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Dann geschieht es einfach

Swantje Karich ist eine »Germanistin, die es geschafft hat«

Swantje Karich (Foto: © F.A.Z.)Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie lautet die Studienkombination, die der Journalistin Swantje Karich den Karriereweg ebnete. Was in einer kleinen Buchhandlung in tiefer Provinz mit dem Schreiben von Kurzkritiken begann, hat seinen (vorläufigen) Höhepunkt gefunden in Kritiken über Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und über Kunst allgemein – als Redakteurin für das F.A.Z.-Feuilleton. Und dass ein solcher Job über gut vorbereitete und vielfältig interessierte Geisteswissenschaftler auch schon mal ganz unverhofft hereinbrechen kann, das schildert Karich in ihren Antworten zu unserem Fragebogen.


»… dann ging es zipp zapp«

Radio-Journalist Wolfgang Bender ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Wolfgang BenderVom historischen zum mythischen Faust – und weiter zum Radio: So verlief, kurz gefasst, der bisherige Karriereweg des Journalisten Wolfgang Bender. Zehn Jahre hat er studiert, zehn Tage nach seinem Studienabschluss war er Volontär und wechselte danach schnurstracks zum Westdeutschen Rundfunk. So ging schließlich also doch alles »zipp zapp« für den (laut freiwilliger Selbstauskunft) »Dauerquassler« seit Schulzeiten. Welche Vorbereitungen auf dem Weg zum Radio-Journalisten sonst noch notwendig waren, verrät Bender in unserem Fragebogen für »Germanisten, die es geschafft haben«.


Germanisten, die es geschafft haben

Am 10. Juli erzählen Swantje Karich, Wolfgang Bender und Jan Valk im Bonner »Forum B(eruf): Germanistik«, wie sie wurden, was sie sind

»Germanisten im Beruf« (Logo der »K.A. plus«-Rubrik)»Warum einer wurde, was er wurde – und wie: Das ist immer interessant«, meinte Fritz J. Raddatz einmal. Das gilt nicht nur für prominente Germanisten wie Peter Wapnewski, auf dessen Autobiographie sich Raddatz’ Aussage bezog, sondern auch für andere Studienabsolventen. Zumal, wenn sich aus den individuellen Erfahrungen eines »Germanisten im Beruf« mehr gewinnen lässt als launige Anekdoten – eine berufliche Orientierungshilfe für Sprach- oder Literaturwissenschaftler zum Beispiel.


»Wir machen keine Comedy!«

Nadja Schlüter über ihre Erfahrungen und das Selbstverständnis des Poetry Slams

Nadja Schlüter (Foto: © Merlin Senger)Die Verbindung von Poesie und Performance in Wettberwerbsform bringt Poeten mit unterschiedlichsten Texten auf die Bühne, löst die Wörter vom Papier und macht Literatur zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Nach ihrem Durchbruchsieg bei der deutschsprachigen U 20 Poetryslam-Meisterschaft 2005 in Leipzig hat sich die Bonner Germanistikstudentin Nadja Schlüter fest im nationalen Slamgeschäft etabliert. In ihren Texten reflektiert sie eindringlich Lebenssituationen und erzählt Anekdoten, die manchmal leichtfüßig-naiv, manchmal mit großer Wucht aus dem Feld des Selbsterlebten herauskommen.
Für die Kritische Ausgabe sprach Roberto Jurkschat mit ihr über ihre Erfahrungen und die Besonderheiten einer Kunstform, die im Begriff ist, aus dem Souterrain des Kulturbetriebes an dessen Oberfläche zu klettern.


Vom Gestus des Abbrechens

Abschied von Elfriede Gerstl

Elfriede Gerstl zählt, zumal in Deutschland, zu den weitgehend Unbekannten. Das ist mehrfach, und mit Recht, beklagt worden. Geändert haben die Klagen nicht viel. Abseits vom Markt und vom Literaturbetrieb, der sich um sie nicht kümmerte und von dem sie sich immer weiter entfernte, schuf sie ihr schmales und fast wie dahingehauchtes Werk. Man musste es selbst entdecken.


Einer, der »im Herzen barfuß« ging

Am 4. April starb der Kieler Dichter Klavki – ein Nachruf

Klavki (1972–2009) (Foto: © Frank Peter)Im März 2005 sprach er mich an, bei einem der Poetry Slams in den »wilden Mit(t)-Nullern« in der Schaubude, wo er wieder mal auf Platz Eins gelandet war. Konspirativ flüsternd mitten im Kneipenlärm: Er wolle in die Zeitung, wie man das mache. Da war Klavki schon drin, als jemand, der mit seinen performativen Textaktionen Aufmerksamkeit erregte, mit seinen seltsam erhellenden Flüchen, die er durch die Mikros der Slams jagte, durch die er in Kiel und rasch darüber hinaus bekannt wurde. Jetzt ist er 36-jährig gestorben


Just left the building: Elfriede Gerstl

Sie sei so gestorben, wie sie gelebt, wie sie geschrieben hat, schrieb uns an diesem Gründonnerstag Matthias Fallenstein aus der österreichischen Bundeshauptstadt: ganz still und ohne Aufhebens. Elfriede Gerstl, die vielfach ausgezeichnete Wiener Literatin, ist tot.


»Die Schrift war immer ein Refugium für die Juden«

Liliana Ruth Feierstein (Foto: buch-jugedu.de)Zum dritten »Fest des jüdischen Buches« lädt die Jüdische Gemeinde in Duisburg am Sonntag, den 15. März ein. Von 11 bis 19 Uhr dreht sich in der Synagoge am Duisburger Innenhafen alles um Literatur, unter anderem werden Robert Schindel, Lena Gorelik und der israelische Autor Assaf Gavron dort lesen. – Mit Organisatorin Liliana Ruth Feierstein sprach Stefan Andres.


»Fragen, Fragen, Fragen ...«

Eigentlich ist Ditta Kloth ja gar keine Germanistin: Sie hat ihr Germanistik-Studium abgebrochen und sich der – nach ihrem Geschmack – exotischeren Hispanistik zugewandt. Doch heute übt sie einen Beruf aus, der sicherlich auch ein Traum für viele angehende Germanisten sein dürfte: Sie ist Lektorin im belletristischen Lektorat des Rowohlt Taschenbuch Verlags.Eigentlich ist Ditta Kloth ja gar keine Germanistin: Sie hat ihr Germanistik-Studium abgebrochen und sich der – nach ihrem Geschmack – exotischeren Hispanistik zugewandt. Doch heute übt sie einen Beruf aus, der sicherlich auch ein Traum für viele angehende Germanisten sein dürfte: Sie ist Lektorin im belletristischen Lektorat des Rowohlt Taschenbuch Verlags. Schon während ihres Studiums hegte Ditta Kloth diesen Berufswunsch und absolvierte einige Praktika in Verlag, Presse sowie in der Veranstaltungsorganisation. Nach ihrem Studium arbeitete sie nebenher als freie Mitarbeiterin für diverse Verlage.


Quer einsteigen statt Karriere

Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen ...Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen – allen Unkenrufen zum Trotz sehr ansprechend und meist sogar noch vor der Geisterstunde.


 

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