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Crauss.

Archive for Juni, 2010

Ordnung und Sprache

Freitag, Juni 25th, 2010

(Foto: Manfred Poser)Der Sortier-Engel fühlte sich vernachlässigt, kam vorbei, half mir ein wenig, und im Wegfliegen flüsterte er mir ins Ohr, ich möge doch etwas zur Ordnung im Universum sagen; das hätten ihm deutsche Physiker aufgetragen … und dann war er weg.

Wo anfangen? Beim Anfang, beim Urknall. Danach war plötzlich Materie da. Sie besteht aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Dann, 1932, spürte Carl Anderson in der Höhenstrahlung das Positron auf, das erste Beispiel eines Antiteilchens. Es lebt nicht lange und wird beim Zusammenstoß mit dem Elektron eliminiert. 1955 entdeckte man im Beschleunigerlabor das Antiproton. Jedes Teilchen hat sein Antiteilchen. Das weiß man theoretisch …

Der Schein trügt

Dienstag, Juni 22nd, 2010

Die Band Schöftland (Foto: © Schöftland, Bern)Die Informationsfülle im Internet bietet nur wenig orientierenden Überblick über das gesamte Tagesgeschehen. Schnell geht dabei etwas unter, das einen im Grunde auch interessiert hätte. Die Alternative heißt bis heute Tageszeitung, in deren Feuilleton man zum Beispiel auf eine Rezension des Albums Der Schein trügt der Berner Band Schöftland stoßen konnte …
 

Lookism oder die hässliche Seite der Schönheit

Montag, Juni 14th, 2010

Fight-Lookism-Streetart in Berlin (Foto: © Projekt L)Unter dem Begriff ›Schönheit‹ verstand man einmal »interessenloses Wohlgefallen«, aber das ist inzwischen lange her. Die gesellschaftliche Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes, des Stylings, des Gewichts und der Körpergröße, hat längst die Grenzen der Pathologie durchbrochen. Ob Essstörungen, plastische Chirurgie oder Diskriminierung. Ignorierbar sind die verheerenden Folgen des Schönheitswahns eigentlich schon lange nicht mehr – auch nicht für die Politik. Doch der Druck zur Anpassung an das Ideal sichert der Kosmetikindustrie jährlich Gewinne in Milliardenhöhe …

Auf den Spuren des Gedächtnisses

Montag, Juni 14th, 2010

Die »Kritische Ausgabe« auf den Spuren des Gedächtnisses (Illustration: © Johnny Bookjacket/Johanna Neubert, Berlin)Cicero soll einst gesagt haben: »Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt.« Auch heute hat das, was der berühmte römische Philosoph vor mehr als 2000 Jahren mit Blick auf das individuelle Gedächtnis formuliert haben soll, seine Gültigkeit: Vergessen und sich (wieder) erinnern gehört zu den menschlichen Grundeigenschaften schlechthin …
 

Fußball in Afrika

Freitag, Juni 11th, 2010

(Foto: Manfred Poser)Das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft! Das war ja schon lange bekannt, also konnte ich meine Geschichte vorbereiten. Afrika bedeutet mir viel. Ich war 1978 in der Sahara und 1984 in Ostafrika, damals schrieb ich sogar einige Artikel darüber. Wäre ich mutiger gewesen, hätte ich mich in Nairobi niedergelassen und von dort als Stringer (freier Journalist) für deutsche Zeitungen geschrieben. Doch dann ging ich zur dpa in Hamburg, und im Großraum tauchte plötzlich ein Schweizer Journalist auf, den ich in Nairobi getroffen hatte und der wohl, da er Schweizer war, auch ein wenig auf Sicherheit aus war. Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Meier hieß er …

Erkundungen des weiten Feldes Familie

Montag, Juni 7th, 2010

»Familie ist ein weites Feld. Wer sich mit ihr beschäftigt, muß fest vor Augen haben, was er von ihr wissen will, sonst verliert er sich«, stellte John von Düffel unlängst in einer seiner Bamberger Poetikvorlesungen fest. Dem weiten Feld der Familie ist auch das jüngste Heft der Kritischen Ausgabe gewidmet. Literarisch und literaturwissenschaftlich erkunden die Beiträge ein Thema, das jeden betrifft. Familie ist, das zeigt sich allerorten, etwas »irgendwie Normales« und in der Vielzahl der möglichen (und unmöglichsten) Konstellationen etwas Besonderes.

Das Heft und die Weite des Feldes Familie präsentiert die Redaktion am kommenden Montag, dem 14. Juni, ab 20 Uhr im KULT 41 in Bonn mit einer »Release-Party«, einem Mix aus Lesung und »Musik, die zum Thema passt« …

Das aktuelle Heft


Aktuell

In der K.A. plus

Ein Sommer mit Kikujiro
Japan-Liebhaber Manfred Poser hat ein Buch von und über Takeshi Kitano entdeckt
»Heute ist sein Werk Gegenstand globaler Diskussion«
Oder: Strategie der Exkulpierung und Apologie in biografischem Gewand – Zu Reinhard Mehrings Carl-Schmitt-Biographie
Objektwelt und Traumwelt
Manfred Poser versucht, zwischen unserer gegenständlichen Welt und der fünften Dimension zu vermitteln. Ob das gutgeht?
David, Jan und Elvis
Manfred Poser war lange auf Radtour – und hat als radelnder Mönch viel Bedenkenswertes erlebt
Das neue Denken
Manfred Poser wütet und trauert über Hoffnungen, die es nicht mehr gibt
Aus der Redaktion

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