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Crauss.

Auf die Ohren!

Perfektionierte Langeweile

Das Debutalbum Music for a while der französischen Band Revolver ist eine Sammlung der Ideenlosigkeit

Benedikt Viertelhaus, 11. August 2009

Revolver: Music for a while (Cover)Irgendwie kann man über viele Platten sagen: »Alles schonmal dagewesen«. Doch selten zeigt es sich so extrem und störend, wie bei dem ersten Album der französischen Band Revolver, Music for a while. Die Arrangements, die Harmonien, selbst den Bandnamen, gab es schonmal. Revolver war und ist eben auch eine deutsche Hard-Rock Band, die in den 80-ern in der Scene zu gewisser Bekanntheit kam und Ozzy Osbourne 1982 auf seiner Europatour begleitete. Die Band aus Paris gründete sich 2006 und hat gerade ihr erstes Album veröffentlicht.

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Ein Stück des Wegs gehen alle gemeinsam

Die Hamburger Band Halma verrät ihre Herkunft kaum

Benedikt Viertelhaus, 23. Juni 2009

Die Band: Halma (Foto: Gianni OcchipintiWissen Sie, über welche Ecken Element of Crime mit Velvet Underground zu tun hat? Oder The Black Heart Procession mit Pinback. Nein? Gut – brauchen Sie auch nicht. Es sind auch nur zwei Beispiele, wie verschiedene Bands miteinander personell verbunden sind. Mehr wissen Sie sicherlich zu den ganzen Projekten, die sich nach Auflösung der Beatles um die vier Musiker entwickelten. Die Musikgeschichte läßt sich mitunter wie ein Stammbaum lesen, der zeigt, daß jeder Musiker mit jedem indirekt etwas zu tun hatte. Eindeutig und direkt z.B. sind die Bezüge zwischen Fink und Halma.

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»Just singing a song won’t save the world«

Mit seinem Album Fork on the Road wagt sich Neil Young erneut an ein politisches Thema der Zeit

Benedikt Viertelhaus, 12. Mai 2009

»Weggabelung« als Übersetzung würde nicht ganz das Bildmotiv ergeben, das der Titel von Neil Young kürzlich erschienenem Album im englischen Original ausdrückt: Fork in the road. Zwar sind die USA, das Land, um das es in seinen politischen Songs immer geht, mit dem Sieg Obamas und seinen schnellen Handlungen nach seiner Machtübernahme an einer Weggabelung angekommen. »Maybe it’s Obama/ But he thinks that he’s too young« sang er 2006 in »Lookin’ for a leader« auf dem Album Living with war. Jetzt aber, wo diese Möglichkeit eines Nach-Bush-Präsidenten wahr geworden ist, ist es Zeit, sich neuen Themen zu stellen.

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Moskau – eine europäische Stadt nach dem Atomschlag

Dmitry Glukhovskys Tunnelzivilisation in »Metro 2033«

Crauss, 15. April 2009

Dmitry Glukhovsky und Robert Stadlober bei ihrer Lesung in Berlin (Foto: Crauss.)»Stellen Sie sich vor, Sie betreten wie jeden Tag die U-Bahn – und sehen erst 25 Jahre später das Tageslicht wieder!« – So empfängt einen die Website zu Dmitry Glukhovskys Roman Metro 2033, den es seit einem Jahr auf Deutsch gibt und der in der Übersetzung mit rund 780 Seiten mehr als doppelt so umfangreich ist wie das russische Original. K.A.-Redakteur Crauss war dabei, als der Autor zusammen mit Schauspieler Robert Stadlober sein Buch in Berlin vorstellte, und lässt uns einen Ausschnitt daraus mithören …

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Von der Reibung der Lautung: Tondehnung, Pathos und die Dekonstruktion des Gesangs

Mit Vom Feuer der Gaben präsentieren Klez.e ihr drittes Album

Andreas Jüngling, 6. April 2009

Was für Ereignisse überschlagen sich doch augenblicklich, denke man nur an die himmelstürzende Aufregung, in die die Wohlmeinenden und Wohlgesinnten Papst und Vatikan stürzten. Bereits frühzeitig wurde der Exkommunikationstermin, also kurz vor dem Ausschwitztag 27. Januar, als zumindest geschmacklos beklagt. Nun, was sollten dann jene datumsschwitzenden Zeitgenossen gerade vom 30. Jänner halten, an dem nun die Berliner Band Klez.e ihr neues und drittes Album ausgerechnet unter dem Titel Vom Feuer der Gaben im Zentrum der Hauptstadt (allerdings ohne Fackelmarsch) in die Ohren trug.

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Showtime

Kings of Leon spielten Ende Februar im Kölner Palladium auf – und wirkten erschöpft

Caroline Fuchs, 7. März 2009

Das Licht geht aus, eine schaurige Opernmelodie wabert aus den Lautsprechern. Pfiffe und Rufe werden aus der Menschenmasse nach vorne geworfen. Dann betreten Kings of Leon die Bühne und die Mädels fangen an zu schreien. Noch ist alles dunkel, doch als der erste Takt beginnt leuchten die Scheinwerfer auf, Bühne und Saal sind hell erleuchtet. Was für ein Auftritt.

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Abkehr von Klaviermelodien und Melancholie – ein Versuch!

Das dritte Album »Perfect Symmetry« der Brit-Pop-Band Keane

Mariola Szumilas, 3. März 2009

Die Musikwelt hat sich zwei Jahre gedulden müssen, bis das neue Album der Brit-Pop-Band aus East-Sussex überhaupt erschienen ist: Trennungsgerüchte und vor allem Drogenprobleme des Sängers Tom Chaplin kündigten ohnehin eine noch längere Wartezeit an. Aber nein, das neue Album ist kein Befreiungsschlag von dem bisherigen gewohnten piano-dominanten und melodiösen Klängen, die für Keane so charakteristisch sind. Aber er ist zumindest ein bemerkenswerter Versuch, wie die überraschend neue Orientierung an absolut oppositionellem Einfluss – nämlich an elektronischem Pop-Sound – beweist.

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Heilung durch Mu[sic] und andere Diamanten

Text und Sound: modul8 ist auf tanzbares Gefühl geschliffen

Crauss, 23. Dezember 2008

Das Aachener Elektro-Label modul8 macht vor allem eines: Spaß. Neben melancholischen Projekten wie Alphawezen mit Musik für die Großstadt-Loneliness und Titeln wie „Me Opti-mized“ und „heimat.de“ (auf dem 2007 erschienenen Album „Comme Vous Voulez“) produziert und vermittelt das Unternehmen von Ernst Wawra vor allem Tanzbarkeit. Nicht allzu schnelle, aber fordernde Beats, in die hin und wieder Wah-Wahs (man möchte sagen: Waw-ras) und andere Effekte hart reingrätschen. Aber auch irrwitzige Textpassagen, die einen auf dem Dancefloor stocken und überlegen lassen: Ist das ernst gemeint? Darf man das heutzutage überhaupt noch? Während Alphawezens englischsprachige Lyrics per se seriös klingen, machen einen Zeilen wie „Ich zeig dir ma’ mein’ neuen Buch“ (in „Deborah“ von Elektro Willi und Sohn) doch stutzig. Oder etwa nicht?

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Ein Soundtrack für Berlin

Das Debütalbum des Seeed-Frontmanns Peter Fox

Eboa Songa Itondo, 10. Dezember 2008

Nach drei erfolgreichen Alben mit seiner Band Seeed lädt Peter Fox zu einer kommentierten, musikalisch untermalten und teilweise sehr persönlichen Führung durch die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ein.

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Fragwürdiger Lehrinhalt – lohnende Beats

Das dritte Album der Kaiser Chiefs

Lena Sundheimer, 18. November 2008

Ganz anders als die beiden Vorgänger Employment und Yours Truly, Angry Mob präsentiert sich das dritte Album der Kaiser Chiefs, Off with their heads. Instrumentation und Lyrics scheinen reifer und bedeutend variationsreicher als man dies bisher von den Herren aus Leeds gewohnt war. Dieses Verdienst mag nicht nur der eigentlichen Band als vielmehr den zahlreichen und namhaften Produzenten des neuen Albums geschuldet sein …

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Typisch unitalienisch italienisch

Raretracce legen mit ihrem Debüt Volume 1 eine abwechslungsreiche Reise durch die Rockgeschichte vor

Antje Ritter, 4. November 2008

Mit dem Begriff Indie-Rock wird hierzulande gerne Musik beschrieben, die nicht den Sprung in die Charts schafft und nur von wenigen Menschen gehört wird. Oft handelt es sich dabei um Garagenrockbands, die kaum jemand kennt und die nur in kleinen Läden auftreten. Doch wie weit dieser Begriff gefächert ist, zeigt sich im Land des »dolce vita« und des guten Kaffees …

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»Mache ich das nur für mich? Es ist eher ein Teil von mir.«

Ein Interview mit dem Le Mobilé-Sänger, Solisten, Soma- und undertube-Mitbegründer Peer Göbel

Andreas Jüngling, 13. Oktober 2008

Ein Katalysator, so wird Peer Göbel im Bandinfo seiner Berliner Formation Le Mobilé beschrieben. Als Texter und Sänger hat er auch zwei Solo-CDs herausgebracht, moderiert den Internetpodcast undertube, hat die nun nicht mehr erscheinende Zeitschrift Soma mitgegründet und arbeitet als Journalist in Berlin. Wie das alles zusammenpaßt und was dahintersteht, hat er mit uns diskutiert.

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Das Geheimnis der 16 Geheimnisse

Mara & David legen mit sixteen secrets ein vielversprechendes Debütalbum vor

Benedikt Viertelhaus, 11. September 2008

Kunst und Kunstfertigkeit sind, wortfamiliär, eng verwandte Begriffe – und mitunter doch sehr verschieden. Dieser Unterschied ließe sich zum Beispiel daran erklären, daß es zwar von hoher Kunstfertigkeit zeugt, ein Lied der Vorlage gleich nachzuspielen, ihm keine aber eigene Note zu verpassen. Kunst dagegen wäre dann, ein Lied zu covern, indem ihm die Musizierenden neues Leben einhauchen. Wie wenig das im Interesse der Plattenbosse ist, haben uns in den letzten Jahren etliche Radiofetzen, die uns in den Kaufhäusern rund um den Globus belästigten, bewiesen. Wer aber Musik macht und dies aus einer eigenen Passion heraus, kommt nicht umhin, gerade auch wenn Kunstfertigkeit vorhanden ist, seine eigene Note mit einfließen zu lassen und somit dem Originalitätsanspruch gerecht zu werden. Für den Hörer ist dabei das Endergebnis wichtig, und nicht, ob dies vielleicht gar nicht Ziel der Coverversion war …

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Gelungener Anschluß

Jan Böttcher legt ein starkes Solodebut vor

Benedikt Viertelhaus, 11. August 2008

In der deutschen Musikszene ist es still geworden. Zwar sind die Bands der letzten Welle noch aktiv und wir erwarten die nächste Auflage von Juli, Wir sind Helden oder Tomte, aber wirklich Neues hat sich schon lange nicht mehr in die Herzen der Deutschen gesungen. Von den Medien völlig ignoriert, mußten wir statt dessen im letzten Jahr einen Verlust hinnehmen: Die Berliner Band Herr Nilsson hat sich aufgelöst. Auf ihrer Website findet man seit ein paar Monaten den Satz: »Weiter geht’s nur hier: www.myspace.com/herrnilssonpop« …

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Auswege aus der Krise

Musiker erproben alternative Vermarktungsstrategien

Benedikt Viertelhaus, 8. Juli 2008

Fast hatten wir uns dran gewöhnt, und die jährlichen Meldungen würden uns nicht weiter berühren: Die Plattenindustrie steckt in der Krise. Allein der fortschreitende Abwärtstrend bei der EMI hat dieses Thema in den letzten Monaten wieder in die Schlagzeilen der Tageszeitungen gebracht. Die neue Firmenpolitik seit der Übernahme durch den Finanzinvestor Terra Firma tat ihr übriges und hatte für einige hier unter Vertrag stehende Künstler Konsequenzen: von Firmenwechsel bis zum Protest durch die Verzögerung der Veröffentlichung ihrer neuen Platten. Die Krise jener Firma, die Bands wie die Beatles, Queen oder Radiohead groß gemacht hat, verdeutlicht aber nur einen Teil des Problems. Auch weniger krisengeschüttelte Konzerne müssen sich weiter gegen den Verkaufseinbruch physischer Tonträger, der vor ca. zehn Jahren mit der Möglichkeit, CDs 1:1 zu vervielfältigen, begann und später durch mp3s verschärft wurde, wappnen. Geldverdienen mit CDs und LPs, so heißt es immer wieder: Das war gestern.

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Aktuell

In der K.A. plus

Eine »essentielle und essentialistisch gesellschaftliche Grundlage«
Die neue Kritische Ausgabe widmet sich dem Thema Familie in der Literatur
Der Bibliotheken-Engel
Manfred Poser wurde schon Hilfe vom Engel zuteil, aber verlassen sollte man sich nicht auf ihn – sein Auftauchen ist eine Gnade
Erleuchtete Dichter
Die Erleuchtung durchs Frühjahr wird kommen – und bis dahin tröstet uns Manfred Poser mit erleuchteten Dichtern
Raunende Dialoge am warm-wirren Strand.
Ein investigativer Sonntagsbesuch in der Ausstellung »James Cook – Die Entdeckung der Südsee«
Zwischen Klischee und Realität »sehen« lernen
Auslandserfahrungen unserer Korrespondentin aus Paris
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