Beethovenhalle: ja oder nein?
Ein Kolloquium in der Bonner Uni widmete sich dem »brennpunkt beethovenhalle«
Stephanie Müller, 1. Dezember 2009
Am Samstag, 28. November 2009, ging es im Hörsaal 9 der Universität Bonn emotionsgeladen her. Das bereits seit zwei Jahren in Diskussion stehende Projekt eines neuen/alten Festspielhauses ließ das Kolloquium »brennpunkt beethovenhalle« zu einem – wie es der Titel schon richtig traf – ›Brennpunkt‹ hitziger Diskussionen und empörter Gemüter werden.
Anlass dieses Kolloquium war der in Diskussion stehende Abriss der Beethovenhalle, die einem neuen Festspielhaus, das zum größten Teil von den Firmen Post, Postbank und Telekom gesponsert wird, weichen soll. Veranstalter war die Initiative Beethovenhalle, die am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn entstand und ein studentisches Projekt ist. Angeregt durch ein Oberseminar bei Prof. Dr. Hiltrud Kier, feiert die Initiative Beethovenhalle mit ihrem Projekt nicht nur das 50jährige Jubiläum der Beethovenhalle, sondern setzt ihren Schwerpunkt gerade auf die aktuelle Diskussion. Aus kunstwissenschaftlicher, städtebaulicher, historischer und denkmalpflegerischer Sicht wurde die Beethovenhalle unter die Lupe genommen.


Wieviele Blogs (= Web-logs, Tagebücher im Netz) in deutscher Sprache gibt es? Das ist die erste Frage, an der man schon scheitern kann. In den Suchmaschinen findet man Zahlen zwischen 27.000 und 750.000, sogar die Zahl eine Million wird genannt, und bei genauerer Betrachtung findet man die abenteuerlichsten Berechnungen auf der Basis geringfügigster Grundgesamtheiten. Ein Analytiker geht von 1 Prozent deutschsprachigen unter den 75 Millionen weltweiten Blogs aus, ein anderer rechnet munter die Ergebnisse der »Thüringer Blogzentrale« hoch auf ganz Deutschland, und ein Dritter peilt über den Daumen und kommt auf 400.000 bis 600.000 Blogs. Schon da tritt einem die ganze Konfusion und Zersplitterung entgegen, die die Blogszene kennzeichnet …
