»Wir konzentrieren uns nun auf Literatur, weil wir inzwischen damit umgehen können«
Crowdfunding für Kulturprojekte hat sich bereits für viele Bereiche etabliert. Zum Beispiel im Musikbusiness ist diese Form der Vorfinanzierung von Projekten weiterhin auf dem Vormarsch. Für den Buchbereich konnten im Vergleich eher wenige Projekte auf diese Weise finanziert werden. Mit der »édition bibliophile« startet nun der Zürcher Salis Verlag ein Crowdfunding-Projekt, das ansonsten ganz von der Digitalen Welt wegweist. Alle belletristischen Titel sollen ab dem Frühjahrsprogramm 2013 auch in einer kleinen Auflage von 250 Exemplaren in besonders sorgfältiger Ausstattung vorgelegt werden. Mit André Gstettenhofer, dem Verleger des kleinen Schweizer Verlags, sprach K.A.-Chefredakteur Benedikt Viertelhaus.

Wie bastelt man sich einen Beruf, in dem man Schauspieler, Pianist, Dramaturg und Schriftsteller zugleich sein kann? Sarah Hakenberg erfand nach dem Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik einfach das »Literarische Kabarett« kurzerhand neu und bereist nun Deutschland mit ihren Geschichten, die oft harmlos beginnen, aber immer skurril enden. Ihre Naivität sei nur Tarnung, warnte früh die Süddeutsche Zeitung, der Sexappeal ihrer Geschichten dagegen »absolut direkt«.
Jedes Jahr blicken Schriftsteller und Literaturbegeisterte aus aller Welt nach Stockholm, wo der mit rund einer Million Euro Preisgeld dotierte Literaturnobelpreis verliehen wird. Nicht selten ist die Entscheidung eigenwillig und politisch motiviert. Dieses Jahr jedoch wurde mit Mario Vargas Llosa ein Schriftsteller geehrt, dessen literarisches Werk schon seit Jahren in die Nähe des literarischen Kanons gerückt ist und der neben Gabriel García Márquez als wohl bekanntester lateinamerikanischer Schriftsteller genannt werden muss.