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»Lass den Kampf unserer Zeit kurz sein«

Im Handbuch Niemals eine Atempause beschwört Joachim Sartorius die Kraft politischer Lyrik

Anfang des Jahres veröffentlichte die F.A.Z. einen Kommentar, der mit der Überschrift »Sanktionen statt Lyrik« überschrieben war. Angesichts des durch Terror und Kriege geprägten Weltgeschehens geriet so nicht nur die Notwendigkeit politischen Handelns, sondern auch die fehlende Wirkung politischer Sprache in den Mittelpunkt. Doch trifft das zu? Oder sind Worte, zumal die aus der Feder eines Dichters, vielleicht doch die passende Alternative zum gegenwärtigen Aktionismus? Eine neue Anthologie liefert Antworten.


Anfang des Jahres veröffentlichte die F.A.Z. einen Kommentar, der mit der Überschrift »Sanktionen statt Lyrik« überschrieben war. Angesichts des durch Terror und Kriege geprägten Weltgeschehens geriet so nicht nur die Notwendigkeit politischen Handelns, sondern auch die fehlende Wirkung politischer Sprache in den Mittelpunkt. Doch trifft das zu? Oder sind Worte, zumal die aus der Feder eines Dichters, vielleicht doch die passende Alternative zum gegenwärtigen Aktionismus? Eine neue Anthologie liefert Antworten.

Direkt beim Betreten des Theaterraums läuft das Publikum auf die zwei in weiß gekleideten, in einem Holzbettkasten ruhenden Tänzer (Bärbel Stenzenberger und Olaf Reinecke) zu. Nicht nur in dieser friedvollen und sehr privaten, häuslichen Situation wird die beinahe unangenehm große Nähe und Intimität auf Anhieb spürbar. Sie bleibt auch während der Aufführung bestehen und macht sogar einzelne Muskeln der Tanzenden für den Beobachter genau sichtbar. Die Zuschauer passieren das übergroße Bett und verteilen sich links und rechts von der Bühne, die wie ein Laufsteg mit mehreren Stufen den kleinen Raum durchtrennt und wie die Tänzer in weiß gehalten ist.