Perfektionierte Langeweile
Das Debutalbum Music for a while der französischen Band Revolver ist eine Sammlung der Ideenlosigkeit
Benedikt Viertelhaus, 11. August 2009
Irgendwie kann man über viele Platten sagen: »Alles schonmal dagewesen«. Doch selten zeigt es sich so extrem und störend, wie bei dem ersten Album der französischen Band Revolver, Music for a while. Die Arrangements, die Harmonien, selbst den Bandnamen, gab es schonmal. Revolver war und ist eben auch eine deutsche Hard-Rock Band, die in den 80-ern in der Scene zu gewisser Bekanntheit kam und Ozzy Osbourne 1982 auf seiner Europatour begleitete. Die Band aus Paris gründete sich 2006 und hat gerade ihr erstes Album veröffentlicht.


Wissen Sie, über welche Ecken Element of Crime mit Velvet Underground zu tun hat? Oder The Black Heart Procession mit Pinback. Nein? Gut – brauchen Sie auch nicht. Es sind auch nur zwei Beispiele, wie verschiedene Bands miteinander personell verbunden sind. Mehr wissen Sie sicherlich zu den ganzen Projekten, die sich nach Auflösung der Beatles um die vier Musiker entwickelten. Die Musikgeschichte läßt sich mitunter wie ein Stammbaum lesen, der zeigt, daß jeder Musiker mit jedem indirekt etwas zu tun hatte. Eindeutig und direkt z.B. sind die Bezüge zwischen Fink und Halma.
»Stellen Sie sich vor, Sie betreten wie jeden Tag die U-Bahn – und sehen erst 25 Jahre später das Tageslicht wieder!« – So empfängt einen die Website zu Dmitry Glukhovskys Roman Metro 2033, den es seit einem Jahr auf Deutsch gibt und der in der Übersetzung mit rund 780 Seiten mehr als doppelt so umfangreich ist wie das russische Original. K.A.-Redakteur Crauss war dabei, als der Autor zusammen mit Schauspieler Robert Stadlober sein Buch in Berlin vorstellte, und lässt uns einen Ausschnitt daraus mithören …