Inhalt abgleichen

Die Macht der Literatur

Die Redaktion der Kritischen Ausgabe sucht Beiträge zum Thema »Macht«

Wie mächtig kann Literatur sein und welche Rolle spielt Macht innerhalb der Literatur? Bis zum 19. Oktober sucht die Redaktion Vorschläge für Beiträge, die im Heft #36 erscheinen werden. Nicht nur wegen der Diskussionen rundum Eugen Gomringers Gedicht avenidas und und wegen der immer wieder aufkommenden Frage, wie die Rede von der politischen Korrektheit auch das Sprechen über Literatur verändert hat, gibt es ganz unterschiedliche Ansätze, die Beziehung von Macht und Literatur zu hinterfragen.


Im vergangenen Monat inszenierte die Bonner Schauspielgruppe S.U.B.-Kultur die Uraufführung von Chris Noldes Theaterstück Oh Weh Oh Weh, das Abendland. Es stellt den Abschluss einer Trilogie zum Themenkomplex Arbeit dar. Während die beiden früheren Stücke Lohnarbeit und Arbeitslosigkeit beleuchteten, rückte mit dem neuen Stück die Verbindung von Arbeit und Engagement in den Fokus. Die Inszenierung ließ keine Langeweile aufkommen.

Die Sängerin Katie Melua wird zurecht immer wieder in einem Atemzug mit anderen großen Nachwuchssängerinnen, wie zum Beispiel Norah Jones und Joss Stone, genannt. Längst ist sie wegen ihrer Stimme weltbekannt. Dass sie trotz ihrer internationalen Karriere immer wieder auch zu ihren georgischen Wurzeln zurückfindet, macht ihr aktuelles Album In Winter deutlich. In der Mischung aus Volksmusik und Blues lässt sich die junge Sängerin ganz neu entdecken.

Dass die Themen Bürgerkrieg und Terrorismus nicht zu trennen sind, legte der italienische Philosoph Giorgio Agamben bereits kurz nach dem 11. September 2001 in zwei Vorträgen an der Universität von Princeton nahe. Nun sind seine Ausführungen in deutscher Übersetzung im Band Stasis. Der Bürgerkrieg als politisches Paradigma erschienen. Sie zeigen den italienischen Philosophen nicht nur als brillanten Essayisten, sondern auch als wichtigen Denker der Gegenwart.