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Der dunkelste Monat in Schweden

16 Uhr Växjö, es wird dunkel. Bereits zehn Minuten später hat sich vollkommene Dunkelheit über den Campus gelegt. Der November ist der dunkelste Monat in Schweden, denn erst im Dezember wird der einfallenden Dunkelheit mit tausenden Kerzen entgegengewirkt.


Die stufenweise Ankunft in der schwedischen Kultur

In ihrem zweiten ›Bericht aus Schweden‹ erzählt K.A.-Redakteurin Lina Rieth von einem Besuch auf der Göteborger Buchmesse und ersten Konversationen in denen bara svenska (nur Schwedisch) gesprochen wurde.


Välkommen till Sverige oder eher Welcome in Sweden! – Mina första veckor i Växjö

Erwartungen, Erfahrung und Erlebnisse einer Bonner Studentin in Växjö, Småland

Freitag, 26.08.2011, Ankunft in Växjö, der Stadt, die in ihrem Namen einige der beliebtesten Buchstaben des Schwedischen vereint. Mitten im Herzen Smålands wird K.A.-Redakteurin Lina Rieth ein Semester studieren und von dort aus in alle Himmelsrichtungen herauslaufen und Schweden erkunden. Von ihren Erfahrungen berichtet sie im kommenden halben Jahr regelmäßig an dieser Stelle.


Heimat, schöne Fremde

Hermann Peter Piwitt liest aus seinen Romanen und Erzählungen

»Es ist ein Skandal!« Das Urteil von Buchhändler Alfred Werner Böttger ist entschieden: Dass der Schriftsteller Hermann Peter Piwitt seit Jahren in die Schublade »Kommunist« gesteckt werde und deshalb im Literaturbetrieb nur eine Nebenrolle spiele, das sei schon ein bemerkenswertes Ärgernis, findet der Bonner Buchhändler. Dabei habe Piwitt in »seinen wunderbaren Romanen« und in »seinen brillanten Essays« die deutsche Zeitgeschichte stets sehr einfühlsam und nicht ohne Ironie begleitet – und das seit fast 50 Jahren. Piwitt, geboren 1935, war Mitglied der Gruppe 47, in den 60er Jahren druckt die FAZ einen Roman Piwitts ab – später freilich nie mehr. Sein Name taucht immer wieder auf im Zusammenhang mit anderen Autoren: Zuletzt gehörte sein Briefwechsel mit dem verstorbenen Nicolas Born zu den Meistbeachteten in der 2007 veröffentlichten Korrespondenz Borns. Ein anderer berühmter Briefwechsel Piwitts mit dem zornigen Pop-Poeten Rolf Dieter Brinkmann ist in dessen Rom. Blicke verewigt.


Widerhall aus der jungen Literaturzeitschriften-Szene

Neun Zeitschriften laden am 18. Juni zum 3. »Treffen Junger Magazine« nach Bonn ein

Treffen Junger Magazine 2011 (Logo)Nach den beiden Treffen in Köln (2007) und Göttingen (2008) geht das Vernetzungsprojekt »Junge Magazine« in die dritte Runde: am 18. Juni 2011. Mit Lesungen, Diskussionen, Präsentationen. Diesmal in Bonn – auf Einladung des neugegründeten Literaturhauses. Redakteure von neun jungen Magazinen werden wieder aus der ganzen Republik zu einem Arbeitssymposium zusammenkommen, um über Möglichkeiten der produktiven Vernetzung zu diskutieren und ihre Arbeit öffentlich vorzustellen


Alexandre Cabanel. Die Tradition des Schönen

Vom 4. Februar bis 15. Mai 2011 zeigt das Wallraf-Richartz-Museum in Köln eine Symbiose zwischen der Kunst Alexandre Cabanels und seinem heutigen Bewunderer Christian Lacroix

Zum ersten Mal präsentiert das Wallraf-Richartz-Museum in Köln eine eigene Ausstellung zu Alexandre Cabanel, einem der wichtigen Salonmaler des 19. Jahrhunderts. In der Ausstellung, die in Kooperation mit dem Musée Fabre in Montpellier, der Heimatstadt Cabanels, entstanden ist, können die Besucher mehr als 60 Werke des eher unbekannten Malers entdecken. Zum ersten Mal präsentiert das Wallraf-Richartz-Museum in Köln eine eigene Ausstellung zu Alexandre Cabanel, einem der wichtigen Salonmaler des 19. Jahrhunderts. In der Ausstellung, die in Kooperation mit dem Musée Fabre in Montpellier, der Heimatstadt Cabanels, entstanden ist, können die Besucher mehr als 60 Werke des eher unbekannten Malers entdecken. Cabanel war Künstler und Repräsentant der akademischen Malerei sowie offizieller Institutionen wie der Académie des Beaux-Arts und dem Pariser Salon. Er gilt als der radikalste Vertreter der feinen Malerei.


Oskars Angst

Ein Blick auf Günter Grass‘ Die Blechtrommel

(Foto: Andy Scholz)Am Ende des Romans Die Blechtrommel gibt der Ich-Erzähler Oskar Matzerath an, keine Worte mehr zu haben. Oskar wählt damit nicht nur eine elegante Art einen umfangreichen Roman abzuschließen, dessen Diskurs er mit Reflexionen über die Techniken des Romanschreibens begonnen hatte. Der Erzählsituation ist das Ausgehen der Worte inhärent.


Das Obszöne Werk von Georges Bataille

Ästhetisierte Angst(Lust) als Kommunikationsmodell

(Foto: Andy Scholz)Angst ist bei Georges Bataille nicht Gegenstand seiner Literatur, sondern ihr Antrieb zu einer grenzüberschreitenden Ästhetik. Der Angstbegriff bei Bataille leitet sich von Sören Kierkegaard ab. Die Angst entsteht durch die Überschreitung des Verbots, das die Erbsünde mit sich bringt. Sie ist für Kierkegaard »die Wirklichkeit der Freiheit als Möglichkeit für die Möglichkeit […]«. Doch die Möglichkeit nimmt keine konkrete Form an, sie bleibt für Kierkegaard ein Nichts – »Aber welche Wirkung hat Nichts? Es gebiert Angst«. Genau an diesem Punkt setzt Bataille seine Ästhetik an: Er konkretisiert die »Wirklichkeit der Freiheit« in der Form von Grenzüberschreitungen jeglicher Art. 


Der Ursprung der Freiheit: Leichtsinn und Schwermut

Ein Essay über die Sinnhaftigkeit von Angst in Christa Wolfs Medea. Stimmen

Mosche ben Maimon (1138-1204) spricht in seinem philosophischen Werk Moreh Nevuchim (Führer der Verirrten) dem Menschen die Möglichkeit zur Vernunfterkenntnis ab. Der Mensch leidet, so Maimon, an einer Art Wahrnehmungsverschiebung, fort von einer analogia entis hin zu einer analogia relationis. Der Mensch ist ausschließlich zur einfachen Erkenntnis befähigt, erkennt im moral-ethischen Sinne, was gut und nicht gut bedeutet, doch Vernunft hat er nicht.


»Nur bloß keine Negativgedanken!«

Kathrin Röggla liest am 25. Januar an der Uni Bonn aus ihrem neuen Erzählband die alarmbereiten

»der ständige alarm habe zur folge, dass mir niemand mehr zuhören wolle.« Kathrin Röggla zeichnet in ihrem neuen Erzählband die alarmbereiten ein Szenario, in dem wir alle Protagonisten in einem bombastischen Katastrophenfilm sind. Menschen werden zu »Recherchegespenstern«, zu zur Passivität verurteilten Monstern, die nur noch zusehen, nicht mehr handeln können 


 

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