»Das Mittelalter ist eine fremde Zeit, die fasziniert.«
Rebecca Gablé ist seit Jahren ein Name auf deutschen Bestsellerlisten. Ihre historischen Romane entführen den Leser ins englische Mittelalter und die frühe Renaissance. Nicht zuletzt durch ihre sorgfältige Recherche wird die Zeit der Ritter und Burgen in ihren Texten wieder lebendig. Mit der Kritischen-Ausgabe sprach Gablé anlässlich des Erscheinens des Heftes »Zeit« (NR. 21) über die Fremdheit einer Vergangenen Epoche und die Möglichkeiten eines Autors, diese Lesern zugänglich zu machen.

Wie bastelt man sich einen Beruf, in dem man Schauspieler, Pianist, Dramaturg und Schriftsteller zugleich sein kann? Sarah Hakenberg erfand nach dem Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik einfach das »Literarische Kabarett« kurzerhand neu und bereist nun Deutschland mit ihren Geschichten, die oft harmlos beginnen, aber immer skurril enden. Ihre Naivität sei nur Tarnung, warnte früh die Süddeutsche Zeitung, der Sexappeal ihrer Geschichten dagegen »absolut direkt«.
Jedes Jahr blicken Schriftsteller und Literaturbegeisterte aus aller Welt nach Stockholm, wo der mit rund einer Million Euro Preisgeld dotierte Literaturnobelpreis verliehen wird. Nicht selten ist die Entscheidung eigenwillig und politisch motiviert. Dieses Jahr jedoch wurde mit Mario Vargas Llosa ein Schriftsteller geehrt, dessen literarisches Werk schon seit Jahren in die Nähe des literarischen Kanons gerückt ist und der neben Gabriel García Márquez als wohl bekanntester lateinamerikanischer Schriftsteller genannt werden muss.
Für die einen ist er »der schlechteste Regisseur der Welt«, für die anderen ein Genie: Dr. Uwe Boll polarisiert mit seinen Filmen, in denen vielleicht nicht immer das Feinsinnige obsiegt. Noch seine starrsinnigsten Kritiker irritiert freilich dieses eigenartige »Dr.« vor seinem Namen, das da für viele so gar nicht hinpassen möchte. Als wir hörten, dass er seine Promotion im Fach Germanistik absolviert hat, wollten wir natürlich die ganze Geschichte erfahren: Schließlich macht (nicht nur) sein Doktortitel Boll ganz eindeutig zu einem »Germanisten, der es geschafft hat« …