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Ausbruch aus der Blase

Kathrin Weßling war mit ihrem Roman Super, und dir? zu Gast bei Import/Export in Bonn

Am vergangenen Montag stellte Kathrin Weßling ihren Roman Super, und dir? in der Literaturshow Import/Export in Bonn vor. Während der 15. Show mit Moderator Dorian Steinhoff und seinem Sidekick Dennis Laubenthal in der Fabrik 45 wurde nicht nur das Buch besprochen, sondern auch Themen wie Social Media und Depressionen diskutiert. Wie gehabt machten alternative Romananfänge, lyrische Beiträge und spontane Buchideen den Abend einmal mehr zu einer unterhaltsamen und äußerst lockeren Veranstaltung.


Im vergangenen Monat inszenierte die Bonner Schauspielgruppe S.U.B.-Kultur die Uraufführung von Chris Noldes Theaterstück Oh Weh Oh Weh, das Abendland. Es stellt den Abschluss einer Trilogie zum Themenkomplex Arbeit dar. Während die beiden früheren Stücke Lohnarbeit und Arbeitslosigkeit beleuchteten, rückte mit dem neuen Stück die Verbindung von Arbeit und Engagement in den Fokus. Die Inszenierung ließ keine Langeweile aufkommen.

Die Sängerin Katie Melua wird zurecht immer wieder in einem Atemzug mit anderen großen Nachwuchssängerinnen, wie zum Beispiel Norah Jones und Joss Stone, genannt. Längst ist sie wegen ihrer Stimme weltbekannt. Dass sie trotz ihrer internationalen Karriere immer wieder auch zu ihren georgischen Wurzeln zurückfindet, macht ihr aktuelles Album In Winter deutlich. In der Mischung aus Volksmusik und Blues lässt sich die junge Sängerin ganz neu entdecken.

St. Gallen, März 2019

Sehr geehrter Herr Reiners,

vor geraumer Zeit haben Sie mir einen eingeschriebenen Brief zustellen lassen. Es geht Ihnen um das bekannte und erfolgreiche Buch Ihres Vaters, Ludwig Reiners, das dieser in den letzten Jahren des sogenannten Dritten Reiches unter dem Titel ›Deutsche Stilkunst‹ in München veröffentlichte. Seit langem steht der Vorwurf im Raum, daß das Buch Ihres Vaters im Verhältnis übergriffiger Abhängigkeit zur ›Deutschen Stilkunst‹ des jüdischen Autors Eduard Engel steht, das von 1911 bis 1931 in 31 Auflagen und 64.000 Stück erschienen ist und das im Verbrecherstaat der Nationalsozialisten verboten war. Auch ich habe mich zu diesem Fall geäußert, z.B. in der germanistischen Zeitschrift Kritische Ausgabe, in der NZZ und im Vorwort zur Neuausgabe der Engelschen ›Deutschen Stilkunst‹, die vor zwei Jahren in der Anderen Bibliothek erschienen ist. Ich habe scharfe Kritik an Ludwig Reiners geübt.