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»Du und ich – wir sind eins«

Das 30. Themenheft gibt es ab heute schon zum Freundschaftspreis

Was haben Eduard Mörike, Virginia Woolf und Thomas Kling gemeinsam? Sie alle schreiben unter anderem deshalb, weil sie sich bei ihrem Schaffen auf die Auseinandersetzung mit Freundinnen und Freunden verlassen können. Autoren wie diese beweisen nicht nur, das ihr Schreiben von der Freundschaft lebt, sondern zeigen auch, wie facettenreich das Thema in der Literatur schillert. Unser neues Heft greift dies auf vielfältige Weise auf und wird dabei in gewohnter Form von jungen Literaten und Illustratoren unterstützt. Ab heute kann man das Heft bereits zum »Freundschaftspreis« vorbestellen.


In Deutschland noch weitgehend unbekannt, zählt Andrej Nikolaidis in seiner bosnischen Heimat seit langem zu den führenden Intellektuellen. Vor allem bekannt für seinen Einsatz für Menschenrechte und die montenegrinische Unabhängigkeit, hat er sich im Balkanraum schon länger als erfolgreicher Schriftsteller etabliert. Nun ist nach Die Ankunft (2014) bereits sein zweiter Roman ins Deutsche übersetzt worden und im vergangenen Jahr bei Voland & Quist erschienen. Wie von einem politisch so unbequemen und geradlinigen Autor erwartet, ist auch Der Sohn ein Buch, das polarisiert und nicht davor zurückschreckt, auch sensible Themen erschreckend direkt anzugehen.

Es gibt nur wenige literarische Figuren, die wie Lenz aus der gleichnamigen Erzählung Georg Büchners auch an anderer Stelle immer wieder auftauchen. Kaum ein Werk übt bis in die Gegenwart hinein so eine Faszination aus – und das keinesfalls ausschließlich in der Literatur. Jüngstes Beispiel dafür ist der Film Büchner.Lenz.Leben. Poetische Reise in einen Text, den die Regisseurin Isabelle Krötsch mit dem Schauspieler Hans Kremer gedreht hat. Auf geradezu einfache Weise geht das Duo diesem Phänomen nach und zeigt, worin der Reiz von Büchners Lenz liegt.

Ernst Peter Fischer, mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftshistoriker und -publizist, schreibt unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie den Focus und ist darüber hinaus Autor zahlreicher Bücher wie Die andere Bildung (2001) und Die Verzauberung der Welt (2014). In seinem neuesten Werk Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit behandelt er in gewohnt populärwissenschaftlicher Manier die seit jeher faszinierende düstere Seite des Lebens – streckenweise informativ und unterhaltsam, insgesamt aber leider nicht überzeugend.