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Crauss.

Archive for Februar, 2010

»Skandale und erfundene Geschichten sind in der Filmwelt keine Kuchen«

Dienstag, Februar 23rd, 2010

Hollywood-Schriftzug (Foto: © Alexandra Bucurescu/PIXELIO)Ben Hecht. Ein Name, der vielleicht nicht jedem bekannt ist, aber hinter dem sich eine Erfolgsgeschichte verbirgt, die den amerikanischen Traum beschreibt, wie er in den Köpfen der Menschen verankert ist. In der Folge seines Lebens arbeitete er an sechzig Filmen, u.a. an Howard Hawks’ Scarface, Alfred Hitchcocks Spellbound und Notorious, sowie an Billy Wilders Extrablatt und lieferte Ideen für fünfzig Hollywood-Produktionen in denen sein Name nicht auftaucht. Der, im Gegensatz zu Deutschland, in Amerika deutlich bekanntere Drehbuchautor hat nach Jahren in Hollywood ein zweiseitiges Verhältnis zu der gigantischen Filmfabrik, wie in dem Buch Von Chicago nach Hollywood deutlich wird.

Erleuchtete Dichter

Freitag, Februar 19th, 2010

Richard Maurice Bucke (1837–1902)Die Erleuchtung ist eher eine Sache des Frühjahrs. Zumindest vollzieht sie sich gern im Lenz. Aber ein gewisses Datum bewog mich, sie schon jetzt zum Gegenstand einer Betrachtung zu machen. Also: Richard Maurice Bucke, 1837 in England geboren, praktizierte in Kanada als Arzt. 1872, als er 35 Jahre alt war, ereilte ihn die Erleuchtung (von der noch zu reden sein wird), 1877 lernte er Walt Whitman und dessen poetisches Werk kennen, vor allem die »Leaves of Grass«, und um 1895 fing er an, sein Buch »Cosmic Consciousness« zu schreiben. Es erschien in 500 Exemplaren bei Mssrs. Innes in Philadelphia …

Raunende Dialoge am warm-wirren Strand.

Dienstag, Februar 16th, 2010

Es ist Sonntag in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Noch drei Wochen läuft »James Cook« und wie immer lockt das nahende Ende einer Ausstellung viele Besucher. Zeit für einen Besuch und den Erlebnisbericht eines ganz persönlichen Museumstages.

Angst und Literatur

Dienstag, Februar 16th, 2010

Angst (Symbolfoto) (Foto: © aksel/PIXELIO)Angst! Was ist das? Man kann sich »Angst« von vielen verschiedenen Seiten her nähern und doch scheint es, dass man den Begriff nie ganz genau fassen kann. Es ist das Unbestimmte, das Unbekannte, welches dieses Gefühl beherrscht und es so schwer bestimmen lässt. Für unser nächstes Themenheft suchen wir Beiträge, die sich mit dem Themenkomplex »Angst und Literatur« beschäftigen.

 

 

Wo es niemand sieht

Montag, Februar 15th, 2010

Manchmal überkam es ihn einfach. Dann ging er los, irgendwohin. Und kam erst Stunden später zurück. Der Mann, mit dem meine Mutter verheiratet war. Mein Vater. Meist jedoch saß er dort, am Tisch, und trank. Als Kind saß ich oft dabei und sah zu, wie er das Bierglas betrachtete. Ansonsten blickte er geradeaus ins Leere, wo es für ihn gewiss einen Punkt gab, den nur ich nicht sehen konnte, denn nach diesen Stunden des Sitzens und Vorsichhinschauens war er immer sehr erschöpft, als hätte er eine lange Reise hinter sich …

Geweiharchiv | Familienalbum

Montag, Februar 15th, 2010

Geweiharchiv // meine Eltern schlugen häufig das Buch der leisen Streite || auf. || meist ging ich in einem solchen Fall || mit einem der drei Hunde || meiner Kindheit spazieren. || sie jaulten ganze Idyllen zusammen. die Schwester || spielte Großmutter und hörte || schlecht.

Vier im Haus

Montag, Februar 15th, 2010

Lars greift nach dem Würfel und wirft eine Drei. Das rote Männchen wandert mit klackenden Geräuschen über das Spielbrett.

„Am zweiten September werde ich euch verlassen“, sagt er …

Aus dem Roman »Fernlicht«

Montag, Februar 15th, 2010

„Hat dieses Arschloch denn keine Augen im Kopf?! Wie kann man nur so fahren, verdammte Scheiße!“ – „Fluch doch nicht so vor dem Kind!“

Blood on the tracks (September 1975)

Montag, Februar 15th, 2010

Vahlen stellte das Radio leise. Jetzt erkannte er eine große dunkle, scheinbar unbewegliche Masse mitten auf der Straße. Das Licht der Scheinwerfer quälte seine ermüdeten Augen wie die Dunkelheit, die sie nicht vollständig durchdrangen. Er zwang sich, genau hinzusehen. Es war zu groß für ein Reh. Ein Wildschwein? Er blendete ab, vorsichtshalber, schaltete gleich darauf aber wieder ein, um besser sehen zu können …

Der Schoki der Familie

Montag, Februar 15th, 2010

Nebel umhüllt den Rigi in 1660 Metern Höhe im Kanton Schwyz. Das Ehepaar Schröder, das gestern von Küssnacht mit der Seilbahn bis zur Seebodenalp heraufgefahren war und in der gleichnamigen Herberge übernachtet hatte, stieg heute Vormittag von der Alp bis Rigi-Scheidegg weiter. Immerhin 600 Meter, die Herr Schröder nun ein wenig in den Waden spürt und Frau Schröder ein wenig in den Oberschenkeln …

So was fragt man nicht

Montag, Februar 15th, 2010

Janus sagt, er sei Künstler. Ich denke, Saufen, Rauchen und zu wenig Schlaf allein machen noch keinen Künstler. Aber ich verkaufe auch nur Brötchen …

Das Kind in Holland

Montag, Februar 15th, 2010

Er hat sie nicht gefragt, ob sie in ein Café gehen möchte. Er hat einfach ihren Koffer, den er seit dem Bahnhof hinter sich herzieht − auch das, ohne ihre Erlaubnis abgewartet zu haben: noch auf der Rolltreppe hat er ihn ihr wortlos aus der Hand genommen −, diesen Koffer also hat er plötzlich durch die Glastür geschoben, hat ihn unter Glöckchenbimmeln hindurch über schwere Teppiche geschleift und ihn schließlich vor einen hölzernen Zweiertisch am Fenster gestellt …

wir sind ein ort an dem ständig unfälle passieren

Montag, Februar 15th, 2010

sefaköy // welche schaukel dich / bis zu den flugzeugen / am kindheitsort / ein schalk zwischen akkuraten tomaten / stolpern wir / im chronischen wechsel / übers verdrehte pflaster …

Computer sind dumm – und daher äußerst nützlich!

Montag, Februar 15th, 2010

Im Gegensatz zu anderen Bin­de­strich-Linguistiken definiert man Computerlinguistik (kurz: CL) nicht über einen Gegenstandsbereich, sondern über das Werkzeug und Medium: den Computer. Gemeinsam ist also allen Ausprägungen der CL, dass sie den Computer verwenden, und zwar als Werkzeug zur linguistischen Arbeit und in einem Maße, das über die übliche Verwendung in der Linguistik hinausgeht, insbesondere über die Verwendung als Schreibmaschine …

Themen, Schreibverfahren, Markt

Montag, Februar 15th, 2010

Folgt man Hubert Winkels, zeichnet sich diejenige deutschsprachige Literatur, die seit etwa 1995 an und über die Jahrtausendschwelle hinweg geschrieben worden ist, durch die Überwindung einer »jahrelangen Ohnmacht« aus. Diese habe darin bestanden, die Gegenwärtigkeit und Relevanz von Literatur in der zunehmend medialisierten Gesellschaft nicht (mehr) wirklich bestimmen zu können …

Das aktuelle Heft


Aktuell

In der K.A. plus

Das neue Denken
Manfred Poser wütet und trauert über Hoffnungen, die es nicht mehr gibt
Schwarz und Weiß
Manfred Poser sitzt wie viele täglich vor schwarzen Buchstaben auf weißem Papier. Aber da ist mehr ...
Ordnung und Sprache
Manfred Poser wird wieder einmal vom Sortierengel heimgesucht, der Theorie einfordert – und Ordnung
Der Schein trügt
Warum das Leben ohne Tageszeitung ärmer wäre – am Beispiel der Berner Band Schöftland
Lookism oder die hässliche Seite der Schönheit
Einige Gedanken zur Rolle der Schönheit in Gesellschaft, Globalisierung und Arbeitswelt
Aus der Redaktion

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