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	<title>Kritische Ausgabe &#187; Studium &amp; Beruf</title>
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	<description>Zeitschrift für Germanistik &#38; Literatur</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Jul 2010 06:55:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Zwischen Klischee und Realität »sehen« lernen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 08:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion Acker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltweit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kritische-ausgabe.de/wp-content/uploads/2010/02/paris2-150x150.jpg" alt="(Foto: © Marion Acker)" title="(Foto: © Marion Acker)" width="150" height="150" class="right" />Paris – eine Stadt voller Mythen und Klischees – kann an Frankophilie leidende Abenteurer schnell desillusionieren. Marion Acker berichtet, wie sie dort das richtige »Sehen« erst lernen musste und welche Strategien sie entwickelte, um der Reizüberflutung zwischen Eiffelturm und Sacré-Cœur Herr zu werden.
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Après nous le déluge &#8211; Und nach mir die Sintflut«, sagte ich und ging. Die Sucht nach Abenteuern spült uns immer wieder an neue, unbekannte Ufer. In der Konfrontation mit dem Fremden fordern wir uns selbst heraus, testen  unsere eigenen Grenzen aus und erfinden uns neu. Der Mensch des 21. Jahrhunderts ist ein Chamäleon! Anpassungsfähigkeit und Flexibilität sind nicht nur entscheidende »Soft-Skills«, wenn es darum geht, sich beruflich zu profilieren – nein, es handelt sich vielmehr um Kunstgriffe, die das postmoderne Individuum gekonnt und virtuos zur Lebensbestreitung einsetzt. Längst haben wir uns von Konzepten verabschiedet, die Vorstellungen von Integrität, Einheit und Kohärenz unter dem Stichwort »Identität« versammeln. Ich bin viele. Die eigene Identität fällt nicht vom Himmel, sondern muss aktiv hergestellt werden. Ich wollte meiner Identität mit Paris also etwas Gutes tun, »Identitätsarbeit« leisten, wie die Soziologen sagen würden. Und mal ehrlich – ein bisschen Glamour für den Lebenslauf schadet ja schließlich auch nie.</p>
<h5>Momente der Desillusionierung</h5>
<p><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/wp-content/uploads/2010/02/paris1.jpg" alt="(Foto: © Marion Acker)" title="(Foto: © Marion Acker)" width="300" height="225" class="size-full wp-image-2469" />Gut, ich mag den Film Noir. Ich gebe auch ehrlich zu, dass ich französische Chansons liebe, Françoise Hardy zum Beispiel. Ich esse gerne Artischocken und trinke dazu Rotwein. Prévert ist einer meiner Lieblingsdichter. Ich beneide die Französinnen um ihre Stilsicherheit und Eleganz. In keiner anderen als der französischen Sprache klingen Flüche und Schimpfworte wie zarte verbale Liebkosungen. Frankophilie ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Paris wirkt dagegen heilend. In einem rapide voranschreitenden Desillusionierungsprozess realisiert man, dass Balzac gelogen hat: Paris ist nicht »das Haupt der Welt«. </p>
<p>Zuallererst wird man der Baguettes überdrüssig und wünscht sich wieder deutsches Vollkornbrot. Man wird auch relativ schnell mit der paradoxen Tatsache konfrontiert, dass es in Paris zwar über 8000 Cafés gibt, aber keinen guten Kaffee. Kaffee wird bei mir nur noch Zuhause gekocht. Und Achtung! Bestellt man in Frankreich einen »café«, wird ein Espresso gebracht. Wer einen einfachen Kaffee möchte, muss einen »café allongé« oder einen »café crème« bestellen. Im »Café les deux Magots« wird man vergeblich nach einem Sartre oder einer Beauvoir Ausschau halten. Man wird sagen: »Das war einmal«. Paris – lange Zeit Zentrum für Intellektuelle, Querdenker und Künstler – scheint heute verstaubt. Der Schatten der Vergangenheit lastet schwer auf der Stadt, die heute vom Glanz von damals zehrt. Montmartre: Auf der Place du Tertre tummeln sich zwei Maler pro Quadratmeter. Man kann den Zauber vergangener Zeiten nur erahnen: Hier wirkten Kubisten, Impressionisten und Surrealisten. Die märchenhaft anmutende Basilika Sacré-Cœur – von den Touristen heiß geliebt, den Parisern zutiefst verhasst – lässt unweigerlich an den Film <em>Die zauberhafte Welt der Amélie</em> denken. </p>
<p>Man wünscht sich manchmal, frei von Bildern und Assoziationen zu sein, um sich den Eindrücken schuldlos, vorbehaltslos hingeben zu können. In Rilkes Roman <em>Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge</em> spricht der Protagonist davon, dass er »sehen« lerne. Die Eindrücke der Großstadt wirken auf ihn inspirierend: </p>
<blockquote><p>Ich lerne sehen. Ich weiß nicht, woran es liegt, es geht alles tiefer in mich ein und bleibt nicht an der Stelle stehen, wo es sonst immer zu Ende war. Ich habe ein Inneres, von dem ich nicht wußte. Alles geht jetzt dorthin. Ich weiß nicht, was dort geschieht. Ich lerne sehen. Ja, ich fange an. Es geht noch schlecht. Aber ich will meine Zeit ausnutzen. Daß es mir zum Beispiel niemals zum Bewußtsein gekommen ist, wieviel Gesichter es giebt. Es giebt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.</p></blockquote>
<p>Aber kann man etwas neu sehen, was man schon tausendmal gesehen hat? Es fällt mir schwer, den Eiffelturm im Sinne Rilkes zu »sehen«. Ich nehme verschiedene Perspektiven ein, um anders zu sehen, um durch Verfremdung das Wohlbekannte neu aufleben zu lassen – vergeblich! Immer bleibt er der Postkartenturm, der Urlaubsfototurm, das ewige Klischee einer Stadt! </p>
<h5>Das große ABER&#8230;</h5>
<p><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/wp-content/uploads/2010/02/paris2.jpg" alt="(Foto: © Marion Acker)" title="(Foto: © Marion Acker)" width="233" height="300" class="right" />Paris ist teuer, anstrengend, laut und aufreibend wie jede Großstadt. Und dennoch lohnt es sich, dort Lebenszeit zu verschwenden. Der Käsemann um die Ecke verführt mit allerhand Leckereien zum Kauf. Inzwischen habe ich sogar eine Kundenkarte und sammle fleißig Bonuspunkte. Unbedingt zum Ausprobieren empfohlen: der würzige »Tête de Moine«! Wer sich kulinarisch austoben will, ist in Paris genau richtig! Man muss nur wissen, wo man was zu erschwinglichen Preisen kaufen kann. Einen großen Vorteil gegenüber Deutschland hat Frankreich insofern zu bieten, als es EU-Bürgern unter 25 Jahren kostenlosen Eintritt in alle staatlichen Museen gewährt. Das breite kulturelle Spektrum der Großmetropole lässt einen schnell über den schlechten Kaffee hinwegsehen. Theatervorstellungen sind billiger als Kino und auf den Emporen des prunkvollen Odéon-Theaters fühlt man sich wahrlich erhabener als in einem zerknautschten Kinosessel. </p>
<p>Wer sich Zeit nimmt, die Stadt zu erkunden, der kann sich nur verlieben: Abseits der großen Boulevards gibt es viel zu entdecken. Man steigt in die Pariser Métro, streift ziellos durch die Straßen und landet irgendwo ganz unverhofft – zum Beispiel auf einer Vernissage. Oder man stößt auf ein gemütliches Restaurant oder eine Second-Hand-Boutique. Wem der Louvre, das Musée d'Orsay und das Centre Pompidou über den Kopf wachsen, der kann sich kleine, kuscheligere Museen vornehmen: zum Beispiel das Musée Gustave Moreau im siebten Arrondissement. Oder das Musée Picasso im Marais. Oder das Rodin-Museum. </p>
<p>Ich habe eine eigene Strategie entwickelt, der Stadt Herr zu werden: Spaziergänge mit thematischen Schwerpunkten. Beispielsweise ein Stadtrundgang mit dem Schwerpunkt Pariser Passagen durch die Viertel auf dem rechten Seine-Ufer. Durch die Blick-Fokussierung nimmt man mehr und intensiver wahr. Weil die Stadt einem immer wieder aufs Neue die Grenzen der eigenen Aufnahmefähigkeit aufzeigt, wird  »Sehen« im Sinne Rilkes erst durch Verfahren der Selektion und Ausblendung störender Reizmomente möglich: Um »sehen« zu können, muss man – besonders in Paris – die Augen manchmal verschließen.</p>
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		<title>Germanistikstudierende wagen die Praxis</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 08:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist die alte Frage, die allen Geisteswissenschaftlern immer wieder gestellt wird: »Und was macht man hinterher damit?«. Zu wenig Praxisbezug, lautet ein gängiger Vorwurf auch in Richtung Germanistik. Doch die Beschäftigungsmöglichkeiten, die einem Geisteswissenschaftler nach dem Studium offen stehen, sind vielfältig, wie zum Beispiel die Vortragsreihe »Zu Ihnen spricht die Praxis«, die im vergangenen Semester an der Bonner Universität angeboten wurde, gezeigt hat. Vier in einem Seminar des Instituts für Germanistik veröffentlicht die Kritische Ausgabe in den kommenden Wochen. Sie zeigen, in welcher Breite sich Germanisten an verschiedene Themen der Zeit heranwagen und sind so auch ein Beweis gegen das gängige Urteil mangelnden Praxisbezugs im Studium.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die alte Frage, die allen Geisteswissenschaftlern immer wieder gestellt wird: »Und was macht man hinterher damit?«. Zu wenig Praxisbezug, lautet ein gängiger Vorwurf auch in Richtung Germanistik. Doch die Beschäftigungsmöglichkeiten, die einem Geisteswissenschaftler nach dem Studium offen stehen, sind vielfältig, wie zum Beispiel die Vortragsreihe <a href="http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1481/">»Zu Ihnen spricht die Praxis«</a>, die im vergangenen Semester an der Bonner Universität angeboten wurde, gezeigt hat. </p>
<p>Heute sind Veranstaltungen mit Praxisbezug zu einem wichtigen Teil der Ausbildung geworden. Schon im Studium werden hier Studierenden Ideen an die Hand zu geben, was Teil ihres Berufslebens sein kann. In ihrem Seminar »Learning by writing. Literaturkritik, praktisch« bot Frau <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/lehrende/dozenten?doz_id=21">Dr. Ursula Geitner</a> am <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/home">Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur und Kulturwissenschaften</a> die Möglichkeit, sich konkret an literaturkritischen Texten zu versuchen. Die Ergebnisse wurden gemeinsam diskutiert und nach den Vorschlägen der anderen Kursteilnehmer überarbeitet. Neben einer Einführung in die Verfahren der  Literaturkritik, galt es in dem Seminar, mit Kurzformen wie Rezensionen oder Kurzporträts Wissen zu vertiefen und zu erweitern. </p>
<p>Vier der so entstandenen Texte veröffentlicht die <em>Kritische Ausgabe</em> in den kommenden Wochen. Sie zeigen bereits, in welcher Breite sich Germanisten an verschiedene Themen der Zeit heranwagen und sind so auch ein Beweis gegen das gängige Urteil mangelnden Praxisbezugs im Studium.</p>
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		<title>Ob die Sprache der Blinden oder die der Taliban – Sprachwissenschaft kennt keine Grenzen!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 08:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karolina Anna Juchnik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortragsreihen erfreuen sich zur Zeit großer Beliebtheit und finden demnach auch an der Universität Bonn einen weitreichenden Zuspruch. Bereits zum wiederholten Male bieten im Wintersemester 2009/2010 auch junge Sprachwissenschaftler ein »Studentisches Forum Linguistik« (SFL) an. Insbesondere den Studienanfängern, so die Organisatoren des Forums, soll damit die Möglichkeit erschlossen werden, »Einblicke in die kaum zu überschätzende Vielfalt, Vernetzbarkeit und Strahlkraft der Sprachwissenschaft« zu erhalten …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortragsreihen erfreuen sich zur Zeit großer Beliebtheit und finden demnach auch an der Universität Bonn einen weitreichenden Zuspruch. Bereits zum wiederholten Male bieten im Wintersemester 2009/2010 auch junge Sprachwissenschaftler ein »Studentisches Forum Linguistik« (SFL) an. Insbesondere den Studienanfängern, so die Organisatoren des Forums, soll damit die Möglichkeit erschlossen werden, »Einblicke in die kaum zu überschätzende Vielfalt, Vernetzbarkeit und Strahlkraft der Sprachwissenschaft« zu erhalten.<a href="#footnote-1-1804" id="footnote-link-1-1804" title="Zur Anmerkung"><sup>[1]</sup></a></p>
<p>Die einzelnen Vorträge dienen dabei sowohl der allgemeinen Orientierung innerhalb der Linguistik, als auch einem Austausch des Fachwissens innerhalb der im Anschluss angestrebten Diskussionsrunden. Dabei werden Abschlussarbeiten von Bonner Studierenden, Promovenden oder Habilitanden unterschiedlicher sprachwissenschaftlicher Disziplinen zur Veranschaulichung herangezogen, die die Zuhörer auch im Hinblick auf eigene Arbeiten anregen sollen. Dementsprechend können und sollen gerne explizite Fragen an die Vortragenden gerichtet werden, um in einer offenen Diskussion in einen institutsübergreifenden Dialog zu kommen.</p>
<p>Das SFL will mehrere Bereiche und methodische Ansätze der Linguistik vorstellen, unter anderem aus der Germanistik, der Phonetik und Kommunikationsforschung und der Vergleichenden Sprachwissenschaft. Für kommende Semester ist auch eine Vernetzung mit der Keltologie und der Anglistik geplant.</p>
<p>Das Themenspektrum der sechs Vorträge des diessemestrigen Forums reicht von den Bedürfnissen blinder und sehbehinderter Mitmenschen in der »Unit-Selection-Sprachsynthese« bis hin zu den Taliban-Sprachen Afghanistans. Sina Drinks Vortrag am 4. November 2009 präsentiert beispielsweise die im Zuge einer germanistischen Bachelorarbeit gewonnenen Erkenntnisse zur »Metakommunikation in einer politischen Gesprächsrunde«. Es erfolgte dabei eine aufs aktuelle Geschehen bezogene Untersuchung, inwieweit und zu welchen Zwecken metakommunikative Äußerungen von Seiten der Moderation oder der Politiker selbst eingesetzt werden.</p>
<p>Die Vorträge des Forums finden in einem 14-täglichen Turnus <strong>jeweils mittwochs von 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr</strong> im Universitätshauptgebäude, <strong>Übungsraum 5 des Verfügungszentrums,</strong> statt. Den Eröffnungsvortrag hält am 21. Oktober Silvia Ulivi zu einem Vergleich der deutschen mit den italienischen Modalpartikeln: »Dann muss man das eben halt einfach mal lernen«. – Das vollständige Vortragsprogramm des SFL finden Sie <a href="http://www.kritische-ausgabe.de/pdf/SFL_Aushang.pdf">hier</a>,<a href="#footnote-2-1804" id="footnote-link-2-1804" title="Zur Anmerkung"><sup>[2]</sup></a> der Eintritt ist kostenlos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 class="anmerkungen">Anmerkungen</h4><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-1804"><strong>Anm. d. Red.:</strong> Das Spektrum der (germanistischen) Sprachwissenschaft auszuleuchten ist auch das Ziel der Beitragsreihe »In der Tat: Linguistik«, die die <em>K.A.</em>-Redaktion im <a href="http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/hefte/abenteuer/">»Abenteuer«-Heft</a> initiiert hat. Neben den dort veröffentlichten Aufsätzen von <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1231/">Markus Tönjes</a> und <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1232/">Tobias Vogelfänger</a> zu Psycholinguistik und Flurnamenforschung erschien im <a href="http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/hefte/europa/">aktuellen Heft</a> ein Beitrag <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1446/">Jan Seiferts</a> über »linguistische Detektivarbeit – Aufgaben, Methoden und Problemen der forensisch-linguistischen Autorschaftsanalyse«. Im kommenden Heft wird Bernhard Fisseni die Computerlinguistik vorstellen und unsere Reihe fortsetzen.  [<a href="#footnote-link-1-1804">zurück</a>]</li><li id="footnote-2-1804"><strong>Addendum:</strong> Nach Erscheinen unseres Artikels wurde das Programm des SFL noch erweitert, außerdem ergaben sich – unter anderem durch die Einbindung des des Forums in das Vortragsprogramm des <a href="http://www3.uni-bonn.de/studium/studium-universale/dies-academicus">Dies Academicus</a> – einige Terminänderungen. Ein aktualisiertes Programm des SFL stellen wir Ihnen <a href="http://www.kritische-ausgabe.de/pdf/SFL-Programm_NEU.pdf">hier</a> zur Verfügung.  [<a href="#footnote-link-2-1804">zurück</a>]</li></ol>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nach (fast) allen Regeln der Kunst</title>
		<link>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1771/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt Viertelhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Als auf der Buchmesse in Leipzig im Frühjahr 2009 der neue »Sony-Reader«, ein Lesegerät für E-Books, auf dem deutschen Buchmarkt vorgestellt wurde, war das E-Book selbst schon ein Déjà-vu. Wieder einmal wurde davon gesprochen, daß das Buch bald ausgedient habe und man Texte in Zukunft nur noch auf einem kleinen Gerät mit sich herumtrage. Schon vor einigen Jahren, als in den USA der »Kindle« auf den Markt kam, wurde von dieser buchlosen Zukunft gesprochen. Eingestellt hat sich dieses Szenario nicht. Zwar hat das E-Book und der dazugehörige Reader wachsende Verkaufszahlen, aber für ein nahendes Ende des Buches sprechen sie nicht. Daher ist das <em>Lexikon Buch, Druck, Papier </em>von Joachim Elias Zender auch alles andere als eine Gedenkschrift an eine untergehende Gattung …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als auf der Buchmesse in Leipzig im Frühjahr 2009 der neue »Sony-Reader«, ein Lesegerät für E-Books, auf dem deutschen Buchmarkt vorgestellt wurde, war das E-Book selbst schon ein Déjà-vu. Wieder einmal wurde davon gesprochen, daß das Buch bald ausgedient habe und man Texte in Zukunft nur noch auf einem kleinen Gerät mit sich herumtrage. Schon vor einigen Jahren, als in den USA der »Kindle« auf den Markt kam, wurde von dieser buchlosen Zukunft gesprochen. Eingestellt hat sich dieses Szenario nicht. Zwar hat das E-Book und der dazugehörige Reader wachsende Verkaufszahlen, aber für ein nahendes Ende des Buches sprechen sie nicht. Daher ist das <em>Lexikon Buch, Druck, Papier </em>von Joachim Elias Zender auch alles andere als eine Gedenkschrift an eine untergehende Gattung.</p>
<dl style="width:300px; float:right; padding:6px; margin:6px;">
<dt style="text-align:center; margin:0px; padding:0px;">
<img src="http://www.kritische-ausgabe.de/wp-content/uploads/2009/10/Zender2.jpg" alt="Joachim E. Zenders »Lexikon Buch, Druck, Papier« – die Aufmachung" title="Joachim E. Zenders »Lexikon Buch, Druck, Papier« – die Aufmachung" />
</dt>
<dd style="text-align:center; font-size:75%; margin:3px; padding:3px;">Mit Fadenheftung und Lesebändchen bestens ausgestattet –<br />
und auch der Leinengebundene Rücken zeugt bei der Herrstellung von hohem Anspruch</dd>
</dl>
<p>Bücher bestimmen die Geschicke des Menschen seit hunderten von Jahren. Sei es als Handschrift »vor der Entstehung der Buchdruckkunst«, oder heute als Massenware dem Taschenbuch. Die Speicherfähigkeit von elektronischen Medien ist noch lange nicht archivtauglich und noch fehlt es dem E-Book auch an Praktikabilität – wo bitte mache ich meine Anmerkungen, wie kann ich etwas unterstreichen? Daß das E-Book auch die Gefahr birgt, daß Autorinnen und Autoren von ihrer Arbeit nicht mehr werden leben können, weil alles, was digital greifbar ist, früher oder später ›frei‹ verfügbar ist, ist dabei noch ein anderes Thema. Viel entscheidender ist, daß das Buch eine selbst auch Form des Erlebens ist.</p>
<h5>Das (Lexikon) Buch – eine sinnliche Erfahrung</h5>
<p>Ein gut gemachtes Buch in der Hand zu haben, hat etwas Erhebendes. Das Papier, der Umschlag, oder, wie im vorliegenden Fall: der leinengebundene Buchrücken. Ein ebenso konsequentes wie vielsagendes Ausstattungsmerkmal, wo es doch um das Buch geht, um das Handwerk und all die Dinge, die es rund um dieses Kulturgut an Wissenswertem zu bemerken gibt. Zehnder hat mitten in die Zeit, in der ein Abgesang auf das Buch begonnen wurde, ein Lexikon veröffentlicht, das all die Details erklärt, die zu dem führen, was wir so gerne in den Händen halten. Erklärt werden hier nicht nur geläufige Begriffe wie ›Gästebuch‹ oder die ›ISBN‹, vor allem Begriffe, die tief in die Kunst des Büchermachens dringen werden erläutert. Beispielsweise die ›Nagelprobe‹, die Buchmenschen nicht als Ritual bei Trinkgelagen dient, sondern dem »Feststellen der Laufrichtung von Papieren durch kneifendes Durchziehen von Papierrändern zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Laufrichtung bleibt dabei glatt, während sich die Querrichtung wellt.«</p>
<dl style="width:299px; float:left; padding:6px; margin:6px;">
<dt style="text-align:center; margin:0px; padding:0px;">
<img src="http://www.kritische-ausgabe.de/wp-content/uploads/2009/10/Zender1.JPG" alt="Joachim E. Zenders »Lexikon Buch, Druck, Papier« – sein Aufschlagverhalten" title="Joachim E. Zenders »Lexikon Buch, Druck, Papier« – sein Aufschlagverhalten" />
</dt>
<dd style="text-align:center; font-size:75%; margin:3px; padding:3px;">Das Aufschlagverhalten läßt allerdings zu wünschen übrig.<br />
Statt des gewählten Artikels bleibt nur der Vorsatz geöffnet.</dd>
</dl>
<p>In seiner feinen Verarbeitung hat das Lexikon die besten Voraussetzungen für ein langes Leben. Die ›Fadenheftung‹ sichert, daß dieses Buch lange hält, denn sie wird gezielt eingesetzt »bei Produkten, die stärker beansprucht werden. [...] Wegen der besseren Benutzbarkeit des Buches und der höheren Dauerhaftigkeit ist die der Klebebindung bzw. der Draht-, Klammerheftung gegenüber unbedingt vorzuziehen.« Reich bebildert werden Geräte wie die ›Langsiebpapiermaschine‹ dargestellt und das ›Daumenregister‹ veranschaulicht. Bewiesen wird auch, daß man nicht nur beschreiben kann, was ein Satz im Jargon des Buchmachers (auch ›Schriftsatz‹) ist, sondern auch noch ein ansehnliches Beispiel abgeliefert. Nur den Begriff des ›Aufschlagverhaltens‹ vermißt man in dem Lexikon – und auch in seiner handwerklichen Umsetzung. Denn genau das Aufschlagverhalten ist es, das bei all den anderen Vorzügen, die dieses mit viel Liebe zum Detail hergestellte Buch auszeichnet, ein wenig trübt: Ein Buch von 320 Seiten und relativ schwerem Papier sollte aufgeschlagen liegenbleiben können, während man an anderer Stelle weiterarbeitet, anstatt seine Buchdeckel jedes Mal von selbst zu schließen.</p>
<h5>Ein Lexikon für Büchermenschen und Bücherwürmer</h5>
<p>Abgesehen von diesem technischen Mangel, der leider bei den meisten Büchern von heute Standard ist, hat der Verlag die handwerkliche Seite des Buches nahezu perfekt ausführen lassen. Aber auch Buchhändler und studierte Papierkurator Zender weiß, wovon er schreibt. Dabei erlaubt er sich auch einige ironische Beiträge, wie etwa die Beschreibung des ›gutartigen Bücherwurms‹:</p>
<blockquote><p>Der gutartige Bücherwurm bevorzugt im Gegensatz zu den vorgenannten trockene, beheizte Räume. Während er ganze Bände verschlingt bleiben sie doch meist unbeschädigt. Unarten dieser Spezies: Anmerkungen mit Kugelschreiber, Eselshoren, Rotweinflecken auf dem Umschlag. </p></blockquote>
<p>Begriffe, die von allgemeinerem Interesse sind, wie zum Beispiel eine Zeittafel, die das Lexikon am Ende abrundet, sind in grau hinterlegten Kästen hervorgehoben und laden zum Blättern ein. Fachspezifischere Begriffe reihen sich, wie für ein Lexikon typisch, alphabetisch untereinander. Die für ein breiteres Publikum markierten Begriffe führen auch den nicht fachgebundenen Leser in die Geheimnisse der Bücherwelt und machen das Buch, das Kennern der Materie fürs schnelle Nachschlagen wichtige Sicherheiten in der Begriffsverwendung bietet, zu einem spannenden Schmöker. Es ist Brücke zwischen allen Institutionen, die mit dem Buch zu tun haben. Für alle, die von und mit Büchern leben und die Herstellung erst weiter kennenlernen wollen kann es zu einem wichtigen Begleiter durch ihr Leben als Bücherwurm werden. </p>
<p class="zentriert"><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/wp-content/uploads/2009/10/Zender_Raabe.jpg" alt="Auch nach über 100 Jahren dank Fadenheftung noch brauchbar: Wilhelm Raabes »Akten des Vogelsangs« in einer Ausgabe von 1899" title="Auch nach über 100 Jahren dank Fadenheftung noch brauchbar: Wilhelm Raabes »Akten des Vogelsangs« in einer Ausgabe von 1899" class="frei" /><br />
<font size="-1">Auch nach über 100 Jahren dank Fadenheftung noch brauchbar:<br />
Wilhelm Raabes <em>Akten des Vogelsangs</em> in einer Ausgabe von 1899</font></p>
<p><em>Joachim Elias Zender: Lexikon Buch, Druck, Papier. Bern: Haupt Verlag, 2008. 320 Seiten. ISBN 978-3-258-07370-5 <a href="javascript:Pick it!ISBN: 978-3-258-07370-5"><img style="border: 0px none ;" src="http://www.citavi.com/softlink?linkid=FindIt" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></a> . 49,90 Euro.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="-1">Photos: © Benedikt Viertelhaus</font></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Graduierter Germanist – und nun? Was tun?</title>
		<link>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1481/</link>
		<comments>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1481/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 06:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N. N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kritische-ausgabe.de/?p=1481</guid>
		<description><![CDATA[Ob Redakteur, Lektor oder Verleger – ein Germanist hat nach seinem Abschluss viele berufliche Möglichkeiten. Aber wie schafft man den Einstieg in den Beruf und, viel wichtiger, welcher Job ist der richtige? Welche Optionen sich nach dem Studium eines geisteswissenschaftlichen Faches eröffnen und was ein Student tun muss, um seine Wunschtätigkeit ausüben zu können, darum geht es noch bis Mitte Juli immer freitags um 14:00 in Hörsaal IX des Uni-Hauptgebäudes …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob Redakteur, Lektor oder Verleger – ein Germanist hat nach seinem Abschluss viele berufliche Möglichkeiten. Aber wie schafft man den Einstieg in den Beruf und, viel wichtiger, welcher Job ist der richtige?</p>
<p>Traudl Bünger, Redakteurin der <a href="http://litcolony.de/festival/list">lit.Cologne</a>, war am 8. Mai die erste Gastreferentin der wöchentlichen Vortragsreihe <strong>»Zu Ihnen spricht: die Praxis«</strong>, die das <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/home">Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn</a> unter der Leitung von Dr. Ursula Geitner veranstaltet. Dynamisch und selbstbewusst trat Traudl Bünger vor die Studenten, Professoren und Gasthörer und gab Einblick in ihre Arbeit. Als studierte Geisteswissenschaftlerin absolvierte sie ein Praktikum beim Verlag Kiepenheuer &#038; Witsch und bekam dort im Anschluss ein Volontariat. Heute muss Bünger als Redakteurin bei der lit.Cologne vor allem Veranstaltungen organisieren, Konzepte entwickeln und Autoren betreuen. </p>
<p>Die Einblicke in den Beruf waren hilfreich, doch interessierte die Studierenden noch mehr, wie Bünger zu ihrer jetzigen Tätigkeit kam. Viele waren sich unsicher, wie man die Durststrecke nach dem Studium überwinden kann. Eine Optimallösung hatte auch Traudl Bünger nicht parat, aber den Tipp, man solle auf jeden Fall Praktika machen, um zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt. Ähnliches erzählte am vergangenen Freitag auch der zweite Referent Olaf Petersenn, seines Zeichens Lektor bei <a href="http://www.kiwi-verlag.de/">Kiepenheuer &#038; Witsch</a>. Er betonte jedoch, dass man sich nicht ausnutzen lassen solle. Dann suche man sich besser ein anderes Praktikum. Schließlich sei man da, um etwas zu lernen. Wichtig sei aber für die Berufsfindung auch, daß man seinen Interessen folge, es sei hilfreich, ein eigenes Profil zu entwickeln. Seltene Fremdsprachen seien für die Verlage sehr wichtig.</p>
<p>Traudl Bünger und Olaf Petersenn haben ihren Einstieg ins Berufsleben geschafft. Den einen vorgezeichneten Weg aber gibt es dafür nicht. Welche Optionen sich nach dem Studium eines geisteswissenschaftlichen Faches eröffnen und was ein Student tun muss, um seine Wunschtätigkeit ausüben zu können, darum geht es noch bis Mitte Juli immer freitags um 14:00 Uhr in Hörsaal IX des Uni-Hauptgebäudes. Die Veranstalter der Vorlesungsreihe haben Vertreter verschiedenster Kulturbranchen dazu eingeladen, diese und andere Fragen zu beantworten. Am 26. Juni öffnet beispielsweise die Chefdramaturgin des Schauspiels des <a href="http://www.theater-bonn.de/home.asp">Theaters Bonn</a>, Stephanie Gräve, den Vorhang zum Backstage-Bereich der Theaterbranche. Wer sich eher fürs Fernsehen interessiert, kann am 29. Mai zusammen mit Matthias Kremin vom <a href="http://www.wdr.de/">WDR</a> der Frage »Kultur im Fernsehen – Alles für die Quote?« nachgehen.</p>
<p>Auch die <em>Kritische Ausgabe</em> ist übrigens mit dabei: Unser Chefredakteur Benedikt Viertelhaus spricht über die Entstehung einer (unserer) Zeitschrift. Am 19. Juni werden Fragen rund um Aufbau, Konzept und Geschichte der <em>Kritischen Ausgabe</em> beantwortet, aber auch, wie die Mitarbeit aussehen kann und welche Perspektiven sich daraus entwickeln können.</p>
<p><strong>Das gesamte Programm und alle Termine der Vorlesungsreihe »Zu Ihnen spricht: die Praxis« gibt es <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/home/aktuelles?aktuell_id=784">hier</a> und im Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Uni Bonn.</strong></p>
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		<title>Cultural Business</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 15:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[»Mit wenig viel(e) erreichen: Wie machen Sie Ihr Projekt bekannt mit einem Werbebudget unter 50 €?« Dieser Werbespruch, mit dem die kleine <em>Werbefibel 2009/10</em> beworben wird, verspricht vieles, was sich jedes kleinere oder auch größere Projekt wünscht: Mit wenig Geld viel verdienen. Utopie oder Realität?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Mit wenig viel(e) erreichen: Wie machen Sie Ihr Projekt bekannt mit einem Werbebudget unter 50 €?« Dieser Werbespruch, mit dem die kleine <em>Werbefibel 2009/10</em> beworben wird, verspricht vieles, was sich jedes kleinere oder auch größere Projekt wünscht: Mit wenig Geld viel verdienen. Utopie oder Realität? Eher Realität, wenn man Christian Dingenotto und seinem studentischen Team zuhört. Am vergangenen Mittwoch stellten er und die vier Studenten Lukas Bohnenkämper, Hannah Brust, Caroline Kaiser und Stephanie Kirsch das Projekt <em>Cultural Business</em> und die daraus entstandene Publikation  <em><a href="http://www.bod.de/index.php?id=296&#038;objk_id=168752">Werbefibel 2009/2010</a></em> im Rahmen des Dies Academicus der Universität Bonn vor. </p>
<dl style="width:200px; float:right; padding:6px; margin:6px;">
<dt style="text-align:center; margin:0px; padding:0px;">
<img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/culturalbusiness.jpg" width="200" height="141" alt="Die Autoren der »Werbefibel 2009/10« mit ihrem Werk – Foto: © Christian Dingenotto" title="Die Autoren der »Werbefibel 2009/10« mit ihrem Werk – Foto: © Christian Dingenotto" />
</dt>
<dd style="text-align:center; font-size:75%; margin:3px; padding:3px;">Die Autoren der <em>Werbefibel 2009/10</em> mit ihrem Werk<br />(Foto: © Christian Dingenotto)
</dd>
</dl>
<p>Dingenotto ist, wie er selbst sagt, »von Haus aus Ägyptologe«, aber schon seit 12 Jahren im Medien- und Kulturbetrieb sowie im Marketingbereich tätig und bietet jedes Jahr das disziplinenübergreifende Blockseminar »<a href="http://www.cultural-business.com/">Cultural Business</a>« als Fortbildungsmöglichkeit für interessierte Studenten an. Dieses Angebot nahmen auch die vier oben genannten Studierenden der eher medienfernen Fächer Kunstgeschichte, Archäologie, Alte Geschichte und Ägyptologie an. Wo es in dem Blockseminar noch um die Theorie ging, erfolgte dann in einem zweiten Teil in den Semesterferien die Praxis. Das, was sie im theoretischen Teil eben noch gelernt hatten, sollte nun anhand des Projektes eine Werbefibel zu produzieren, im Praktischen angewandt werden. Das Ergebnis ist die 90 Seiten starke <em>Werbefibel 2009/2010</em>, die sich online und bei <a href="http://www.bod.de">BoD</a> (Books on Demand) erwerben lässt. </p>
<p>Das Ziel Dingenottos ist es, nicht nur Projekte zu einem erfolgreichen Ergebnis zu führen, sondern auch, den Studenten der kulturwissenschaftlichen Fächer die Praxis etwas näher zu bringen. Gerade für Kunstgeschichtler und Archäologen, die sich häufig mit Ausstellungen und Ausgrabungen beschäftigen – also Projekten, die oftmals viel Geld kosten und deshalb meistens Sponsoren benötigen –, ist die Organisation der Vermarktung ein interessanter und wichtiger Punkt, der häufig unterschätzt wird.</p>
<p>Mit den Studenten hat Dingenotto nun eine Art Fahrplan – oder auch »Speiseplan«, wie er es nennt – entwickelt, der dem Laien eine Hilfestellung für eigene Projekte an die Hand geben möchte. Beginnend mit der Frage, ob die Projektidee überhaupt realisierbar ist, über die unterschiedlichen Werbestrategien und Möglichkeiten, bis hin zur Sponsorenaquise ist von allem etwas dabei. </p>
<p>Dieses Werbefibel-Projekt soll als der »lebende Beweis« dafür dienen, dass man auch »mit wenig Budget viel(e) erreichen kann«.</p>
<p><em>Christian Dingenotto/ Lukas Bohnenkämper/Hanna Brust [u.a.]: <a href="http://www.bod.de/index.php?id=296&#038;objk_id=168752"><strong>Cultural Business. Werbefibel 2009/10.</strong></a> Norderstedt : Books on Demand 2008. ISBN 978-3-8370-5667-9. 92 S. 9,– Euro.</em></p>
<p><font size="-1">Foto: © Christian Dingenotto</font></p>
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		<title>Von Supermärkten und Superkräften</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 14:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eboa Songa Itondo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Weltweit]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Stadt wie Genf, in der es mehr Millionäre als Obdachlose gibt, fehlt es den Menschen an nichts. Sie haben alles im Überfluss – vor allem Zeit. Nicht, dass ich es für nötig hielte, die vielen Klischees über das Schweizer Zeitgefühl um einen weiteren Text zu bereichern, ich möchte hier nur von meinen ersten Eindrücken von diesem Land berichten – und diese sind geprägt vom Thema Zeit und der Frage, wie die Schweizer zu ihr kamen …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<div style="color: #777;"><a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/ressort/kaplus/studium-beruf/weltweit/">»Weltweit«</a> – unter diesem Titel präsentierten wir Ihnen schon früher Erfahrungsberichte von Auslandsaufenthalten unserer Redaktionskollegen. Denn aus dem beschaulichen Bonn zieht es uns – bei aller Heimatverbundenheit – zuweilen in Metropolen der Welt hinaus: Oxford, Paris, Berlin, St. Andrews und das kalifornische Berkeley sind nur einige Orte, wo man uns begegnen kann. Und natürlich kann man dort so einiges erleben. In der <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1019/">einst</a> von <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/author/rochus-wolff/">Rochus Wolff</a> begründeten Tradition haben wir daher vor ziemlich genau drei Jahren unter anderem unseren <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/ressort/kaplus/studium-beruf/weltweit/genf/">»Bericht aus Genf«</a> ins Leben gerufen.</div>
</p>
<p>
<div style="color: #777;">»Man sollte alles über Bord werfen, was man meint, über die Schweiz zu wissen«, schrieb <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/author/marko-milovanovic/">Marko Milovanovic</a> damals im <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/439/">»Chapitre I«</a> seines Reports aus dem Land der Eidgenossen. Auch unsere Redaktionspraktikantin <strong>Eboa Songa Itondo</strong> muss zugeben, dass sie durchaus von Klischeevorstellungen ausging, als sie vor einigen Wochen in der Stadt am Südzipfel des Lac Léman eintraf. In neuen Folgen unseres »Rapports de Genève« berichtet sie fortan in loser Folge von Ihren Erlebnissen und Eindrücken.</div>
</p>
<h4>&nbsp;</h4>
<p class=zentriert><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/PanoramaGenf.jpg" alt="Panorama der Stadt Genf – Foto: © Christoph Rohner" class="frei" /><br />
<font size="-1">Panorama der Stadt Genf<br />
(Foto: Christoph Rohner)</font></p>
<p>In einer Stadt wie Genf, in der es mehr Millionäre als Obdachlose gibt, fehlt es den Menschen an nichts. Sie haben alles im Überfluss – vor allem Zeit. Nicht, dass ich es für nötig hielte, die vielen Klischees über das Schweizer Zeitgefühl um einen weiteren Text zu bereichern, ich möchte hier nur von meinen ersten Eindrücken von diesem Land berichten – und diese sind geprägt vom Thema Zeit und der Frage, wie die Schweizer zu ihr kamen.</p>
<p>In meiner Vorstellung war es ungefähr so: Zur Bekräftigung des Rütlischwurs wurde eine magische Wünschelrute in den Boden gestoßen, was eine magnetische Welle ausgelöste, die sich über die ganze Region wie ein Netz ausbreitete und schließlich bewirkte, dass alle Uhren jeglicher Art und Form langsamer laufen. Alle – bis auf eine. Der begegne ich jeden Tag auf dem Weg zur Uni. Der Einheimische dagegen nimmt sich einfach Zeit, oft auch – und das ist schön zu wissen – für andere. Wie zum Beispiel die Verkäuferin, die sich für eine ausgiebige persönliche Typberatung für jeden Kunden an der Kasse nicht zu Schade ist. Auch, wenn die Schlange einmal durch den ganzen Laden und schließlich bis zur Umkleide reicht.</p>
<dl style="width:300px; float:right; padding:6px; margin:6px;">
<dt style="text-align:center; margin:0px; padding:0px;">
<img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/BusGenf.jpg" alt="Ein Bus der Genfer Linie 8 – Foto: © Hp. Teutschmann" />
</dt>
<dd style="text-align:center; font-size:75%; margin:3px; padding:3px;">Ein Bus der Genfer Linie 8<br />
(Foto: Hp. Teutschmann)
</dd>
</dl>
<p>Mein persönlicher Preis für die sympathischste, aber auch unnötigste Vergeudung meiner Zeit geht aber an den Busfahrer der Linie 8. Der Gewinner nimmt sich seit meiner Ankunft in Genf die Zeit zum Witzigsein. Jedes Mal, wenn ich einen Fuß in den Bus setzten möchte, verschließt er die Türen. Repetitiv üben wir das Ganze drei- bis viermal. Getreu dem Motto »Y a pas le feu au lac!« (zu deutsch: »Am See brennt es nicht!«) lache ich ihn an und warte solange, bis es weitergehen und ich einsteigen kann. Den Blick dafür, ob die Menschen im Bus auf dem Weg zum Bahnhof in Eile sind oder nicht, verliert er leider über diesen rituellen Moment der absoluten Bespaßung. An das Warten habe ich mich jedoch sowieso schon gewöhnt. Ticket ziehen, Schlange stehen und warten auf dem Amt. Ticket ziehen, einreihen und warten auf der Post. Und schließlich Ticket ziehen, anstellen und warten, um sich ein Ticket zu kaufen. Das hat in mir die unruhige Frage aufgeworfen, was eigentlich vor diesen Ticketautomaten war …</p>
<p>Noch etwas Wunderbares: Ich bemerke hier verstärkt, dass zweiundzwanzig Jahre Deutschland mich tatsächlich nachweislich geprägt haben. Mir ist fast so, als ginge dort alles ein wenig schneller. Auch ich war ein wenig gestresster, Dinge mussten schneller erledigt werden – vor allem zu Semesterbeginn beziehungsweise -ende, so wie das nun einmal mit Sachen ist, die man auf den letzten Drücker erledigt. Den Rest der Zeit verbrachte ich aber stets entspannt und gut ausgeruht. Seitdem ich allerdings hier bin, beschleicht mich ein Gefühl, als liefe meine Uhr langsamer.  Ich erziele täglich neue Rekordzeiten im Bad und bei der allmorgendlichen Entscheidung vor dem Kleiderschrank. Auf einmal scheint es fast unverschämt, wie viel man in drei Minuten erledigen kann, wenn man als Deutscher in das Schweizer Raum-Zeitkontinuum einbricht.</p>
<p>Hin und wieder aber überschätze ich meine neu erworbenen Superkräfte, Schallgeschwindigkeit zu erreichen, leider noch und zwar dann, wenn es um das Einkaufen in Supermärkten geht. Diese schließen hier um 19 Uhr. Gegen 18 Uhr 58 kündigt eine vor Vorfreude beinah singende Stimme ihren wohlverdienten Feierabend an und bittet die Kunden, sich zur Kasse zu begeben. Um Punkt sieben verwandelt sich der Supermarkt dann in einen eher unheimlichen Ort, ähnlich einer Parkhaus-Szene in einem zweitklassigen Horrorfilm. Von Abteilung zu Abteilung erlischt das Licht mit einem kurzen, hektischen Flackern. Es fängt beim Brot an und arbeitet sich über das Gemüse bis zu den Milchprodukten vor, so dass nur noch im vorderen Bereich des Supermarktes, also an der Kasse, ein kleines, fast schüchternes Licht brennt. Ich gebe mich geschlagen und lasse das Toastbrot fallen. Dann gehe ich ins Licht, stelle mich an und warte, lächelnd.</p>
<p><font size="-1">Fotos: © Christoph Rohner, Hp. Teutschmann</font></p>
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		<title>Euro-asiatischer Brückenschlag im Reich der Wissenschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 10:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N. N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.biennale-bonn.de/"><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/BiennaleLogo_2008.jpg" class='right' alt="Biennale Bonn 2008 (Logo)" /></a>Wie bei den vergangenen zwei Theaterfestivals in den Jahren 2004 und 2006 helfen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Studenten bei der Organisation der Biennale mit. Die Vorbereitung erfolgte im Rahmen des Projektseminars »Bosporus am Rhein. Biennale Bonn 2008« am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft. Aber nicht nur Studenten der Germanistik sind vor und während der Biennale engagiert, zum Team gehören etliche Studenten verschiedenster Fachrichtungen, darunter auch mehrere aus dem Bereich der Asienwissenschaften. Mit dieser Fachrichtung ist die Kooperation im Rahmen der diesjährigen Biennale zum Themenschwerpunkt Bosporus besonders eng ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.biennale-bonn.de/"><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/BiennaleLogo_2008.jpg" class='right' alt="Biennale Bonn 2008 (Logo)" /></a>Wie bei den vergangenen zwei Theaterfestivals in den Jahren 2004 und 2006 helfen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Studenten bei der Organisation der <a href="http://www.biennale-bonn.de/">Biennale</a> mit. Die Vorbereitung erfolgte im Rahmen des <a href="https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=6756&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung">Projektseminars</a> »Bosporus am Rhein. Biennale Bonn 2008« am <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/home">Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft</a>. Aber nicht nur Studenten der Germanistik sind vor und während der Biennale engagiert, zum Team gehören etliche Studenten verschiedenster Fachrichtungen, darunter auch mehrere aus dem Bereich der <a href="http://www.uni-bonn.de/www/IOA.html">Asienwissenschaften</a>. Mit dieser Fachrichtung ist die Kooperation im Rahmen der diesjährigen Biennale zum Themenschwerpunkt Bosporus besonders eng. Nicht nur unter den Studenten, auch unter den Lehrenden ist das Interesse hier groß, und einige haben sich bereits an den zahlreichen Veranstaltungen im Vorfeld der Biennale beteiligt.</p>
<p>Auf Anhieb mag manchem nicht klar sein, wo hier die Verbindung herzustellen ist, denn auch, wenn die Türkei immer wieder als eine »Brücke zwischen Europa und Asien« bezeichnet wird, denken wohl nur die wenigsten Leuten an sie, wenn sie zum ersten mal den Begriff »Asienwissenschaften« hören. Erfahrungsgemäß wird von Studenten dieses Fachs meist pauschal angenommen, sie beschäftigten sich mit Japan, China oder Indien, den vielzitierten »Mächten der Zukunft«. Dabei hat auch die Beschäftigung mit dem islamischen Orient und seinen drei wichtigsten Kulturräumen, dem arabischen, dem persischen und eben dem türkischen, an der <a href="http://www.uni-bonn.de/">Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität</a> eine lange Tradition, die bis in die Gründungszeit der Bonner Universität zurückreicht. In seiner langen Geschichte durchlief der Orient- und Asienwissenschaftliche Bereich zahlreiche Veränderungen und Umstrukturierungen, an deren Ende im Jahre 2005 das Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) stand, unter dessen Dach gegenwärtig etwa 2200 Studierende eingeschrieben sind. Im Zuge der Herausbildung des Instituts entstand zum Wintersemester 2004/05 dann auch der Bachelor/Master-Studiengang Asienwissenschaften. Der Studiengang vereint unter anderem die ehemaligen Studiengänge Japanologie, Sinologie, Islam- und Vergleichende Religionswissenschaft sowie den Übersetzer-Studiengang. Im Sprachenangebot des Studiengangs finden sich insgesamt elf asiatische Sprachen, darunter auch Türkisch. Die Auswahl der Sprache ist es auch, welche den Schwerpunkt des Studiengangs ausmacht und darüber hinaus den Grundstein für die spätere regionale und thematische Spezifizierung legt. Denn in den ersten beiden Semestern hören noch alle Studenten gemeinsam Vorlesungen über die Geschichte und die gegenwärtige Lage in allen Regionen Asiens, in denen grundlegendes Wissen vermittelt wird, bevor ab dem 3. Semester eine breite Auswahl von Modulen verschiedener Disziplinen zur Auswahl stehen. Diese lassen sich thematisch grob in geographische Blöcke einteilen, die von den Studenten in der Regel auf die erlernte(n) Sprache(n) abgestimmt belegt werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Veranstaltungen anderer Fächer zu besuchen, etwa aus den Bereichen Jura oder BWL, und sich diese als Leistung im Rahmen des eigenen Studienganges anerkennen zu lassen. </p>
<p>Naturgemäß sind es vor allem die Islamwissenschaften und die Türkisch-Abteilung, die sich mit der nahenden Biennale beschäftigen. In Kooperation mit der <a href="http://www.islamwissenschaft.uni-bonn.de/">Abteilung für Islamwissenschaften</a> läuft seit Beginn des Semesters eine wöchentliche <a href="http://www.biennale-bonn.de/content_sparten_d.php?art=7#">Ringvorlesung</a>, in der Eindrücke von den vielen Facetten türkischer Gegenwartskultur vermittelt werden. Beteiligt sind neben Vertretern der Biennale, etwa dem künstlerischen Leiter Steffen Kopetzky, und Lehrenden des IOA (zum Beispiel der Leiterin der Türkisch-Abteilung, Dr. Hedda Reindl-Kiel) eine Reihe von Kennern der türkischen Kultur aus ganz Deutschland, der Türkei und verschiedenen anderen Ländern. Die Moderation obliegt dabei dem bekannten Bonner Islamwissenschaftler Dr. Bekim Agai, der auch schon im Rahmen einer »Biennale- Preview« über die Geschichte des Osmanischen Reichs informierte.</p>
<p>Für die Studierenden des IOA, in erster Linie natürlich für jene, deren sprachlich-kultureller Schwerpunkt der Orient oder speziell die Türkei ist, ist die Biennale nicht nur eine großartige Möglichkeit, einen Einblick in die Kulturlandschaft der Türkei zu gewinnen, die selbst denen, die Wurzeln in der Türkei haben, noch viel Neues und Interessantes zu bieten hat. Die Arbeit als Hospitanten ermöglicht es zudem, wertvolle Kontakte zu knüpfen und eben jene interkulturellen Kenntnisse und Fähigkeiten auszubilden, auf die in unserem Studium größter Wert gelegt wird.</p>
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		<title>Berufliche Perspektiven für Germanisten</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 08:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute Friederich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[»Und was willst du später damit machen?« – diese Frage haben wohl schon alle Germanistikstudierenden mehr als einmal gestellt bekommen. Orientierungshilfe bei dieser Frage bietet das »Forum B(eruf)« an diesem Freitag um 18 Uhr s.t. im Übungsraum im 3. Obergeschoss des Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Und was willst du später damit machen?« – diese Frage haben wohl schon alle Germanistikstudierenden mehr als einmal gestellt bekommen. Doch sie zu beantworten ist manchmal gar nicht so einfach, denn die beruflichen Perspektiven, die sich im Anschluss an ein geisteswissenschaftliches Studium ergeben, sind vielfältig. Orientierungshilfe bietet das <strong>»Forum B(eruf)«</strong>, das an diesem <strong>Freitag</strong>, den <strong>18. Januar</strong> um <strong>18 Uhr s.t.</strong> im <strong>Übungsraum im 3. Obergeschoss</strong> des <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/home">Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft</a> stattfindet. Bei der in Kooperation mit dem <a href="http://www.uni-bonn.de/Die_Universitaet/Alumni.html">Alumni-Netzwerk</a> organisierten Veranstaltung geben zwei ehemalige Bonner Germanistikstudierende Einblicke in ihr Berufsleben und berichten von ihrem Werdegang. Zu Gast sind <strong>Yvonne Büdenhölzer</strong> – sie ist <a href="http://www.berlinerfestspiele.de/en/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_08_talente/tt_08_stueckemarkt/tt_08_bio_buedenhoelzer.php">Leiterin des Stückemarktes</a> (Theatertreffen, Berliner Festspiele) – sowie <strong>Bernd Draser</strong>, er ist als Dozent an der<a href="http://www.ecosign.net/html/index.php"> Ecosign Akademie für Gestaltung</a> in Köln tätig.</p>
<p>Interessantes über die Laufbahnen von erfolgreichen Absolventen der Germanistik zu erfahren, das hat sich auch der Fragebogen der <em>Kritischen Ausgabe</em> zum Ziel gesetzt. Und auch dieses Mal (bereits im letzten Jahr gab es ein »Forum B(eruf)«, Bericht und Fragebögen finden sich <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/883/">hier</a>, <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/875/">hier</a>, <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/881/">hier</a> und <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/881/">hier</a>) haben wir den beiden Gästen unsere zwölf Fragen an »Germanisten, die es geschafft haben« bereits vorab vorgelegt. Zur Einstimmung auf die Veranstaltung gibt es daher <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1149/">hier</a> schon einmal die Antworten von Bernd Draser; der Fragebogen von Yvonne Büdenhölzer folgt im Anschluss an die Veranstaltung. </p>
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		<title>WANTED: Praktikanten!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Oct 2007 18:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N. N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>

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		<description><![CDATA[»Praktikanten?«, mag sich mancher skeptisch fragen: »In Zeiten beständiger Klagen über die Probleme der ›Generation P(raktikum)‹ will die <em>Kritische Ausgabe</em> tatsächlich Praktika anbieten?« – Ja, ganz genau!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Praktikanten?«, mag sich mancher skeptisch fragen: »In Zeiten beständiger Klagen über die Probleme der ›Generation P(raktikum)‹ will die <em>Kritische Ausgabe</em> tatsächlich Praktika anbieten?«</p>
<p><strong>Ja, ganz genau!</strong> Im Rahmen des Praxismoduls des neuen <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/bachelor">Bachelor-Studiengangs Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft</a> besteht erstmals die Möglichkeit, durch ein freiwilliges Praktikum eine Übung zu ersetzen und so praktische Erfahrungen in der Berufswelt als Teil des Studiums zu absolvieren. Wir finden das gut – und bieten deshalb ab sofort zwei Studierenden pro Semester die Möglichkeit, bei uns vier Monate lang studienbegleitende Praxiserfahrung zu sammeln!</p>
<p>Bewerben können sich Studierende der Uni Bonn, die dort oder in der Umgebung zu Hause sind. Was genau wir erwarten – und was von uns erwartet werden darf –, haben wir <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/uber-uns/jobs/">hier</a> zusammengefasst. </p>
<p>Als Ansprechpartner während des Praktikums und schon jetzt auch für weitere Informationen stehen unsere beiden Praktikumskoordinatoren <strong><a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/author/anna-valerius/">Anna Valerius</a></strong> und <strong><a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/author/fabian-beer/">Fabian Beer</a></strong> jederzeit gerne zur Verfügung – einfach und unkompliziert per E-Mail unter <a href="mailto:studium@kritische-ausgabe.de">studium@kritische-ausgabe.de</a>. </p>
<p><strong>Wir freuen uns auf Post!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von der Literarischen Übung zum Buch</title>
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		<pubDate>Thu, 31 May 2007 22:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Uelpenich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt]]></category>

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		<description><![CDATA[Kreatives Schreiben liegt seit einigen Jahren voll im Trend. Viele Verlage haben dies erkannt und bringen Bücher zum Thema für Studierende, angehende Schriftsteller und Journalisten auf den Markt. So ist auch bei Reclam im letzten Jahr ein Arbeitsheft <em>Kreatives Schreiben</em> erschienen, das in Schulen zum Einsatz kommt. In 111 Übungen wird den Schülern das Schreiben näher gebracht. Dabei werden verschiedene Altersstufen unterschiedlich gefordert, das Bändchen ist eingeteilt in Prosa, Drama, Lyrik und Journalismus ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/leis_schreiben.jpg" title="Mario Leis (Hg.): Kreatives Schreiben" alt="Mario Leis (Hg.): Kreatives Schreiben" />Kreatives Schreiben liegt seit einigen Jahren voll im Trend. Viele Verlage haben dies erkannt und bringen Bücher zum Thema für Studierende, angehende Schriftsteller und Journalisten auf den Markt. So ist auch bei Reclam im letzten Jahr ein Arbeitsheft <em><a href="http://reclam.de/detail/978-3-15-015228-7">Kreatives Schreiben</a></em> erschienen, das in Schulen zum Einsatz kommt. In 111 Übungen wird den Schülern das Schreiben näher gebracht. Dabei werden verschiedene Altersstufen unterschiedlich gefordert, das Bändchen ist eingeteilt in Prosa, Drama, Lyrik und Journalismus.</p>
<p>Die Übungen sind nach demselben Schema aufgebaut. Jede Aufgabe hat einen Titel, wie zum Beispiel die Übung 12: <em>Weniger ist mehr</em> im Kapitel <em>Erzählendes</em>. Häufig sind die Titel der Übungen aber auch direkte Arbeitsanweisungen, z.B. <em>Eine Detektivgeschichte</em>. Nützliche Hinweise wie »empfohlenes Alter der Schüler«, »Gruppen- oder Einzelübung« und »benötigte Arbeitszeit« machen es dem Lehrer möglich, die Übungen in seinem Unterricht einzuplanen und gut zu koordinieren. Als letzter Punkt folgt eine Angabe zu den benötigten Materialien: meist Papier und Stifte, aber auch Gedichtbände, Homonymwörterbücher, Zeitschriften und technische Geräte wie Fernseher und Kassettenrekorder kommen zum Einsatz. Den Hauptteil einer jeden Übung bilden die detaillierten Arbeitsanweisungen, die die Schüler auch neugierig auf die jeweilige Textsorte machen sollen.</p>
<p>Entstanden ist das Heft aus der Literarischen Übung <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/lehrangebot/kvv?semester=2002ws&#038;kvvnr=4345">»Kreatives Schreiben«</a>, die im Wintersemester 2002 unter der Leitung von Mario Leis an der Universität Bonn stattfand. »Die Idee«, so der Dozent im Gespräch, »kam mir, als ich feststellte, dass es bei Reclam in der ›Blauen Reihe‹ noch kein Buch zum Thema Kreatives Schreiben gibt. Ich habe mich dann mit dem Lektor in Verbindung gesetzt, mit dem ich schon häufiger zusammengearbeitet habe.« </p>
<p>Daraufhin schlug er den Teilnehmern der Übung vor, dieses Projekt gemeinsam zu verwirklichen. Als Mitarbeiterinnen fanden sich Andrea Bahrenberg und Judith Voss unter den Studierenden sowie Beate Christmann, die mit Leis schon an anderen Projekten gearbeitet hat. Leis selbst übernahm das Vorlektorat und verbürgte sich bei Reclam für die Qualität der Beiträge.</p>
<p>Ohne den Dozenten als Schirmherr wäre es den Studentinnen nicht möglich gewesen, diese praktische Erfahrung zu machen, wie Peter Csajkas, Lektor bei Reclam, sagt: »Grundsätzlich ist es so, dass wir uns im Interesse der Qualität unseres Programms immer sehr stark um renommierte und sachkompetente Autoren bemühen, die auch das nötige Quantum an Erfahrung mitbringen. So gesehen ist studentische (Ko-)Autorschaft bei uns sicherlich eine Ausnahme.«</p>
<p><img src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/mario_leis.jpg" class="right" title="Mario Leis (Foto: privat)" alt="Mario Leis (Foto: privat)" />Warum so wenige Studenten die Chance ergriffen, kann sich Leis nicht erklären. »Viele Studierende wissen im zehnten Semester noch nicht, was ein Lektor ist. Deshalb steigert es die Berufschancen, wenn man schon während des Studiums an einem Buch mitgearbeitet hat.« Dass praktische Erfahrung für Germanisten heute unabdingbar ist, sollte allen Studenten bewusst sein. Im neuen Bachelor/Master-Studiengang sind Praktika sogar Pflicht. </p>
<p>Lektor Csajkas vermisst bei heutigen Absolventen die nötige Praxis: »An dem Angebot von Manuskripten merkt man sehr oft, dass viele Leute keine realistischen Vorstellungen von den Bedingungen der Branche haben. Das fängt bei programmatischen Überlegungen an und geht über die Zeitplanung (vom Manuskripteingang bis zum Erscheinen eines UB-Bandes muss man mit über sechs Monaten rechnen) bis hin zum Kalkulatorischen – etwa dass ein Projekt in der Universal-Bibliothek nur dann ökonomisch vertretbar ist, wenn man konstant hohe Absätze über einen längeren Zeitraum hinweg erwarten kann.«</p>
<p>Dass sie mit ihrer Mitarbeit nun eine wertvolle Referenz vorzuweisen hat, weiß Andrea Bahrenberg sehr wohl. Dafür hat sie allerdings auch hart gearbeitet: Innerhalb von vier Wochen schrieb sie 80 Seiten mit 40 Übungen. Durch andere Kurse zum Kreativen Schreiben konnte die Studentin die Zeit, die die Schüler später für die Übungen brauchen würden, gut abschätzen. Für manches nahm sie Anregungen aus anderen Büchern, die Beispieltexte dachte sie sich selbst aus. Trotz des Zeitdrucks hatte sie viel Freude an der Arbeit. »Das Schreiben der Übungen hat mir sehr viel Spaß gemacht, und während ich daran gearbeitet habe, hatte ich große Lust, die Übungen selbst auszuprobieren.«</p>
<p>Auch Peter Csajkas ist mit dem Ergebnis zufrieden: »Inhaltlich hat der Band sicher davon profitiert, dass junge, engagierte Leute mit frischen Ideen dazu beigetragen haben.« </p>
<p>Mario Leis plant schon das nächste Projekt mit Studenten. Im kommenden Jahr will er im Eigenverlag einen Band zur Geschichte Bonns herausbringen. Die Studenten sollen sich dann durch die Archive der Uni wühlen. »Solche Lokalbücher verkaufen sich erstaunlich gut«, sagt er. Vielleicht finden sich diesmal auch mehr als nur zwei Studenten, die diese Chance nutzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Mario Leis: <a href="http://reclam.de/detail/978-3-15-015228-7">Kreatives Schreiben</a>. 111 Übungen. Mitarbeit: Andrea Bahrenberg, Beate Christmann und Judith Voss. Stuttgart: Reclam, 2006 (Reihe »Literaturwissen für Schüler«). 174 Seiten. ISBN 978-3-15-015228-7. 4,60 Euro.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="zentriert"><font size="-1">Dieser Beitrag erschien zuerst in: <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/hefte/werkstatt/">Kritische Ausgabe, Sommer 2007, »Werkstatt«</a> &rarr; <a href="http://kritische-ausgabe.de/hefte/werkstatt/moses-uelpenich.pdf">hier als PDF-Dokument</a></font></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit sind gefragt</title>
		<link>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/883/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Feb 2007 13:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Moses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Veranstaltung des Forum B(eruf) am vergangenen Freitag war gut besucht. Der Bonner Alumni-Club hatte, unter der Moderation von Prof. Dr. Helmut Schneider, drei ehemalige Bonner Germanistikstudierende eingeladen, von ihrem Start ins Berufsleben zu berichten und den Studierenden Tipps für ihre Laufbahn nach dem Studium zu geben. Auf dem Podium fanden sich in aufgeschlossener Runde Dr. David Eisermann, Dr. Adam Soboczynski sowie Dr. Cornelia Schu ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Veranstaltung des Forum B(eruf) am vergangenen Freitag war gut besucht. Der Bonner <a href="http://www.uni-bonn.de/Die_Universitaet/Alumni.html">Alumni-Club </a>hatte, unter der Moderation von <a href="http://www.uni-bonn.de/~hschneid/">Prof. Dr. Helmut Schneider</a>, drei ehemalige Bonner Germanistikstudierende eingeladen, von ihrem Start ins Berufsleben zu berichten und den Studierenden Tipps für ihre Laufbahn nach dem Studium zu geben. Auf dem Podium fanden sich in aufgeschlossener Runde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Eisermann">Dr. David Eisermann</a>, Redakteur beim Kultursender WDR 3, <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/881/">Dr. Cornelia Schu</a>, persönliche Referentin beim Wissenschaftsrat Köln sowie <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/875/">Dr. Adam Soboczynski</a>, Redakteur bei der »Zeit« und freier Autor, ein. Drei Absolventen, die einige jener Jobs im Kultur- und Wissenschaftsbereich ergattert haben, die gerade unter Geisteswissenschaftlern so begehrt sind. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit auch unter Akademikern machen sich viele Germanistikstudierende Sorgen, dass sie vielleicht »<a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,453178,00.html">am Leben vorbei studieren</a>«, wie der »Spiegel« kürzlich titelte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="zentriert"><img class=frei src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/Forum_B_Germanistik_Febr_07_001.jpg" width="424" height="239" alt="V.l.n.r.: Adam Soboczynski, Cornelia Schu, David Eisermann" title="V.l.n.r.: Adam Soboczynski, Cornelia Schu, David Eisermann" /><br />
<font size="-1">Auf dem Podium: Adam Soboczynski, Cornelia Schu, David Eisermann (v.l.n.r.)</font></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was also ist zu tun, damit man trotz schlechter Zahlen einen Job bekommt, der den eigenen Neigungen und Wünschen entspricht? Viele Studierende versuchen schon während des Studiums auf ihr späteres Berufsziel hinzuarbeiten. Zwischen Praktikum und Auslandsaufenthalt behält man selbst bei der Wahl des Magisterarbeitsthemas das Berufsziel im Auge und zeigt sich ehrgeizig. Sobozcynski rät jedoch, »sich weniger Gedanken über den Lebenslauf zu machen«. Besser sei es, Erfahrungen zu sammeln, die vor allem eine Bereicherung für die eigene Persönlichkeit sein könnten. So seien beispielsweise im Kulturbereich Fremdsprachen zwar durchaus wünschenswert, jedoch nicht zwingend notwendig: Kulturjournalismus sei meist so sehr nach innen gewandt, dass er hauptsächlich über kulturelles Leben in Deutschland berichtete.</p>
<p>Auch Praktika spielen bei Bewerbungen keine so große Rolle, wie weithin angenommen wird. Keiner der Referenten hat ein Praktikum vorzuweisen, und  Soboczynski rät tendenziell gar eher davon ab: »Zu viele Praktika schaden!«. Besser sei es, ganz gezielt nur ein oder zwei Praktika zu absolvieren und bereits während des Studiums Kompetenzen zu entwickeln. Dabei schade auch nicht ein wenig Mut, Redaktionen schon während des Studiums anzuschreiben und Artikel einzusenden. Beachten sollte man dabei, dass der Artikel zum Ressort passt und einen möglichst aktuellen Bezug hat. Auch freiberufliche Projekte [wie die Mitarbeit bei der Kritischen Ausgabe...] sind eine gute Möglichkeit, schon während des Studiums und neben viel Theorie im Hörsaal Arbeitserfahrung sammeln zu können. Eisermann betont außerdem, dass es auch viele andere, weniger populäre, Nischen im Kulturbereich gebe, die interessant seien, so zum Beispiel der Beruf des/der Dokumentars/-in. Eine Suche nach Arbeitsfeldern abseits der gängigen Berufsbilder lohne sich also allemal.</p>
<p>So auch bei Cornelia Schu, die einen Beruf ergriffen hat, der sicherlich nicht vielen Studierenden als »Traumjob« vorschwebt. Natürlich sei die Arbeit im Wissenschaftsrat weniger »schick« als beispielsweise ein Job bei der »Zeit«, schmunzelt Schu mit einem Seitenblick auf Soboczynski, interessant und herausfordernd sei ihr Job aber dennoch. »Man sollte nicht so viel Wert auf die eigene Autorschaft legen«, beschreibt Schu ihre Arbeit. Ein Text gehe durch viele Instanzen, bis er veröffentlicht werde. Das sei allerdings auch ein Vorteil, weil so die eigene Person weniger angreifbar sei. </p>
<p>Beim Wissenschaftsrat gibt es fast keine Praktikanten. Hier geht der Weg über die mehrjährige Erfahrung an der Universität. Nur wer innerhalb einer Hochschule gearbeitet hat, zum Beispiel im Rahmen einer Dissertation, hat die Möglichkeit, in dieses Berufsfeld einzusteigen. Wer jedoch Interesse hat, nach einer Dissertation im Wissenschaftsrat zu arbeiten, könne sich gerne um ein Praktikum bewerben und so schon während des Studiums das Berufsfeld kennen lernen, ermuntert Schu und erzählt aus einem erst kürzlich abgeschlossenen Projekt. Dabei hat der Wissenschaftsrat etwa die Einrichtung von <a href="<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lehrprofessur">Lehrprofessuren</a> empfohlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="zentriert"><img class=frei src="http://www.kritische-ausgabe.de/signale/files/Forum_B_Germanistik_Febr_07_017.jpg" width="410" height="231" alt="Gut besucht: Der Hörsaal IV war voll besetzt mit interessierten Studierenden" title="Gut besucht: Der Hörsaal IV war voll besetzt mit interessierten Studierenden" /><br />
<font size="-1">Gut besucht: Der Hörsaal IV war voll besetzt mit interessierten Studierenden.</font></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alle drei Referenten haben promoviert. Wie wichtig ist jedoch der Titel, um später einen geeigneten Beruf zu bekommen? Schu erklärt, dass der Doktortitel im Wissenschaftsrat sogar notwendig ist, da man häufig mit Professoren zusammenarbeitet und die Promotion einen weit größeren Einblick in den Betrieb einer Hochschule ermöglicht. Soboczynski und Eisermann betonen, dass der Titel im Journalismus zwar nicht obligatorisch sei, er jedoch etwas Besonderes sei und dadurch den Bewerber hervorhebe. Gerade für die Arbeit im Kulturbereich können die Kenntnisse aus der Arbeit an der Dissertation hilfreich sein. Wenn allerdings die Note zu schlecht oder die Arbeit zu lange dauert, könne der Dr. vor dem Namen gar ein Negativum sein. </p>
<p>Auch das berühmte »Vitamin B« verhilft nicht immer zum Traumjob, wenngleich es den Weg dorthin vielleicht leichter machen kann. Und wie schafft man sich eine Dosis des »Vitamins« – wie lernt man wo die einflussreichen Leute kennen? Soboczynski beispielsweise betreut die Praktikanten bei der »Zeit«. Dabei zählt für ihn nicht, was diese studiert haben, sondern wie zuverlässig sie arbeiten und ob sie aufgeschlossen und engagiert genug seien, um auch eigene Texte einzureichen oder Vorschläge zu machen. Dann könne es nach einem erfolgreichen Praktikum oft sehr viel einfacher sein, als freier Mitarbeiter für eine Zeitung zu schreiben und es eines Tages von dort gar in die Festanstellung bei einer Redaktion zu schaffen. Im Hörfunk reiche das jedoch nicht, sagt David Eisermann. Hier sei nach wie vor ein Volontariat nötig. Von den hohen Anforderungen an ein solches sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen: »Das sind Maximalanforderungen«, so Eisermann.</p>
<p>Wichtig ist neben einem Interesse für das Schreiben die Zielstrebigkeit, mit der man seine Berufswünsche verfolgt. Wer immer wieder gezielt Artikel versendet und als freier Autor Kontakte knüpft, erfährt so auch rechtzeitig, wenn eine feste Stelle frei wird – wenngleich diese immer rarer werden. Beim WDR gibt es zu einem großen Teil bloß freie Mitarbeiter. Bei den neuen Medienstudiengängen sollten die Studierenden darauf achten, dass es ein großes Praxisangebot gibt. Werden im Studiengang lediglich die Medien auf geisteswissenschaftlicher Ebene untersucht, bringt das Studium kaum Vorteile auf dem Arbeitsmarkt. Eisermann vergleicht Studierende der neuen Studiengänge mit denen in den 70er und 80er Jahren, als man Germanistik studierte, um Schriftsteller zu werden: »Das bringt gar nichts!«</p>
<p>Das Bild des Journalisten hat sich in den letzten Jahren gewandelt, Eisermann spricht von einer »Akademisierung«. War der Beruf zunächst ein Ausbildungsberuf, den man durch ein Volontariat erlernte und in dem man schon sehr jung arbeitete, würden heute fast ausschließlich Akademiker eingestellt, deren Durchschnittsalter zwischen 30 und 35 liege. Und das Berufsfeld wird sich noch weiter wandeln, immer mehr Stellen durch freie Autoren ersetzt werden. Diese berufliche Flexibilität hat Vor- und Nachteile: Journalisten können für verschiedene Medien arbeiten, der Tagesablauf kann sehr flexibel gestaltet werden. Das setzt jedoch auch eine flexible Lebensplanung voraus kann finanzielle Engpässe nach sich ziehen. »Da muss man schon mal die Großmutter um Unterstützung bitten«, meint Soboczynski, nicht ohne Augenzwinkern. Eine günstige Möglichkeit der Sozialversicherung bietet dabei die <a href="http://www.kuenstlersozialkasse.de/">Künstlersozialkasse</a>.</p>
<p>Am Ende des Abends werden die zahlreichen Studierenden hoffnungsvoll entlassen: Es gebe keinen Grund zum Verzagen, sind sich die drei Referenten einig, denn wer mit Leidenschaft studiere finde auch mit geisteswissenschaftlichem Universitätsabschluss einen attraktiven und interessanten Beruf. Die Anzahl der Praktika, ein überdurchschnittlich schnell durchgezogenes Studium und gleichzeitig viele Auslandaufenthalte seien dagegen durchaus nicht das Nonplusultra auf dem Weg zum Traumberuf. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anm. d. Red.: </strong>In unserer Rubrik <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/ressort/kaplus/germanistinnen-im-beruf">»<strong>Germanisten im Beruf</strong>«</a> haben <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/875/">Adam Soboczynski</a> und <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/881/">Cornelia Schu</a> bereits unsere Fragen zu Studium und Beruf beantwortet; David Eisermann folgt in der kommenden Woche.</p>
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		<title>Germanistikstudium &#8211; und dann?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Feb 2007 17:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna-Lena Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Germanisten im Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelles]]></category>
		<category><![CDATA[Studium &#038; Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[»Hier steh ich nun, ich armer Tor...«, denkt sich vielleicht so manche/r Absolvent/in nach neun Semestern Germanistikstudium, zahlreichen Stunden im Hörsaal und Bergen von durchgearbeiteten Büchern. Und was kommt dann? Die Perspektiven, die sich aus einem geisteswissenschaftlichen Studium ergeben, sind vielfältig. Am kommenden Freitag, den <strong>9. Februar</strong> um <strong>18 Uhr s.t.</strong>, berichten drei ehemalige Bonner Germanistikstudierende von ihrer beruflichen Laufbahn und geben Einblicke in die Möglichkeiten, die eine Auseinandersetzung mit Goethe, Schiller &#038; Co im beruflichen Leben bieten kann. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Hier steh ich nun, ich armer Tor&#8230;«, denkt sich vielleicht so manche/r Absolvent/in nach neun Semestern Germanistikstudium, zahlreichen Stunden im Hörsaal und Bergen von durchgearbeiteten Büchern. Und was kommt dann? Die Perspektiven, die sich aus einem geisteswissenschaftlichen Studium ergeben, sind vielfältig. Am kommenden Freitag, den <strong>9. Februar</strong> um <strong>18 Uhr s.t.</strong>, berichten drei ehemalige Bonner Germanistikstudierende von ihrer beruflichen Laufbahn und geben Einblicke in die Möglichkeiten, die eine Auseinandersetzung mit Goethe, Schiller &#038; Co im beruflichen Leben bieten kann. Auf dem Podium versammeln sich die Bonner Absolventen des Germanistischen Seminars <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Eisermann"><strong>Dr. David Eisermann</strong></a> (WDR 3, Kultursendungen: Forum WDR 3, Mosaik), <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/lehrende/ehemalige?doz_id=73"><strong>Dr. Cornelia Schu</strong></a> (persönliche Referentin beim Wissenschaftsrat Köln) sowie <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/875/"><strong>Dr. Adam Soboczynski</strong></a> (»Zeit«-Redakteur, freier Autor) unter der Moderation von <a href="http://www.uni-bonn.de/~hschneid/">Prof. Dr. Helmut J. Schneider</a> vom <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/home">Institut für Germanistik, vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften</a>.</p>
<p>Das <em>Forum B(eruf)</em> des Alumni-Clubs der Universität Bonn lädt alle Interessierten zur Diskussion ein. Die Veranstaltung findet in <strong>Hörsaal IV</strong> im Hauptgebäude der Uni Bonn statt.</p>
<h4>&nbsp;</h4>
<p><strong>Anm. d. Red.:</strong> Dr. Adam Soboczynski hat bereits im Vorfeld unseren <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/ressort/kaplus/germanistinnen-im-beruf/">Fragebogen für »Germanisten, die es geschafft haben«</a> beantwortet und bietet Ihnen <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/875/">hier</a> einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung am Freitag!</p>
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		<title>»Das erste Semester wirkt ein bisschen erschreckend«</title>
		<link>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/795/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Oct 2006 06:22:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N. N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[BA/MA-Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18. Oktober fand zum ersten Mal die zentrale Informationsveranstaltung für Erstsemester des neuen Bachelor-Studiengangs <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/bachelor">»Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft«</a> statt. Die Professoren <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/792/">Rainer Kolk</a> und <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/724/">Jürgen Fohrmann</a> begrüßten die rund 250 Studierenden, die sich im Hörsaal I eingefunden hatten, und erläuterten Aufbau und Ziele des Studiums. Anschließend begaben wir uns in das aufgeregte Gewusel vor dem Hörsaal und befragten die »Erstis« nach ihrer Meinung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Oktober fand zum ersten Mal die zentrale Informationsveranstaltung für Erstsemester des neuen Bachelor-Studiengangs <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/bachelor">»Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft«</a> statt. Die Professoren <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/792/">Rainer Kolk</a> und <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/724/">Jürgen Fohrmann</a> begrüßten die rund 250 Studierenden, die sich im Hörsaal I eingefunden hatten, und erläuterten Aufbau und Ziele des Studiums.</p>
<p>Anschließend begaben wir uns in das aufgeregte Gewusel vor dem Hörsaal und befragten die »Erstis« nach ihrer Meinung. Hier eine kleine Stimmensammlung:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was denkt und erwartet Ihr von diesem Studium, das nun in die »Testphase« geht?</strong></p>
<blockquote><p>»Ich find’s im Prinzip sehr interessant, vor allem, da es ja eine verkürzte Version im Vergleich zu den Magisterstudiengängen ist. Okay, man weiß noch nicht, ob man es in der vorgegebenen Zeit schaffen kann, wurde uns gesagt. Wenn, dann wär’s natürlich nicht schlecht. Gerade auch wegen der Studiengebühren.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich fand das am Anfang ziemlich verwirrend, weil auch von den Organisatoren keiner so richtig viel Ahnung zu haben schien. Und so habe ich halt lange Zeit gar keine richtigen Informationen gekriegt. Bis das alles mal im Internet stand! Da hieß es dann, es wäre Stand Juli 2006, obwohl es erst letzte Woche ins Netz gestellt worden ist – das fand ich ein bisschen sehr kurzfristig.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich konnte mich vorher gar nicht richtig informieren. Aber dafür geht es ziemlich locker an. Also, es ist jetzt nicht so, dass man direkt gesagt bekommt: ›Du musst dich sofort da und da anmelden!‹ Erstmal hab ich noch Zeit, mir das die Woche über anzuschauen, das schon.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Sehr viel Bürokratiekram!«</p></blockquote>
<p><strong>Mit dem neuen Studiengang verändert sich hauptsächlich die Struktur des Studiums. Was haltet Ihr davon?</strong></p>
<blockquote><p>»An sich finde ich den Bachelor-Studiengang nicht <em>so</em> reizvoll, dass ich das unbedingt hätte machen wollen. Ich hätte lieber auf Magister studiert.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Die Professoren haben mir selbst gesagt, dass sie den Magister für besser halten, einfach vom wissenschaftlichen Aspekt her: Dass man eben nicht solche festen Stundenpläne, sondern mehr Auswahl hat und das Studium dadurch wissenschaftlicher und spezialisierter ist.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Der Bachelor scheint mehr Arbeit zu bedeuten, so hat das für mich zumindest geklungen. Dass man zwar nicht mehr machen muss, aber weniger Zeit dafür hat. Das war jetzt aber nicht abschreckend oder so.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich hätte mir mehr Seminare zum Mitdiskutieren gewünscht.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich kenne ja den Magister-Studiengang nicht. Aber mit dem Bachelor wird es auf jeden Fall härter, denke ich. Die Stundenpläne sind viel voller, wir haben überall Anwesenheitspflicht und am Ende des Semesters stehen in einer Woche teilweise vier Klausuren und mehr an.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Referate und Hausarbeiten haben im Prinzip keine große Bedeutung mehr, sondern es geht nur noch um die Klausur und die Leistungspunkte, die man dadurch erzielt. Aber das find ich nicht gerade individuell, wenn dann Hunderte von Leuten die Klausur schreiben müssen, das ist sehr ›Masse‹. Schade!«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich hoffe, dass ich durch den Bachelor besser den Austausch im europäischen Ausland machen kann.«</p></blockquote>
<p><strong>Drei Jahre kompaktes Studium, das klingt kurz und knackig. Habt Ihr vor, den Master als Option nach dem Bachelor wahrzunehmen?</strong></p>
<blockquote><p>»Ich nehme mir den Master mal vor, aber man weiß dann ja nie.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich weiß nicht, wie das mit dem Master ist, ob der unbedingt wichtig ist oder nicht.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich denke mal, dass der Master auf dem internationalen Markt auf jeden Fall vorteilhafter ist, weil der Bachelor ja bisher noch einen relativ wackeligen Status hat. Die Studenten werden noch nicht wirklich anerkannt.«</p></blockquote>
<p><strong>»Die Umstrukturierung soll ja vor allem den späteren Absolventen helfen, sich auf dem Arbeitsmarkt profiliert und konkurrenzfähig zu präsentieren.«</strong></p>
<blockquote><p>»Ich glaube schon, dass wir bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ob wir bessere Chancen haben, wird sich zeigen. Bis jetzt haben die Bachelor-Leute ja den Nachteil, dass der Abschluss einfach unbekannt ist. Ob das in drei Jahren anders sein wird, weiß ich nicht. Ich hoffe es.«</p></blockquote>
<p><strong>Und mit welchen Vorstellungen geht Ihr Euer Studium an? Was erhofft oder was befürchtet Ihr?</strong></p>
<blockquote><p>»Ich erwarte einfach einen Abschluss, mit dem ich was anfangen kann, und ein schönes Studium, das besser organisiert ist.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich habe keine direkten Vorstellungen. Erst mal gucken.«</p></blockquote>
<blockquote><p>»Ich bin total auf mich selbst gestellt. Das Semester wirkt ein bisschen erschreckend &#8230;«</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit diesen Eindrücken der ersten Bonner Bachelor-AnwärterInnen endet unsere <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/787/">BA/MA-Themenwoche</a> – aus redaktioneller Sicht. Alle Beiträge, die seit dem vergangenen Montag veröffentlicht wurden, bleiben in unserem Online-Magazin selbstverständlich weiter les- und vor allem auch diskutierbar. Und dazu möchten wir alle Leserinnen und Leser der <em>K.A. plus</em> herzlich einladen: <strong>Egal, ob Sie Magister-, Lehramts- oder Bachelor-StudentIn, DozentIn, ProfessorIn oder einfach nur interessierte(r) LeserIn sind – nutzen Sie die Kommentarfunktion zu den einzelnen Artikeln und teilen Sie uns Ihre Meinung mit!</strong> </p>
<p>Wir sind schon jetzt sehr gespannt!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>»Ich bin begeistert!«</title>
		<link>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/793/</link>
		<comments>http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/793/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2006 05:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N. N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[BA/MA-Woche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kritische-ausgabe.de/?p=793</guid>
		<description><![CDATA[Gestern schilderte Rebecca Rath <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/785/">an dieser Stelle</a> ihre Erfahrungen mit dem BA-Studiengang an der Uni Paderborn. Und was sie erzählte, war auch uns unheimlich. Wir fragten uns, ob es tatsächlich allen BA-Erstis so oder ähnlich ergehen muss, wenn eine Uni von den inzwischen seit Jahrzehnten bewährten und eingespielten Studiengängen auf das neue BA/MA-System umstellt. »Nein!«, meinte da unsere Layouterin <a href="http://www.kochsatzloesung.de/">Susanne Koch</a>, die nicht nur einen Bachelor-, sondern auch den Bonner Magister-Studiengang aus eigener Erfahrung kennt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="color: #777;">Gestern schilderte Rebecca Rath <a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/785/">an dieser Stelle</a> ihre Erfahrungen mit dem BA-Studiengang an der Uni Paderborn. Und was sie erzählte, war auch uns unheimlich. Wir fragten uns, ob es tatsächlich allen BA-Erstis so oder ähnlich ergehen muss, wenn eine Uni von den inzwischen seit Jahrzehnten bewährten und eingespielten Studiengängen auf das neue BA/MA-System umstellt. »Nein!«, meinte da unsere Layouterin <a href="http://www.susanne-im-netz.com/">Susanne Koch</a>, die nicht nur einen Bachelor-, sondern auch den Bonner Magister-Studiengang aus eigener Erfahrung kennt.</div>
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<p>Ich studiere an der <a href="http://www.fernuni-hagen.de/">FernUniversität Hagen</a> Kulturwissenschaften mit dem Ziel des Bachelor-Abschlusses. Im Falle meines Studiums gibt es also gleich zwei Besonderheiten: das Prinzip einer Fernuniversität und einen ganz neu konzipierten Studiengang. Deshalb ist der Vergleich mit einem Magisterstudium, wie es an der <a href="http://www.uni-bonn.de/">Universität Bonn</a> bisher üblich war, schwierig – denn in Hagen ist alles ganz anders.</p>
<p>Das kann und darf ich so behaupten, immerhin habe ich auch ein Semester in Bonn studiert – Geschichte, Germanistik und Italienisch auf Magister. Es begann wie bei vielen Erstsemestern: zunächst mal orientieren und einen Wunsch-Stundenplan erstellen, dann früh aufstehen, um sich für Kurse anzumelden, die schnell völlig überfüllt sind, und zu guter Letzt den Stundenplan umstellen, Notlösungen finden etc. Was ich konkret für welche Klausur wann und wie lernen musste, war mir damals erstmal gar nicht klar – auch nicht, was in den nächsten Jahren an Studieninhalten auf mich zukommen würde. Und wie viele Jahre ich brauchen würde &#8230;</p>
<p>Weil ich schon eine Ausbildung absolviert hatte, entsprechend etwas älter als die anderen Erstis und an ein geregeltes Leben gewöhnt war, stand für mich fest, dass ich das Studium möglichst schnell ›durchziehen‹ wollte. Dass das so, wie ich es mir vorstellte, nicht möglich sein würde, wurde mir allerdings bald schon bewusst. Zum ersten Mal verstand ich, was »versumpfen im Uni-Chaos« heißt.  Um es kurz zu machen: Ich konnte mir nicht vorstellen, die nächsten fünf Jahre so zu verbringen; ich wollte etwas »Handfestes« machen.</p>
<p>Also habe ich mich als Mediengestalterin selbständig gemacht und zum vergangenen Sommersemester an der FernUni mit dem <a href="http://www.fernuni-hagen.de/KSW/bakw/welcome.html">BA-Studium der Kulturwissenschaften</a> begonnen. Das hat für mich viele Vorteile: Ich bin örtlich und zeitlich sehr flexibel. Ich kann meine Praktika machen, wann ich will, und bin nicht an Semesterferien gebunden, in denen viel zu viele BewerberInnen mit mir konkurrieren. Ich habe jeden Tag viel Ruhe zum Lesen und Lernen und renne nicht von Vorlesung zu Vorlesung. Und: Ich weiß jetzt schon ganz konkret, was ich wann lernen muss. Ich hatte vom ersten Tag an die Möglichkeit, mir einen sehr genauen Zeitplan aufzustellen. Alle klausurrelevanten Skripte trudelten pünktlich bei mir ein. Welche Kurse ich zu belegen habe, steht außer Frage. Und noch ein Vorteil: Die mir aus Bonn bekannten Platzprobleme gibt es an der FernUni Hagen nicht. </p>
<p>Dass man mit ziemlich viel »Lernstoff« konfrontiert wird – manchmal etwas zu viel auf einmal –, mag im Zusammenhang mit der Umstellung auf das Bachelor-Modell zu sehen sein oder aber, was wahrscheinlicher ist, daran liegen, dass »Kulturwissenschaften« ein noch recht neues Konzept ist.  Die Fachdisziplinen Geschichte, Philosophie, Germanistik und Soziologie haben sich hier gewissermaßen einem kulturwissenschaftlichen Verständnis verpflichtet, Kultur dient als konzeptioneller Hintergrund, vor dem Zusammenhänge herausgestellt werden sollen. Am Rande zu erwähnen ist in diesem Kontext, dass es einen großen Streit bezüglich des Verständnisses von »Kulturwissenschaft(en)« im Plural oder im Singular gibt, ob nämlich die Kultur selbst das Forschungsobjekt oder aber das Konzept im Hintergrund ist. Um diesen Streit zu verstehen, muss man allerdings wohl Kulturwissenschaft(en) studiert haben &#8230;</p>
<p>Apropos »studiert haben«: Wie in Bonn ist auch an der FernUni Hagen eine Regelstudienzeit von 6 Semestern für das BA-Vollzeitstudium vorgesehen; Teilzeitstudenten studieren in der Regel doppelt so lange. In jedem Semester sollten zwei Module absolviert werden, jedes Modul schließt mit einer vierstündigen Klausur, einer mündlichen Prüfung oder aber einer Hausarbeit ab. Auch ein Praktikum ist Pflicht. </p>
<p>Schon nach dem ersten Semester kann ich sagen: Der Wechsel hat sich gelohnt! Ich habe in so kurzer Zeit viel mehr gelernt als im ersten Semester meines Magisterstudiums. Skripte und viele konkrete Lektürehinweise ermöglichen eine sofortige Orientierung. Zu den vorgegebenen Kursen kann man zusätzliche Kurse frei wählen. Und es finden bei uns verschiedene Präsenzveranstaltungen statt, die man sich nach Interesse aussuchen kann. Von dem Diskussionsforum, das von Mentoren und Tutoren betreut wird, kann sich jede Uni ein Scheibchen abschneiden. Natürlich wäre es schöner, die übrigen Studenten jeden Tag direkt sehen zu können. Doch dieses »Problem« hat natürlich mit dem Bachelor nichts zu tun. </p>
<p>Ich bin der Meinung, dass der Bachelor für Studienanfänger einfacher zu handhaben ist und sich allein dadurch schon Zeit sparen lässt. Manchmal ist Verschulung gar nicht so schlecht, weil man dadurch nicht in Gefahr gerät, Wesentliches zu verpassen. Zum Beispiel kann ich mich nicht erinnern, dass im Magisterstudium in Bonn eine Pflichtveranstaltung zum Thema Kulturtheorien existierte. Da aber so viele Studenten der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer »irgendwie im Kulturbereich arbeiten« wollen, sollte es Aufgabe der Uni sein, für den Begriff »Kultur« Hintergrundwissen und Sensibilität zu schaffen. Außerdem ermöglicht der Bachelor natürlich eine schnellere Aneignung relevanter Studieninhalte und somit einen zügigeren Studienabschluss – was besonders für ältere Studenten interessant ist. Auch die Anerkennung von Auslandssemestern ist einfacher. </p>
<p>Von manchen Unis hört man, dass die Umstellung auf den Bachelor chaotisch abgelaufen sein soll. Aber Chaos habe ich in meinem Studiengang bisher nicht erlebt. Im Gegenteil: Ich glaube, dass gerade mehr Struktur effizienteres Lernen ermöglicht. Und trotzdem ist man nicht in dieser Struktur gefangen, man kann sich durchaus weitere Kurse hinzuwählen. So bin ich auch davon überzeugt, dass ein Bachelor-Studiengang nicht oberflächlicher oder weniger intensiv ist als ein Magisterstudium. Und die Möglichkeit, einen Master ›anzuhängen‹, besteht ja immer noch. </p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ich bin bislang regelrecht begeistert! Ob das an der FernUni, am Bachelor selbst oder am Studiengang Kulturwissenschaften liegt, ist letztlich schwer zu sagen. Ich kann dieses Studienmodell jedenfalls nur weiterempfehlen!</p>
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