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Mitten im Schnee

Der Film Büchner.Lenz.Leben ist mehr als nur eine Wanderung durch eine Textlandschaft

Es gibt nur wenige literarische Figuren, die wie Lenz aus der gleichnamigen Erzählung Georg Büchners auch an anderer Stelle immer wieder auftauchen. Kaum ein Werk übt bis in die Gegenwart hinein so eine Faszination aus – und das keinesfalls ausschließlich in der Literatur. Jüngstes Beispiel dafür ist der Film Büchner.Lenz.Leben. Poetische Reise in einen Text, den die Regisseurin Isabelle Krötsch mit dem Schauspieler Hans Kremer gedreht hat. Auf geradezu einfache Weise geht das Duo diesem Phänomen nach und zeigt, worin der Reiz von Büchners Lenz liegt.


Es gibt nur wenige literarische Figuren, die wie Lenz aus der gleichnamigen Erzählung Georg Büchners auch an anderer Stelle immer wieder auftauchen. Kaum ein Werk übt bis in die Gegenwart hinein so eine Faszination aus – und das keinesfalls ausschließlich in der Literatur. Jüngstes Beispiel dafür ist der Film Büchner.Lenz.Leben. Poetische Reise in einen Text, den die Regisseurin Isabelle Krötsch mit dem Schauspieler Hans Kremer gedreht hat. Auf geradezu einfache Weise geht das Duo diesem Phänomen nach und zeigt, worin der Reiz von Büchners Lenz liegt.

Schlägt man die Bibel auf, stößt man schnell auf Vertrautes, und selbst wenn man sie nicht aufschlägt, meint man doch wenigstens ungefähr zu wissen, worum es geht. Schaut man aber genauer hin, so findet man Mehr, Anderes und Überraschendes.

In der abendländischen Kultur kennt fast jeder die Geschichte von Adam und Eva, den ersten Menschen auf der Erde, die von einer Schlange verführt den ersten Sündenfall begehen und daraufhin von Gott aus dem Paradies vertrieben werden. Oder von dem Patriarchen Noah, der von Gott erwählt wird, eine Arche zu bauen und sie mit seinen Familienmitgliedern und allen Tierarten zu beladen, um sie vor der drohenden Sintflut zu retten. Vor allem aber die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu in Bethlehem, das erfolglose Suchen nach Obdach, und das Kommen der Heiligen Drei Könige, die mit ihren Gaben das Neugeborene im Stall preisen, ist mit ihrer winterlichen und hoffnungsvollen Romantik den meisten ein Begriff. Viele aber zweifeln an der Authentizität dieser Erzählungen und tun sie als Ammenmärchen ab, die höchstens noch eine belehrend moralische Funktion haben sollen. Andere sind wiederum überzeugt von der Historizität der Texte und ihrer Darlegung der Menschheitsgeschichte.