Kopf abgerissen. Marie ist entsetzt und traurig zugleich und so beginnt eine Geschichte voll Gefühl und Leidenschaft zwischen einer scheinbaren Holzfigur und einem Mädchen.

Das aktuelle Heft


Aktuell

In der K.A. plus

Eine »essentielle und essentialistisch gesellschaftliche Grundlage«
Die neue Kritische Ausgabe widmet sich dem Thema Familie in der Literatur
Der Bibliotheken-Engel
Manfred Poser wurde schon Hilfe vom Engel zuteil, aber verlassen sollte man sich nicht auf ihn – sein Auftauchen ist eine Gnade
Erleuchtete Dichter
Die Erleuchtung durchs Frühjahr wird kommen – und bis dahin tröstet uns Manfred Poser mit erleuchteten Dichtern
Raunende Dialoge am warm-wirren Strand.
Ein investigativer Sonntagsbesuch in der Ausstellung »James Cook – Die Entdeckung der Südsee«
Zwischen Klischee und Realität »sehen« lernen
Auslandserfahrungen unserer Korrespondentin aus Paris
Aus der Redaktion

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Wenn Sie uns also eine Nachricht schicken wollen, Kritik oder Anregungen für uns haben, benutzen Sie doch einfach das unter dem Link Kontakt bereit gestellte Formular bzw. senden Sie uns eine E-Mail.