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Faith Under Fire

Willi Graf of the White Rose

Seid Gefolgschaft in der Tat, nicht nur im Hören des Wortes (Jak. 1, 22)

Hitler’s Germany presented a myriad of challenges for the individual who strove to be both a faithful German and faithful Christian. Willi Graf believed one had to choose but still considered himself a patriotic German when he acted on his favorite bible verse to become a »Doer of the Word.« He maintained that faith was »no simple matter« and that every individual bears full responsibility for one’s own choices and actions, as he wrote to his younger sister, Anneliese, in a letter dated June 6, 1942: »Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung.« Finding the moral fortitude to confront National Socialism, however, led to painful consequences for Graf and his family because of his faith and that of the innocent Nazi victims for whom he chose to resist.


Reine Geschmackssache

Ein Jahresrückblick unserer Redakteurin Ines Böckelmann

»Bon voyage das Leben ist ne Reise. Spring einfach auf und es zieht seine Kreise. [...] Wie verrückt das Ziel ist die Suche und wenn man was findet ist es das Glück.«
(Freakatronic, »Bon Voyage«, aus dem Album »Error«, 2010)

Ich habe dieses Jahr nicht bewusst nach neuen künstlerischen Einflüssen gesucht, sondern mich berieseln lassen und dadurch ganz ungezwungen zu Dingen gefunden, die ich vielleicht gar nicht vorhatte zu finden. Man hat ja immer Vorstellungen von dem was zu einem passt, da macht man bei der Kunst keine Ausnahme. Sie kleidet einen ebenso wie die Kleidung, die man tagtäglich am Körper trägt.


Ausbruch aus der Blase

Kathrin Weßling war mit ihrem Roman Super, und dir? zu Gast bei Import/Export in Bonn

Am vergangenen Montag stellte Kathrin Weßling ihren Roman Super, und dir? in der Literaturshow Import/Export in Bonn vor. Während der 15. Show mit Moderator Dorian Steinhoff und seinem Sidekick Dennis Laubenthal in der Fabrik 45 wurde nicht nur das Buch besprochen, sondern auch Themen wie Social Media und Depressionen diskutiert. Wie gehabt machten alternative Romananfänge, lyrische Beiträge und spontane Buchideen den Abend einmal mehr zu einer unterhaltsamen und äußerst lockeren Veranstaltung.


Das Buch »Deutsche Stilkunst« von Eduard Engel (1911) und Ludwig Reiners (1943)

Offener Brief an Herrn Rechtsanwalt Dr. Andreas Reiners, Sohn des Kaufmanns und Schriftstellers Ludwig Reiners

St. Gallen, März 2019

Sehr geehrter Herr Reiners,

vor geraumer Zeit haben Sie mir einen eingeschriebenen Brief zustellen lassen. Es geht Ihnen um das bekannte und erfolgreiche Buch Ihres Vaters, Ludwig Reiners, das dieser in den letzten Jahren des sogenannten Dritten Reiches unter dem Titel ›Deutsche Stilkunst‹ in München veröffentlichte. Seit langem steht der Vorwurf im Raum, daß das Buch Ihres Vaters im Verhältnis übergriffiger Abhängigkeit zur ›Deutschen Stilkunst‹ des jüdischen Autors Eduard Engel steht, das von 1911 bis 1931 in 31 Auflagen und 64.000 Stück erschienen ist und das im Verbrecherstaat der Nationalsozialisten verboten war. Auch ich habe mich zu diesem Fall geäußert, z.B. in der germanistischen Zeitschrift Kritische Ausgabe, in der NZZ und im Vorwort zur Neuausgabe der Engelschen ›Deutschen Stilkunst‹, die vor zwei Jahren in der Anderen Bibliothek erschienen ist. Ich habe scharfe Kritik an Ludwig Reiners geübt.


Macht der Bilder

Wir suchen nach Fotografien für unser nächstes Heft

Unser nächstes Heft steht ganz im Zeichen des Themenschwerpunkts »Macht«. Damit das Heft nicht nur aus Texten besteht, ist deine Mitarbeit gefragt. Hast du Lust in der nächsten Kritischen Ausgabe mit einer Fotografie vertreten zu sein? Dann warte nicht lange und sende uns ein passendes Bild oder gleich eine ganze Bilderserie zu unserem Thema. Mit etwas Glück schafft es dein Beitrag nicht nur in das Heft, sondern schmückt auch das Cover!


Phantasie als Grenzgang zwischen ›Puppenreich‹ und Wirklichkeit

Zu E. T. A. Hoffmanns ›Kinder-Mährchen‹ Nußknacker und Mausekönig

Was wäre Weihnachten ohne die Geschichte vom Nussknacker? Wie kein zweites Märchen verbindet man E. T. A. Hoffmanns Nußknacker und Mausekönig seit gut 200 Jahren mit der Zeit am Ende des Jahres. Dass dem so ist, liegt nicht nur am Zauber, der sich in den Untiefen kindlicher Phantasie entfaltet. Es ist auch die Art und Weise, in der das Kunstmärchen erzählt wird. Wie sehr es sich lohnt, diese Nuss zu knacken, zeigt Stefanie Junges in einem Online-Spezial zu unserem Schwerpunktthema »Fantasie«.


Die Macht der Literatur

Die Redaktion der Kritischen Ausgabe sucht Beiträge zum Thema »Macht«

Wie mächtig kann Literatur sein und welche Rolle spielt Macht innerhalb der Literatur? Bis zum 19. Oktober sucht die Redaktion Vorschläge für Beiträge, die im Heft #36 erscheinen werden. Nicht nur wegen der Diskussionen rundum Eugen Gomringers Gedicht avenidas und und wegen der immer wieder aufkommenden Frage, wie die Rede von der politischen Korrektheit auch das Sprechen über Literatur verändert hat, gibt es ganz unterschiedliche Ansätze, die Beziehung von Macht und Literatur zu hinterfragen.


Krise im Kuppelsaal

Das Theaterensemble S.U.B. Kultur inszeniert Oh Weh, Oh Weh, das Abendland im Kuppelsaal der Thalia Buchhandlung Bonn

Im vergangenen Monat inszenierte die Bonner Schauspielgruppe S.U.B.-Kultur die Uraufführung von Chris Noldes Theaterstück Oh Weh Oh Weh, das Abendland. Es stellt den Abschluss einer Trilogie zum Themenkomplex Arbeit dar. Während die beiden früheren Stücke Lohnarbeit und Arbeitslosigkeit beleuchteten, rückte mit dem neuen Stück die Verbindung von Arbeit und Engagement in den Fokus. Die Inszenierung ließ keine Langeweile aufkommen.


Abkehr vom Herzschmerz

In seiner Übersetzung der Gedichte Paul Verlaines schlägt Frank Stückemann einen neuen Ton an

Paul Verlaines Lyrik zeichnet sich durch eine enge Beziehung von Wort und Klang aus. Was auf der einen Seite viele andere Dichter anregte und den Weg der modernen Literatur ebnete, stellt Verlaines Übersetzer jedes Mal aufs Neue vor eine große Herausforderung. Nun ist eine neue Übertragung der Gedichte erschienen, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie im Vergleich zu früheren Übersetzungen die Verbindung von Dichtung und Musik in den Vordergrund rückt.


Genremix und Farbenspiel

Natalie Buchholz zeichnet in ihrem Debüt Der rote Swimmingpool das Porträt einer zerbrechenden Familie

Natalie Buchholz gelingt mit Der rote Swimmingpool ein spannungsgeladenes Erstlingswerk. Mittels des Wechsels zweier Zeitebenen erzählt die Autorin vom Zerbrechen einer Familie, dem Ende einer großen Liebe und dem Beginn von etwas Neuen. Der Roman, der unterschiedliche Genres miteinander vereint, erzeugt dabei nicht nur einige Spannungsmomente, sondern auch ein wohliges Gefühl menschlicher Wärme.


 

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