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Kampf dem Dualismus!

Warum ein spannender Körperbegriff keine albernen Feinbilder braucht

Arno Böhler, Krassimira Kruschkova und Susanne Valerie haben sich mit dem Sammelband Wissen wir, was ein Körper vermag? Einiges vorgenommen. Man will dieser Hauptfrage von Spinozas Philosophie nachgehen: »Wissen wir, was ein Körper vermag?«, konkreter: Es soll die »nachtwandlerische« Kraft des Körpers besprochen werden, also die Wissens- und Handlungspotentiale, die ein Körper besitzt, ohne dass ein Geist, das Mentale oder eine Seele auf ihn einwirken – je nachdem, welchen Ausdruck man bevorzugt.


Arno Böhler, Krassimira Kruschkova und Susanne Valerie haben sich mit dem Sammelband Wissen wir, was ein Körper vermag? Einiges vorgenommen. Man will dieser Hauptfrage von Spinozas Philosophie nachgehen: »Wissen wir, was ein Körper vermag?«, konkreter: Es soll die »nachtwandlerische« Kraft des Körpers besprochen werden, also die Wissens- und Handlungspotentiale, die ein Körper besitzt, ohne dass ein Geist, das Mentale oder eine Seele auf ihn einwirken – je nachdem, welchen Ausdruck man bevorzugt.

Direkt beim Betreten des Theaterraums läuft das Publikum auf die zwei in weiß gekleideten, in einem Holzbettkasten ruhenden Tänzer (Bärbel Stenzenberger und Olaf Reinecke) zu. Nicht nur in dieser friedvollen und sehr privaten, häuslichen Situation wird die beinahe unangenehm große Nähe und Intimität auf Anhieb spürbar. Sie bleibt auch während der Aufführung bestehen und macht sogar einzelne Muskeln der Tanzenden für den Beobachter genau sichtbar. Die Zuschauer passieren das übergroße Bett und verteilen sich links und rechts von der Bühne, die wie ein Laufsteg mit mehreren Stufen den kleinen Raum durchtrennt und wie die Tänzer in weiß gehalten ist.