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Genremix und Farbenspiel

Natalie Buchholz zeichnet in ihrem Debüt Der rote Swimmingpool das Porträt einer zerbrechenden Familie

Natalie Buchholz gelingt mit Der rote Swimmingpool ein spannungsgeladenes Erstlingswerk. Mittels des Wechsels zweier Zeitebenen erzählt die Autorin vom Zerbrechen einer Familie, dem Ende einer großen Liebe und dem Beginn von etwas Neuen. Der Roman, der unterschiedliche Genres miteinander vereint, erzeugt dabei nicht nur einige Spannungsmomente, sondern auch ein wohliges Gefühl menschlicher Wärme.


Zukunft ohne Internet?

Josefine Rieks präsentiert ihren Debütroman Serverland heute Abend in Bonn

Telefonzellen, Briefpapier und Vinylplatten kennt man eher aus der Vergangenheit. In Josefine Rieks Debütroman Serverland erleben sie allerdings ein Revival. Heute Abend ist die Autorin, die ihre Leser*innen mit dem Roman in eine Zukunft ohne Internet entführt, zu Gast bei der Literaturshow Import/Export des Literaturhaus Bonn. In gewohnter Weise wird die Veranstaltung, die klassische Lesung mit Late Night Talk erfrischend mixt, wieder von Dorian Steinhoff moderiert.


Das Verschwinden der Schwester

Joanna Kings Vier Schwestern ist ein lesenswerter Roman über komplizierte Familienverhältnisse, Geschwisterrivalität und die Diskussion von Geheimnissen

In ihrem Debüt Vier Schwestern erzählt Joanna King von einem emotionsgeladenen Familienwiedersehen von vier Schwestern an der malerischen italienischen Riviera. Der Roman überzeugt durch den Kontrast atmosphärischer Inselbeschreibungen und dem Spannungsverhältnis zwischen den Schwestern. Trotz kleiner Schwachstellen ist die Lektüre jedoch lohnenswert.


Paranormal gut

Mit seinem neuen Roman Die erstaunliche Familie Telemachus gelingt Daryl Gregory ein skurriler, exzentrischer und hochkomischer Mix aus Familienroman und Gaunerkomödie

Der vielfach ausgezeichnete Roman-, Kurzgeschichten-, und Comicbuchautor Daryl Gregory stellt mit seinem neuen Roman erneut sein Talent unter Beweis, raffiniert die verschiedensten Genres zu vermischen. Die erstaunliche Familie Telemachus erzählt von einer paranormal begabten Familie und überzeugt dabei nicht zuletzt auch als Gaunerkomödie, der gerade auch durch die Schilderung zahlreicher skurriler Momente ein Sahnehäubchen aufgesetzt wird.


»Andere trauen mir mehr zu, als ich mir selber«

Im April war Axel Ranisch zu Gast bei Import/Export im Literaturhaus Bonn

Bei der letzten Folge der Literaturshow Import/Export mit Moderator Dorian Steinhoff im April las Axel Ranisch aus seinem Debütroman Nackt über Berlin. Sowohl Gast als auch Gastgeber konnten an diesem Abend im Literaturhaus Bonn überzeugen. Mit einem wilden Mix an spontanen Plotideen, alternativen Romananfängen, deren Glaubwürdigkeit vor dem Publikum bewiesen werden sollten, wussten beide gut zu unterhalten.


Nachhall eines ungelebten Lebens

Johan Bargums Nachsommer erzählt in enormer inhaltlicher Dichte und sprachlicher Präzision von verpassten Chancen und Echos der Vergangenheit

Johan Bargums Roman Nachsommer umfasst gerade einmal 142 Seiten und enthält kein Wort zu viel. Dem Autor gelingt es in diesem schmalen Bändchen eine intensive Geschichte von existenzieller Wucht zu erzählen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Brüder, die sich wie Kain und Abel gegenüberstehen. Am Sterbebett der Mutter entwirren sich die familiären Verstrickungen zu einem Kammerspiel, das unter die Haut geht und auch beim wiederholten Lesen fesselt.


Die mit den Wölfen tanzt

In ihrem Debüt überzeugt Carol Rifka Brunt mit einer starken Ich-Erzählerin in einer emotionalen Coming-of-Age-Geschichte

Der Roman Sag den Wölfen, ich bin zuhause erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem 14-jährigen Mädchen mit einem Faible fürs Mittelalter und einem an AIDS erkrankten Fremden. Carol Rifka Brunt gelingt es dabei mühelos niemals ins Düstere, Kitschige oder Konstruierte abzurutschen. Ein lesenswertes Debüt, das durch die Perspektive der jungen Ich-Erzählerin zu glänzen vermag.


Mit Herz und Humor

Bei der Literaturshow Import/Export begrüßt Dorian Steinhoff heute Abend Axel Ranisch

Um 20 Uhr startet heute Abend in der Fabrik 45 in Bonn eine neue Folge der Literaturshow Import/Export, die das Literaturhaus Bonn mit Dorian Steinhoff als Gastgeber veranstaltet. Zu Gast ist dieses Mal der vielfach ausgezeichnete Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller Axel Ranisch. Im Gepäck hat er seinen in diesem Jahr erschienenen Debütroman Nackt über Berlin, eine irre Coming-of-Age-Geschichte um die beiden Teenager Jannik und Tai, die ihren Schulrektor entführen.


»Wir können uns unser eigenes Herz nicht aussuchen«

Donna Tartts Roman Der Distelfink als Geschichte einer Selbstfindung

In einem Online-Spezial zu unserem neuen Heft »Jugend« untersucht Katja Hachenberg Donna Tartts Roman Der Distelfink, der 2013 erschienen ist und sehr schnell zu einem Bestseller wurde. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchung steht der Protagonist Theo Decker, der seine Mutter bei einem Bombenanschlag verliert, und dessen Selbstfindung auch durch weitere Verluste geprägt ist. Jugend erscheint hier als ein Weg der Läuterung, bei dem die (De-)Konstruktion der eigenen Identität eine zentrale Rolle spielt.


»Solange die Menschen über sich selbst lachen können, ist noch nichts verloren«

Alek Popov spricht in Bonn über Bulgarien und Europa

Die Lesereihe Literatour d’Europe. Neue Texte aus Europa wird bereits seit drei Jahren von der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn zusammen mit dem Literaturhaus Bonn veranstaltet. In der fünften Lesung am vergangenen Freitagabend war der bulgarische Autor Alek Popov zu Gast. Er unterhielt das Publikum humorvoll und mit einer ansteckenden Leichtigkeit. Neben Berichten über sein Heimatland Bulgarien und dessen Verhältnis zum westlichen Europa sorgten auch seine persönlichen Lebensweisheiten für einen besonderen Abend.


 

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