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Blues aus dem Kaukasus

Im neuen Album In Winter kombiniert Katie Melua ausgesprochen raffiniert georgische Volksmusik mit modernen Klängen

Die Sängerin Katie Melua wird zurecht immer wieder in einem Atemzug mit anderen großen Nachwuchssängerinnen, wie zum Beispiel Norah Jones und Joss Stone, genannt. Längst ist sie wegen ihrer Stimme weltbekannt. Dass sie trotz ihrer internationalen Karriere immer wieder auch zu ihren georgischen Wurzeln zurückfindet, macht ihr aktuelles Album In Winter deutlich. In der Mischung aus Volksmusik und Blues lässt sich die junge Sängerin ganz neu entdecken.


Wie ein Traum

Die Musik der Band The Sea and Ease ist mehr als nur Indie

Die Münsteraner Band The Sea and Ease laden seit 2013 in Klangwelten voller Poesie und Geschichten ein. In ihren Songs vereinen sie Dreampop mit minimalistischem Elektro und treibendem Indierock. Unsere Redakteurin hat sich mit den Musikern getroffen und ist mit ihnen nicht nur in ihre Musik, sondern auch die noch junge Bandgeschichte eingetaucht.


Identität im Untergrund

›Underground Culture‹ – das Phänomen eines widersprüchlichen Individualismus

In den Fünfzigern ist es der Rock `n` Roll, in den Siebzigern ist es dann der Punk und kurz vor der Jahrtausendwende: Rausch und Techno. ›Underground culture‹ ist längst kein neues Phänomen. Man begegnet ihr in der Musik immer wieder. Dass Identität im Untergrund jedoch stets wandelbar und immer etwas widersprüchlich ist, untersucht unsere Autorin in ihrem Artikel.


»Ihr spielt für euer Leben«

Das West-Eastern Divan Orchestra setzt auf die Kraft der Verständigung

Das West-Eastern Divan Orchestra ist ein einzigartiges und zugleich gewagtes Vorhaben. 1999 vom Musiker Daniel Barenboim und dem Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet, versteht es sich nicht nur als ein Projekt der Völkerverständigung, sondern auch – gerade in einer Zeit, die durch Konflikte wie im Nahen Osten gestört ist – als dringlicher Appell an die Menschlichkeit. In ihrem Buch Die Kraft der Musik berichtet die Cellistin Elena Cheah von diesem Unternehmen, indem sie gerade auch diejenigen zu Wort kommen lässt, die vom dabei entstehenden Geist der Freundschaft erzählen können.


»und ich male mir aus, was vorher noch dastand«

Auch das zweite Album der Schweizer Band Schöftland ist eine abwechslungsreiche Bilderreise

Ein unbeschriebenes Blatt oder – um auf die Texte von Floh von Grüningen anzuspielen – eine unbemalte Leinwand, sind Schöftland nicht mehr, auch wenn viele das denken können, da sie die Band bislang noch nicht wahrgenommen haben. Doch ihre vielgelobte erste Langspielplatte Der Schein trügt hat einige Erwartungen geweckt. Allein die Vielseitigkeit dieser Platte aus dem Jahr 2010 hat die Latte sehr hochgehängt und ein wenig stellte sich die Frage, was kann danach noch kommen?


Die Magie der Straße ist nicht einzufangen

Felix Meyers CDs Von Engeln und Schweinen und erste Liebe / letzter Tanz

»Wir sind Felix Meyer«, so stellte Felix Meyer sich und seine Band auf einem Straßenkonzert in Stralsund vorletzten Sommer auf einer Fußgängerzonenkreuzung vor. Schnell war die Gruppe von Zuhörern umringt - ein Phänomen, das ich vergangenes Jahr in Köln erneut beobachten konnte, wo sie am Abend noch ein Saalkonzert spielten.
Man merkt ihnen schnell an, daß sie schon viel zusammen gespielt haben. 15 Jahre seien sie bereits gemeinsam unterwegs, verrät ihre Homepage. Kein Wunder also, daß sich die Band einen eigenen Stil erspielt hat, wie man spätestens jetzt, da mit erste Liebe / letzter Tanz ihre zweite CD erschienen ist, bemerken kann.


»Kein Rezept für die Zukunft dieser Republik.«

Ein Interview mit Samy Deluxe

Samy Deluxe (*1977 in Hamburg als Samy Sorge) ist einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Das selbsternannte »Rapgenie«, auch unter den Namen Wickeda MC und Sam Semilia bekannt geworden, hat im Juli 2011 sein viertes Soloalbum SchwarzWeiss herausgebracht, das auf Platz 1 der deutschen Album-Charts eingestiegen ist. Mit der Kritischen Ausgabe sprach Samy Deluxe unter anderem über seinen Lieblingsautor, Weimar und sein soziales Engagement.


Ein Schatten geweckter Erwartungen

AaRON enttäuschen mit ihrem zweiten Album Birds in the Storm

»I'm just an empty bottle in the night« singen AaRON in der zweiten Strophe von »Ludlow L«, dem ersten Lied auf ihrem neuem Album Birds in the Storm. Bedauerlicherweise scheinen diese zitierten Worte genau das auszudrücken, was das neue Album der Band AaRON ausmacht.


Junge Musik als »Buchstützen« junger Literatur

Mit Bookends bietet der Mairisch Verlag eine spannende Entdeckungsreise durch neuere deutschsprachige Musik

Musiktexte lesen – nein danke! Gedichte singen – vielleicht, aber muß eigentlich auch nicht sein. Öder Stampfbeat zu deutschen Texten, gebrüllt, gerotzt, gesprochen zu seichten Gitarrentönen oder Klaviergeklimper? Und das als Coverversion oder in braver Liedermachertradition? Was die Veröffentlichung von Bookends im Hamburger Mairisch Verlag, bei dem die Verbindung zwischen Literatur und Ton nichts Neues ist, zusammenhält, ist Verschiedenes im Verschiedenen.


Zwischen Gestern und Heute

Eine Schau auf die Entwicklung innerhalb der Alben des Black Rebel Motorcycle Clubs

(Foto: © Elias Bauer)Zu einer Zeit, als Rock’n’Roll zu einem abgedroschenen Fachterminus einer längst überholten Musikweise verkommen war und dennoch jeder an ihm festhielt, traten Black Rebel Motorcycle Club auf die Bühne und fragten, ohne übertrieben philosophisch zu werden, vielmehr mit einer fast provozierenden Einfachheit »Whatever happened to my Rock’n’Roll« und waren damit eben jenem näher gekommen als die meisten dieser Tage. Dafür gab es Applaus, tosenden Beifall nicht nur im Heimatland, den USA, sondern auch in Europa von Musikkritikern und Moderatoren diverser Musiksender. Dem bejubelten Erstlingswerk B.R.M.C (2002) folgte mit Take them on, on your own (2003) ein nicht weniger beachteter Nachfolger.


 

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