In Berlin erlebt sie eine Hochkonjunktur, in NRW ist sie noch wenig verbreitet: die Tradition der Lesebühne. Ab März wird es - organisiert und inszeniert von den Autoren Adrian Kasnitz, Enno Stahl und Achim Wagner - auch in Köln ein solches regelmäßiges Veranstaltungsforum geben, jeweils am dritten Donnerstag des Monats.
Zur Premiere werden am 11. März um 20 Uhr in der Nyland-Stiftung (Brüsseler Str. 72) die Stammautoren der Lesebühne aus neuen Texten lesen.
Außerdem treten auf: Ulrich Bogislav (Köln), Marcel Diel (Bonn), Guy Helminger (Köln), Rainer Junghardt (Köln), Agnieszka Lessmann (Bergisch Gladbach) und Richard David Precht (Köln).
Erster auswärtiger Gast der Lesebühne ist der Berliner Lyriker HEL.
HEL wurde 1957 im ostbelgischen Eupen geboren und lebt nun nach längeren Aufenthalten in Aachen und Düsseldorf seit Anfang der 90er Jahre am Prenzlauer Berg. Zahlreiche Lyrik-Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften.
Demnächst erscheint eine Sammlung von Gedichten der Jahre 1976-2004 im Verlag KRASH Neue Edition. HEL zeigt sich darin als einer der sprachgewaltigsten deutschen Lyriker, der in einzigartiger Radikalität nur für den Text und seinen besonderen Sprachkosmos lebt. Karriere und Literaturbusiness sind ihm fremd, eine absolute Ausnahmegestalt im großen Rattenrennen um Ruhm, Erfolg und Reichtum! Der Herausgeber Tom Schulz über HELs Werk: "Mit HEL haben wir einen Meister der gereimten Form, der es wie kein zweiter deutschsprachiger Dichter versteht, Alltägliches in ein Sonett zu bringen, Soziales und Politisches."
Nähere Infos zur Lesebühne unter www.lesebuehne-koeln.de.